Jobcenter will mich zwingen, in einer Behindertenwerkstatt zu arbeiten

  • Hallo,


    ich habe eine Behinderung unter 50% und bin einem schwerbehinderten Menschen gleichgestellt. Bevor ich einen Antrag dafür bei den zuständigen Stellen stellte, hatte ich große Bedenken wegen eventueller Nachteile bei meiner Jobsuche.Meine Fallmanagerin aber versicherte mir, ich sei dadurch bei einem zukünftigen Arbeitgeber geschützter und sie hätte viel mehr Möglichkeiten, mich bei meiner Suche nach einem geeigneten Arbeitsplatz zu unterstützen. Ich vertraute ihr und stellte also die entsprechenden Anträge.


    Nun sind 1 1/2 Jahre ins Land gegangen, ich habe mehrere Praktika absolviert und nichts führte zu einer bezahlten Stelle. Also vermittelte sie mich in eine Fördermaßnahme für Menschen mit Handycap. Diese Maßnahme beinhaltete ein gezieltes Bewerbungstraining und eine Schulung darüber, wie ich mit meiner Beeinträchtigung mich am Arbeitsplatz verhalten kann, ohne dass es zu Nachteilen für mich führt. Bis dahin war noch alles in bester Ordnung.
    Zu dieser Maßnahme gehörten auch mindestens 2 Praktika in Betrieben. Bei der Auswahl wurde mit mir abgesprochen, was ich mir vorstellen kann, und was nicht. Außerdem sollte auf das ärztliche Gutachten , das eine Aussage über die Höchstarbeitszeit macht, Rücksicht genommen werden. Das wurde schriftlich festgehalten. Letztendlich wurde mir ein Praktikum vermittelt, das meinen menschlichen Fähigkeiten weitestgehend entsprach, aber nicht meiner beruflichen Qualifikation. Ich habe dieses Praktikum mit Erfolg absolviert, bekam aber gesundheitliche Probleme (schlafstörungen) durch den Schaukeldienst und konnte nicht abschalten. Bei einer Anstellung hätte ich das Gehalt mit Hartz4 aufstocken müssen.
    also habe ich meinem Praktikumsbetreuer mitgeteilt, dass ich aus den besagten Gründen es nicht durchhalten würde, diese Tätigkeit für einen längeren Zeitraum zu machen. Ich bat um ein weiteres Praktikum in meinem gelernten Beruf.
    Darauf wurde zunächst eingegangen und ich erhielt eine Verlängerung der Maßnahme durch meine Sachbearbeiterin.
    Nach 3 weiteren Monaten endlich wurden 2 Praktikumsmöglichkeiten in meinem Beruf gefunden, wobei nur bei einem Angebot die Möglichkeit einer Anstellung besteht.


    NUn aber behauptet meine Sachbearbeiterin, sie könne es sich nicht vorstellen, dass ich dieses Praktikum durchstehen würde, und ich solle dafür in einer Behinderteneinrichtung als Hilfskraft arbeiten.


    Meine Frage nun: darf sie mich dazu zwingen? Wie kann ich mich dagegen wehren?