Antrag auf Befreiung von der Rundfunkbeitragspflicht - rückwirkend

  • Hallo,
    ich habe zeitnah dieser "Rundfunk-Gebühren-Eintreibungsbehörde" ;-) eine Kopie meines akt. Bescheides zugeschickt. Im Anschluss habe ich weitere Anschreiben erhalten, die ich auf meinem Schreibtisch auf den Haufen "zu erledigen" gelegt habe... und dort blieben sie auch eine ganze Weile ungeöffnet liegen. Ja, ich weiß...


    Als ich mich endlich aufraffen konnte, habe ich mich telefonisch mit der Service-Hotline in Verbindung gesetzt. Dort wurde mir mitgeteilt, dass eine Kopie meines Bescheides nicht ausreichend ist und ich einen Antrag auf Befreiung von der Rundfunkbeitragspflicht stellen muß. Dies habe ich inzwischen online getan und eine Kopie/Ausdruck der Anträge inkl. aller vom Jobcenter ausgestellten Original-Belege über den gesamten Zeitraum per Post an die o.g. Behörde geschickt.


    Die Reaktion: Ich habe eine Rechnung/Mahnung in einer nicht unbeträchlichen Höhe erhalten, mit Androhung von Vollstreckungsmaßnahmen und daraus entstehenden Folgekosten, wenn ich nicht innerhalb von 3 Werktagen (Eingang des Schreibens per Post) die Gesamtrückstände zahle bzw. wurde mir angeboten, telefonisch eine Ratenzahlung vereinbaren zu können.


    Gegen diese Forderung habe ich schiftlich (per Mail mit Eingangsbestätigung) Widerspruch eingelegt und an den Folgetagen vergeblich versucht die Service-Hotline telefonisch zu erreichen. Inzwischen habe ich eine erneute Mail verschickt, mit Bitte um Rückruf zur Klärung des Sachverhaltes, da die Service-Hotline derzeit überlastet ist... Eine Kopie der Rechnung/Anträge auf Befreiung und des Widerspruches liegt der Leistungsabteilung des Jobcenters vor!


    Meine Fragen:
    - Gilt der Antrag auf Befreiung von der Rundfunkbeitragspflicht erst ab dem Ausstellungsdatum des nachträglich gestellten Antrages oder ist dieser auch rückwirkend gültig?
    - Ist ein ALG II-Empfänger verpflichtet, trotz Nachreichung sämtlicher Original-Belege vom JC, diese Forderung zu zahlen?
    - Ist ein Widerspruch per Mail mit Eingangsbestätigung durch den Service-Rundfunkbeiträge rechtsverbindlich / ausreichend?


    Über hilfreiche Tipps, wie ich aus der "Nummer wieder glimpflich heraus komme" wäre ich sehr dankbar!
    Gruß, Herz 3

  • Hallo,
    niemand im Forum unterwegs, der mir zeitnah hilfreiche Antworten bzw. Tipps zur Vorgehensweise auf meine Fragen zu u.g. Thema geben kann? Als derzeit ALG II-Empfänger bin ich doch generell von der Beitragspflicht befreit, wenn ich dies per Original-Beleg vom JC nachweisen kann (auch bei verspäteter Einreichung) oder?


    Gruß, Herz 3

  • Hallo,


    Zu Frage 1.:


    Der Antrag muss innerhalb von 2 Monaten nach Ausstellung des Bewilligungsbescheides beim Beitragsservice eingegangen sein, um ab Beginn des Bewilligungszeitraumes von der Beitragszahlung zu befreien.


    Zu Frage 2.:


    siehe Frage 1.


    Zu 3.:


    Eine Email reicht nicht aus.


    wevell

  • Hallo wevell, danke für die Antwort.


    mhhhhm.... und wie komme ich halbwegs glimpflich davon, da ich als derzeit ALG II-Empfänger über keinerlei finanzielle Reserven verfüge? Was kann ich jetzt noch tun und wie lege ich rechtswirksam Widerspruch ein?


    Gruß, Herz 3

  • Hallo,


    wenn möglich, Ratenzahlung anbieten. Widerspruch schriftlich nachweisbar einreichen ( Einschreiben )


    wevell