Beiträge von DerStock

    Sehr geehrte Damen und Herren,


    ich habe gestern einen Brief vom Jobcenter (als Einschreiben/Einwurf) im Briefkasten gehabt, bzgl. zwei Anhörungen zum möglichen Eintritt einer Sanktion.


    Kurze cliffs zu mir, ich bin 27 und bisher noch nicht sanktioniert worden.



    Ich zitiere:


    1.)


    "Anhörung zum möglichen Eintritt einer Sanktion


    Sehr geehrter Herr DerStock,


    Ihnen ist am 29.03.2019 ein Beschäftigungsverhältnis als ...Helfer bei der Firma (Zeitarbeitsfirma) ab dem 01.04.2019 - angeboten worden.


    Dieses Angebot war unter Berücksichtigung Ihrer Leistungsfähigkeit und persönlichen Verhältnisse zumutbar.


    Nach bisherigen Stand ist davon auszugehen, dass Sie trotz schriftlicher Belehrung über die Rechtsfolgen oder deren Kenntnis durch ihr Verhalten das Zustandekommens dieser Tätigkeit von vorneherein verhindert haben.


    Der Arbeitgeber hat hierzu folgendes mitgeteilt:


    Herr DerStock ist nicht, wie zuvor telefonisch am gleichen Tag vereinbart, am 29.03.2019 zur Vertragsunterschrift erschienen und hat sich bis heute nicht bei uns gemeldet.


    Es ist der tatsächliche Hergang der Ereignisse zu ermitteln.


    Die haben die Möglichkeit, sich dazu zu äußern (§ 24 Zehntes Buch Sozialgesetzbuch - SGB X. Bitte verwenden Sie hierfür den beigefügten Antwortvordruck."



    Kurze Erläuterung von mir zu obrigem:


    Ich hatte am 29.03.19 einen Termin beim Arbeitsamt. Bei diesem Termin sagte mein Sachbearbeiter er hat eine gute Stelle für mich (die gerade erst rein kam) etc. und rief auch in meinem Beisein direkt bei der Zeitarbeitsfirma an. Dann sagte er zu mir, ich soll da jetzt direkt nach diesem Termin hin (ist im gleichen Ort) und den Arbeitsvertrag unterschreiben. Ich sagte zu dem Sachbearbeiter ich weiß nicht ob es mir reicht, da ich noch meine Mutter zum Arzt fahren muss. War alles sehr hektisch und ich wollte nur von dem Termin wieder weg und sagte, dass ich es versuche.


    Bin dann einfach bei der Zeitarbeitsfirma nicht aufgekreuzt, habe auch nicht angerufen oder eine Email zu denen geschrieben. Ich dachte ich bin dazu nicht verpflichtet, weil es meiner Meinung nach alles nur "mündlich" war, dieses Angebot vom Sachbearbeiter.




    2.)


    "Anhörung zum möglichen Eintritt einer Sanktion


    Sehr geehrter Herr DerStock,


    Ihnen ist am 29.03.2019 ein Beschäftigungsverhätnis als ...Helfer bei der Firma (Zeitarbeitsfirma) angeboten worden.


    Dieses Angebot war unter Berücksichtigung Ihrer Leistungsfähigkeit und persönlichen Verhätnisse zumutbar.


    Nach bisherigen Stand ist davon auszugehen, dass Sie trotz schriftlicher Belehrung über die Rechtsfolgen oder deren Kenntnis durch ihr Verhalten das Zustandekommens dieser Tätigkeit von vorneherein verhindert haben.


    Der Arbeitgeber hat hierzu folgendes mitgeteilt:


    Herr DerStock wurde zu einem Vorstellungsgespräch am 05.04.2019 um XX:00 Uhr schriftlich eingeladen. Er ist zu diesem Termin nicht erschienen und hat sich auch sonst nicht bei uns vorgestellt bzw. beworben.


    Es ist der tatsächliche Hergang der Ereignisse zu ermitteln.


    Die haben die Möglichkeit, sich dazu zu äußern (§ 24 Zehntes Buch Sozialgesetzbuch - SGB X. Bitte verwenden Sie hierfür den beigefügten Antwortvordruck."



    Kurze Erläuterung von mir zu obrigem:


    Das finde ich etwas komisch, habe ein paar Tage später (nach dem 29.03.19) einen Brief bekommen von einer anderen Zeitarbeitsfirma, dass ich am 05.04.19 zum Vorstellungsgespräch kommen soll. Habe das einfach ignoriert.


    In dem Brief steht, wir haben Ihren Vermittlungsvorschlag von der Arbeitsagentur für Arbeit erhalten..."


    Habe kurz nach dem 29.03.19 auch vier Vermittlungsvorschläge von Zeitarbeitsfirmen bekommen, wo ich mich bewerben soll. Ein Vermittlungsvorschlag ist auch von der Zeitarbeitsfrima, von der ich den Brief bekommen habe zur Einladung zum Vorstellungsgespräch am 05.04.19.


    Bei beiden Anhörungen geht es um eine 30 Prozent Sanktion.


    Ich habe nun zeit mich bis zum 06. Mai dazu zu äußern mit drei Auswahlmöglichkeiten (Der aufgeführte Sachverhalt trifft zu / Zu dem genannten Sachverhalt möchte ich mich nicht äußern / Zu dem genannten Sachverhalt möchte ich mich folgt äußern. Schildern Sie bitte ausführlich Ihre wichtigen Gründe. Sie können auch Gründe nennen, die nicht in direktem Zusammenhang mit dem erhobenen Vorwurf stehen (bitte ggf. Rückseite bzw. gesondertes Blatt verwenden und Nachweis beifügen).



    War eig. mit meinem Sachbearbeiter sehr zufrieden über ca. ein Jahr. Er gab mir sehr viel Zeit und Spielraum mich auf Stellen in meinem Ausbildungsberuf zu bewerben. Lies mich mit Zeitarbeitsfaxen in Ruhe. Lies mich mit Maßnahmen in Ruhe und er gab mir sehr viel Spielraum und Zeit mich auf einen Einstellungstest für eine sehr gute Ausbildung vorzubereiten - Wo ich auch genommen wurde und die am Sep. 2019 anfängt.


    Bei dem Termin am 29.03.19, zwei Tage zuvor erfuhr ich dass ich für die Ausbildung 2019 zugelassen werde, da sagte der Sachbearbeiter auch direkt, Glückwunsch dies das, aber dass ich bis Sep. 2019 jetzt nicht einfach so chillen kann. Ich sagte, ich bewerbe mich weiterhin auf eine Stelle in meinem Ausbildungsberuf, dann sagte er, ne auch Zeitarbeit, Helfer Jobs usw. - Habe das leider auch in meiner Eingliederungsvereinbarung stehen, die ich unterschrieben habe vor ca. 1,5 Jahren.


    Wurde dann direkt am 12.04.19 wieder eingeladen zum einem Gespräch mit meinem Sachbearbeiter. Da fragte er, warum ich nicht den Arbeitsvertrag wie besprochen am 29.03.19 unterschrieben habe und nicht dort war. Ich sagte, ich musste meine Mutter zum Arzt fahren und es mir zeitlich nicht reichte.


    Dann fragte er noch, ob ich mich beworben habe auf die vier Vermittlungsvorschläge der Zeitarbeitsfirmen und ob ich bei der Zeitarbeitsfirma am 05.04.19 vorgesprochen habe, Ich sagte nein. Dann sagte er, das wird eine Sanktion geben usw.



    Ich will einfach nur noch raus xxxxx und am Sep. 2019 meine Ausbildung starten und bis dahin mich nicht noch kaputt bucklen für ne Zeitarbeitsfirma (für ca. 1 k netto), da die Ausbildung die im Sep. 2019 startet auch viel Sport beinhaltet und ich mich schon mal bei so einer Helfertätigkeit vor ein paar Jahren verletzte. Werde bei dieser Ausbildung auch soviel netto schon verdienen, dass ich aus Hartz IV herausfalle.


    Habe vermutlich sehr viel falsch gemacht, aber ich war einfach von meinem Sachbearbeiter diese Härte nicht gewohnt, da er eig. immer sehr kulant und empathisch war. Deshalb dachte ich wohl, so schnell wird der mich nicht sanktionieren und nahm es auf die leichte Schulter.


    Naja, wie dem auch sei. Jetzt ist es halt so. Jetzt meine Fragen.



    1.) Bekomme ich schon für Mai 2019 weniger Hartz IV, wenn ja wie viel?


    2.) Was sollte ich nun tun?



    Danke schon mal für die Hilfe und frohe Ostern! :)



    Freundliche Grüße


    DerStock