Kein Praktikum mehr wegen Mindestlohngesetz?

  • Ich würde gern ein Orientierungspraktikum machen, da ich in meinem früheren Beruf nicht mehr arbeiten kann (z.Z. v. Jobcenter nicht anerkannt) bzw. eine Stelle zu finden aussichtslos ist (da stimmt das Jobcenter vorbehaltlos zu). Ich habe auch schon eine Firma, bei der ich das machen könnte.


    Vor drei Monaten sagte eine vertretungsweise eingesprungene JC-Mitarbeiterin, das könne ich problemlos machen, es dürfe aber nicht länger als sechs Monate gehen.


    Meine neue Vermittlerin hingegen sagt nun, Praktika könnten wegen dem Mindestlohngesetz generelll nicht mehr erlaubt werden. Möglich sei nur mehr ausschließlich, maximal vier Wochen zur Probe zu arbeiten.


    Das ist aus meiner Sicht natürlich idiotisch. In meinem (hoffentlich) künftigen Beruf zu arbeiten, ohne bisher praktische Berufserfahrung zu haben, ist bildlich gesprochen, wie auf einen fahrenden Zug aufzuspringen. Und je mehr Zeit ich dafür hätte, desto größer die Wahrscheinlichkeit, daß ich das packe. Drei Monate fände ich angemessen. Ich bin fünfzig Jahre alt und seit fast zwei Jahren auf Hartz IV.


    Ist das jetzt wirklich normal, oder einfach Blödsinn? Soweit ich weiß, ist dieses Mindestlohngesetz auf mich als "Langzeitarbeitlosen"gar nicht anwendbar.


    Ich tendiere, mangels besserer Ideen dazu, mich damit abzufinden und halt ein vierwöchiges Praktikum zu machen - die Tür wird auch nicht ewig offen stehen. Aber falls jemand eine Idee hätte, wie ich das JC dazu bringen könnte, ein längeres Praktikum zu akzeptieren (das ich vielleicht sogar so nenne dürfte), wäre ich für Anregung sehr dankbar.


    Gruß, L.