Beiträge von Piedro

    Wer Alg2 bezieht muss alles zumutbare tun um die Bedürftigkeit zu verringern. Das Ziel ist in der Regel Vollzeit arbeiten wenn die Möglichkeit besteht.


    Der Ablauf wird sein: Antrag wird bearbeitet, ggf genehmigt.
    Dann wird eine Eingliederungsvereinbarung (EGV) verhandelt. Sind alle einverstanden und unterschreiben ist das ein Vertrag, der sechs Monate gültig ist. Alle Verpflichtungen sind von beiden Seiten einzuhalten! Wenn da geschludert wird gibt es eine Sanktion, wenn das JC schludert kann geklagt werden. Gewöhnlich wird darin festgeschrieben wie viele Bewerbungen/Monat nachgewiesen werden müssen, welche Fördermöglichkeiten in Anspruch genommen werden dürfen, wie die Bewerbungs- und Fahrtkosten geregelt sind.


    Es ist immer ratsam eine EGV vor Unterschrift zu prüfen. Auch dafür bist du hier richtig.


    Eine TZ-Stelle schützt also weder vor Bewerbungspflichten, noch ist sie ein Argument eine Anstellung mit besserer Bezahlung abzulehnen, u.U. auch nicht vor irgendwelchen Maßnahmen. Aber: es wurde ein Arbeitsvertrag unterschrieben, der muss eingehalten werden. Wenn die Arbeitszeiten zB mit einer Maßnahme kollidieren muß das berücksichtig werden. Ebenso bei einer "Einladung" ins JC. Bei einem neuen Arbeitsvertrag müssen die Kündigungsfristen eingehalten werden.


    Kleiner Tip: immer alles schriftlich regeln, nicht telefonieren wenn es um was geht. Die Kommunikation sollte nachweisbar sein. Zu Terminen im JC sollte man möglichst nicht allein auftauchen, jeder kann einen Beistand mitbringen, der das Gespräch mitschreibt. Der Beistand muss sich nicht ausweisen, darf nicht abgewiesen, wenn er sich nicht aufführt oder sonstwie erkennen lässt, dass er "zum Vortrag nicht geeignet ist". Wenn ein Beistand etwas sagt, dann sagt er das im Namen dessen, den er begleitet, wenn dem nicht gleich widersprochen wird.


    Bei Problemen einfach Laut geben.

    Wenn ein Alg2-Anspruch besteht müsst ihr den beantragen, je eher desto besser, die Bearbeitung dauert ja. Wenn ein Anspruch besteht beginnt er ab dem Monatsersten des Antragsmonats.

    Morgen.


    Mach dich mal nicht verrückt, so weit ich weiß geht die Pflege von Anghörigen vor. Nicht alles was vom JC mitgeteilt wird ist so auch korrekt - mindestens 50% rechtswidriger Bescheide sprechen da eine recht deutliche Sprache.


    Vermutlich musst du ein bißchen mehr über die Pflegebedürftigkeit und so erzählen, damit man da was raten kann, jedenfalls solltest du dich nicht selbst verrückt machen. Er mal schauen wie die Rechtslage wirklich ist, dann die entsprechenden Schritte gehen. Und wenn es sein muss eben auf die Hinterbeine stellen und sich wehren, wenn es sein muss.


    Mal schauen was andere sagen, die sich da besser auskennen.

    Keiner muss so eine Mietbescheinigung vom Vermieter ausfüllen lassen, weil keiner dem Vermieter mitteilen muss, dass er Sozialleisung erhält.


    Der Vorwurf der Fälschung kann sich deshalb nur auf die Unterschrift der Vermieterin beziehen, es ist ja statthaft sich die Formulare, die man unterschreibt, von anderen ausfüllen zu lassen. Wenn mir jemand sowas vorwerfen würde hätte der viel Freude an der eigenen Dummheit. Erst würde ich einen Termin beim Teamleiter verlangen, und wenn das dann nicht sofort vom Tisch kommt direkt Strafantrag stellen.


    Dann geht es gar nicht, dass ein SB eine Straftat phantasiert und seine Vorstellungskraft Grundlange eines Leistungsbescheids ist. Die Bedürftigkeit ist zu prüfen. Dazu liegen alle relevanten Unterlagen vor. Hat er Zweifel an den Unterlagen, hat er zu ermitteln, und die Ermittlung beginnt zwingend mit der Befragung des Betroffenen. Alles andere ist rechtswidrig.


    Widerspruch einlegen und sofort zum SG. Oder gleich einen Anwalt einschalten, der denen mal den Kopf zurecht rückt.

    Wenn du vertragliche Verpflichtungen oder mündliche Vereinbarungen mit Kunden einhalten musst, dann ist das mal so. Andernfalls würdest du deine Hilfsbedürftigkeit ja vergrößern.


    Letzte Woche hast du den Antrag gestellt, heute kam die Zuweisung, nächsten Montag sollst du starten? Das ist allerliebst.


    Hast du überhaupt schon deinen Fallmanager kennengelernt? Hattest du ein Profiling? Wurde schon festgestellt was du für einer bist und wie man dir - zB mit einer Maßnahme - helfen könnte? Gibt es eine Eingliederungsvereinbarung, die mit dir besprochen wurde? Wurde diese Maßnahme je mit dir besprochen?


    Andernfalls ist die Zuweisung rechtswidrig.


    Ein Widerspruch hat keine aufschiebende Wirkung. Ich würde raten einen Anwalt hinzu zu ziehen, damit allles in die richtigen Wege kommt.


    Wenn es ein Profiling gab, die Maßnahme besprochen wurde und so weiter, dann müssen deine Kundentermine trotzdem berücksichtigt werden.
    Casas Fragen solltest du trotzdem beantworten, wenn da nämlich so gut wie nix bei rumkommt ist das kein wirklich gutes Argument bei einer rechtmäßig zugewiesenen Maßnahme.

    Die Schweigepflichtentbindung ist freiwillig. Ohne diese muss der behandelnde Arzt durch Untersuchung zu einer Beurteilung kommen.


    Da es um die Beurteilung deiner Erwerbsfähigkeit geht solltest du dir überlegen ob es sinnvoll ist, deinen Doc nicht gegenüber dem Gutachter - nicht gegenüber dem Sachbearbeiter, die medizinischen Daten gehen das JC nichts an, diesen Teil des Gutachtens bekommst nur du ausgehändigt.


    Der Gutachter soll feststellen, ob du erwerbsfähig bist, falls nicht wird er dich eine gewisse Zeit aus dem Verkehr ziehen und du hast erstmal deine Ruhe. Er soll auch feststellen, ob deine Erwerbsfähigkeit grundsätzlich aus gesundheitlichen Gründen eingeschränkt ist, also nicht schwer heben, nicht lange stehen, keine Schichtarbeit. Daran muss sich das JC dann bei der Arbeitsvermittlung halten, wenn man dir etwas zuschickt, dass den festgestellten Einschränkungen nicht entspricht ist die Stelle nicht zumutbar.


    Alles in allem ist es für dich nur vorteilhaft, wenn der Gutachter auf den Tisch kriegt was dein Doc festgestellt hat. Ich weiß ja nicht worum es geht, aber überlege dir die Gründe für eine Schweigepflichtverweigerung nicht. Ob du dafür sanktioniert wird spielt gar keine Rolle, aber unter Umständen sanktionierst du dich selbst.

    Moin.


    Hier wird wohl ein ganzer Monat rückgefordert, und dazu gehört nicht nur das Geld, das du auf's Konto bekommen hast. Da gehören auch SVS-Beiträge dazu.


    Ob der Vorgang so seine Richtigkeit hat müsste man prüfen, dazu die Anhörung (so hat's angefangen), den Bescheid, deinen Widerspruch und die Ablehnung hier anonymisiert einstellen. Keine Namen, Tel.nr, Adressen, das ist wichtig!


    Um Überprüfung bitten bringt nix, du könntest einen Überprüfungsantrag stellen, aber da die Ablehnung noch frisch ist bietet der Rechtsweg jetzt erst mal die Klage gegen den Widerspruchsbescheid. Die Frist dazu ist vier Wochen. Es könnte ratsam sein sich einen Anwalt zur Seite zu nehmen, aber wenn du willst schauen wir uns auch erst mal die Bescheide an.

    Zitat von Hr. Thomée:
    Neben den Beziehern von Arbeitslosengeld II bzw. So
    zialgeld und Sozialhilfe haben
    auch solche Personen einen Anspruch auf einmalige B
    eihilfen nach § 23 Abs. 3 Nr. 1 bis
    3 SGB II oder § 31 Abs. 1 Nr. 1 bis 3 SGB XII, die
    keine Leistungen zur Sicherung des
    Lebensunterhalts erhalten, aufgrund ihres geringen
    Einkommens und Vermögens zur
    Deckung dieses Bedarfes jedoch nicht in der Lage si
    nd. In solchen Fällen kann im Wege
    einer Ermessensentscheidung neben dem Einsatz des E
    inkommens im Monat der
    Entscheidung über die Hilfe auch der Einsatz des Ei
    nkommens für die sechs folgenden
    Monate gefordert werden. Bei der Berechnung der Eig
    enbeteiligung ist grundsätzlich
    vom Einsatz des Einkommens aller Mitglieder der Bed
    arfsgemeinschaft im Sinne des § 7
    Abs. 3 SGB II bzw. des § 19 Abs. 1 SSGB XII auszuge
    hen, welches den Bedarf der
    Leistungen zum Lebensunterhalt übersteigt.


    Blödes Format, sorry, da steht's:
    http://harald-thome.de/fa/harald-thome/files/kdu,-ae,-but-rilis/AE-Nienburg-LK---01.03.2011.pdf


    Es sollte also möglich sein einen Antrag während des Leistungsbezug zu stellen, wenn die Bedürftigkeit dann immer noch besteht kann er genehmigt werden, oder es kann auf einen Neuantrag bestanden werden, aber wenn auch nach Arbeitsaufnahme keine Einrichtung beigebracht werden kann ist der Anspruch weiter aufrecht.



    Hier stellen sich noch die heimlichen Fragen zum Übergrückungsdarlehen/Aufhebungsbescheid. Ob die Mietkaution in dem Fall abgelehnt werden kann...? Zu 100%? Wenn der Umzug notwendig und genehmigt wurde? Ich bin da leider überfragt, aber mir kommt das schräg vor.

    Alg2 wird im Voraus gezahlt. Was du am 29.9. erwartest ist für den Oktober. Um zu prüfen ob du einen Anspruch hast musst du auch die Kontoauszüge vorlegen. Die Prüfung scheint problemlos zu passen, dein Geld wir am Konto sein, jetzt fehlt nur noch der Bewilligungsbescheid. Der wird schon noch kommen.

    Kannst du das schriftlich nachweisen? Zeugen? Sonstige Beweise, sonst Aussage gegen Aussage
    und es rechtfertigt nicht den Abbruch einer Maßnahme. Du hättest sofort mit deinem JC Kontakt
    aufnehmen müssen und das dort bekannt machen, schriftlich.


    Da wollte ich auch einhaken. Offenbar hat der "Kunde" da was ganz anderes erwartet als das, was er dann tatsächlich an Förderung erfahren durfte. Da sollte man vielleicht mal drauf schauen, von der EGV über die Zuweisung zu dem, was dann tatsächlich geschehen ist.


    Natürlich sind auch Bewerbungen an Zeitarbeitsfirmen zulässig, ob's gefällt oder nicht. Aber so eine Maßnahme gehört nun mal gescheit definiert und kommuniziert. Es ist nicht auszuschließen, dass sich hier ein Hebel finden lässt um die Sanktion zu kippen.


    Was mir noch zu denken gibt sind die Termine wegen der Suchtbetreuung. Wenn die wesentlich sind und sich nicht anders legen lassen müssen die auf jeden Fall berücksichtigt werden. Im Zweifelsfall gehört das so festgestellt, mit Ärzten und was dazu gehört. Wenn man die Einschränlung bei einer ZAF geltend macht sollte das auch für das JC und irgendwelche Maßnahmenbetreibern klar sein, dass die Zumutbarkeit klar geregelt ist.


    Ob diese Maßnahme zum einen zumutbar, zum anderen hinreichend bestimmt, für die EGV ausreichend kommuniziert wurde und ob sie dem entspricht was vertraglich vereinbart wurde lässt sich ohne weiteres nicht sagen. Die Möglichkeit besteht.

    Moin.


    Wenn du einen Fahrer aufstellen kannst, genügt ein Transporter. Den ohne Kreditkarte zu kriege ist allerdings schon eine kleine Kunst...


    Du brauchst immer drei Angebote, sei es für die Unzugsfirma, sei es für das Mietauto. Bei der Automiete muss dann aber klar sein wer die Kiste fährt, wenn du auf deinen Namen mietest muss der Fahrer eingetragen werden. Und bei Schäden kommst du zum Handkuss, also nur Angebote ohne Eigenbeteiligung einholen!


    Das günstigste Angebot wird dann genommen.


    Rege dich nich auf, egal was man dir sagen mag. Alles schriftlich geben lasse und dann wird das zur Not auf dem Rechtsweg geregelt. Da die Situation klar ist wird das auch einfach zu klären sein.


    Jetzt weise erst mal die Notwendigkeit des Umzugs nach, lass ihn dir genehmigen, dann beantragst du die Kosten des Umzugs und die Erstaustattung. Und bitte: regele sowas nicht am Telefon. Du kannst den Gesprächsverlauf nicht nachweisen, und offenbar zieht es dich runter, wenn da jemand heiße Luft am Höhrer abläßt. Entweder schriftlich oder mit einem Beistand hingehen, dann bleibst du auf der sicheren Seite.

    Hallo Kleine,


    du musst keine Angst haben. Ganz egal was man dir vielleicht erzählt, die Rechtslage ist ganz klar. Der Umzug muss dir genehmigt werden. Ohne Wenn und Aber. Die neue Wohnung muss angemessen sein. Das ist bei dir der Fall. Der Umzug ist zu genehmigen. Er ist notwendig. Die Kosten des Umzugs müssen übernommen werden. Dazu brauchst du drei Kostenvoranschläge. Wenn du krankt bist, keine Helfer hast, keinen Führerschein für einen Transporter, dann wird eine Umzugsfirma bezahlt. Das kannst du einfordern.


    Wenn du zuvor keinen Hausrat hattest, weil du möbliert gewohnt hast, und wenn du vorher noch keine Erstaustattung beantragt hast, dann ist sie dir zu bewilligen. Dazu solltest du genau auflisten, was du brauchst. Angefangen vom Schneebesen bis hin zur Küchenlampe. Es ist ganz klar geregelt was du brauchen darfst und was nicht.


    Du hast nichts davon, wenn du den Erstaustattungsantrag schon morgen stellst. Die Bewilligung bekommst du nicht viel schneller. Schau erst mal was du brauchst und was als Erstausstattung für dich vorgesehen ist. Das beantragst du dann. Wenn dann nicht alles bewilligt wird, widerspricht das deinem Anspruch und du kannst gegen den Bescheid widersprechen.


    Vielleicht reicht es aber auch, wenn du den Antrag abgibst und im Gespräch mit deinem Ansprechpartner klar stellst, dass du das alles wirklich brauchst, um besten sofort. Wenn es zu einem Termin kommen sollte nimm jemanden mit. Das schadet nie.


    Die Kaution muss dir auch genehmigt werden, als Darlehen. Das zahlst du denn mit zehn Prozent vom Regelsatz zurück.


    Dein Sachbearbeiter sollte das alles wissen. Wenn er das anders sieht ändert das nichts. Lass dir alles schriftlich geben, und dann schaun wir mal.

    Die Widerspruchsfrist beginnt ab Zustellung des Bescheides. Der Nachweis für die Zustellung muss vom JC gebracht werden. Und die Ablehnung schriftlich beschieden.


    Du hast jetzt schon vor Zugang des Bescheides Kenntnis von der Ablehnung und der Begründung. Also kannst du dazu Stellung nehmen, darauf verweisen, dass der Bescheid noch nicht zugestellt wurde und dass du widersprichst.


    Du hast alles ganz richtig ausgeführt: egal wie lange du schon in der Wohnung bist, du hattest vorher keine Möbel und hast noch nie Erstaustattung beantragt. Also hast du einen ganz klaren Anspruch. Und wenn du gar nichts hast ist es auch nicht zumutbar, dass du auf einen Widerspruchsbescheid wartest, zumal die Rechtslage so klar ist. Also kannst du dich auch an das Sozialgericht wenden.

    De nada. Wenn was nicht rund läuft meldest du dich wieder. Grundsätzliche Infos zu den meisten Themen findest du auch hier: http://www.hartziv.org/ .


    Nebenbei: das letzte mal, als ich mit sowas zu tun hatte, wollte der SB nicht die berufliche Situation besprechen, sondern einen EGV vereinbaren, weil ihm das seine Wiedervorlage im System sagte. Auch das ist nur mit erwerbsfähigen Leistungsberechtigten erlaubt. Er war ziemlich erstaunt, dass er das gar nicht durfte. Denn sie wissen oft nicht was sie tun...


    Ansonsten: immer cool und freundlich bleiben, lass dir nix erzählen und mach dich immer schlau ehe du was unterschreibst oder wegschickst.

    habe mich vor 2 wochen ca. arbeitslos gemeldet

    Dann hat sich dein Leistungsanspruch im September geändert. Eventuell gibt es noch Stress, wegen des Jobverslustes und wegen der verspäteten Änderungsmitteilung. Dann schaun wir mal was dir geschrieben wird und wie damit umzugehen ist. Zum Glück gibt es hier ein paar kompetentere User als mich, die werden dir dann schon beistehen.

    Du musst es wissen. Da sind Zimmer bei, die man auch für kurze Zeiträume mieten kann. Aber wenn du meinst eine Notunterkunft sei besser als das drücke ich dir die Daumen.


    Es gibt einige Stellen vor Ort, die bei dem Thema hilfreich sein können. Vermutlich kennst du diese auch und weißt, wie du Kontakt aufnimmst.

    Trage die Nebenkosten in das Blatt zur KdU ein, du musst aber auch einen Nachweis erbringen, etwa über den Mietververtrag, oder eine entsprechende Vereinbarung.


    Gilt dieser Pauschalbetrag auch für Strom? Dann darf das JC keinen Fantasiebetrag für Haushaltsenergie rausrechnen, da die KdU durch solche Pauschalvereinbarungen sowieso geringer sind als üblich.