Kosten für Zahnersatz

  • Hallo,


    ich habe ein Problem, das mich sehr belastet. Es geht um Zahnersatz. Ich benötige zwei Brücken aus einem Material speziell für Allergiker und Asthmatiker. Mein Zahnarzt klärte mich darüber auf, dass die Krankenkasse nur die Kosten für die preiswerteste Variante übernimmt, die aus Silber besteht. Er sagt, wenn er mir die aus Silber einsetzen würde, würde ich nur noch kränker werden.


    Was kann ich tun?


    Über einen Rat bin ich dankbar.
    Gruß,
    Sommersprossen

  • Hallo,


    stell einen Antrag bei der KK auf eine Härtefallreglung mit entsprechender Bestätigung des Zahnarztes. Erst wenn die KK das ablehnt, solltest Du einen erneuten Antrag bei dem Jobcenter stellen.


    Gruß!

  • Hallo,
    hatte gestern einen Termin beim Zahnarzt. Leider will er mir keine schriftliche Begründung geben, da aus seiner Erfahrung bei Beantragung eines Härtefalls seitens der Krankenkasse mir noch weniger Geld zugesprochen wird als wenn ich den Kostenvoranschlag ohne Härtefallantrag stellen würde.


    Außerdem behauptet er, wenn ich mich an das Jobcenter wenden würde, würde ich auf jeden Fall eine Absage bekommen.


    Wie ist da eure Erfahrung?


    Gruß,
    Sommersprossen

  • Hallo,


    Zitat

    Leider will er mir keine schriftliche Begründung geben, da aus seiner Erfahrung bei Beantragung eines Härtefalls seitens der Krankenkasse mir noch weniger Geld zugesprochen wird als wenn ich den Kostenvoranschlag ohne Härtefallantrag stellen würde.


    Wechsele den Zahnarzt, bevor ich aus Mitleid mit dem jetzigen anfange, zu heulen :-(


    Ein Härtefallantrag bei der KK hat absolut nichts mit dem Honorar des ach so armen Arztes zu tun - er bekommt das gleiche Honorar wie bei einem normalen Fall. Mir kommt es irgendwie eher so vor, daß er Dir eine teure Lösung für das Zahnproblem verkaufen will und weiß, daß er gegenüber den Experten der Krankenkasse keine Chance mit seiner Begründung hat. Insofern mein Rat: hol Dir eine Meinung eines anderen Zahnarztes ein.


    Zitat

    Außerdem behauptet er, wenn ich mich an das Jobcenter wenden würde, würde ich auf jeden Fall eine Absage bekommen.


    Blödsinn.


    Gruß!

  • Hallo Hoppel,
    danke für deine Antwort. Ich fand seine Argumentation schon irgendwie komisch, obwohl aus dem Kostenvoranschlag hervorgeht, daß das Honorar etwa ein Drittel des Gesamtbetrags ausmacht.


    Wenn ich nun einen anderen Zahnarzt aufsuche,geht dann die ganze Prozedur von vorne los? (Abdrücke machen lassen, Modelle erstellen lassen, die extra kosten, usw.)
    Ich laufe nun schon fast 2 Jahre (so lange bin ich deswegen schon bei diesem Arzt in Behandlung) mit den Lücken herum, und will daher möglichst schnell wieder normal kauen können.


    Gruß,
    Sommersprossen

  • Irgendwas stinkt hier :D


    Wenn er der Meinung ist, dass er Dir eine spezielle Brücke für Allergiker einbauen kann, warum kann er das dann nicht attestieren? Ich denke auch, dass er hier versucht, Geld aus der Tasche zu ziehen.


    Ob neue Abdürcke und Modelle gemacht werden müssen, ist auch so eine Sache für sich. Die Abdrücke, die von Dir gemacht wurden, sind ja schon von der Krankenkasse bezahlt, möglicherweise kann ein Zahnarzt-Kollege die auch verwenden.


    Oder andere Schiene fahren: erkundige Dich bei der Krankenkasse und erzähl denen, was Dir der Zahndok gesagt hat. Auf deren Antwort bin ich gespannt. Bei mir wollten die auch Ähnliches machen, da haben die aber gesagt, dass die "Billigmethode" Gold wäre und ich Einiges draufzahlen muss, um vernünftigen Zahnersatz zu erhalten :-P

  • Hallo Pikary,
    danke für deinen Tip.
    Ich denke, ich werde noch nichts unterschreiben und erst einmal mit dem Kostenvoranschlag zur Krankenkasse gehen und erzählen, was mir der Arzt sagte.
    Die Hauptkosten würden übrigens das Material ausmachen, Zirkonoxid, es ist metallfrei und gesundheitlich unbedenklich.


    Gruß,
    Sommersprossen

  • Hallo,


    ich war heute bei meiner Krankenkasse und habe den Fall geschildert.
    Mir wurde folgendes mitgeteilt:


    1. das zahnärztliche Honorar ist angemessen und nicht zu hoch.


    2. die hohen Kosten entstehen durch das Material, das zur Verblendung der bestehenden benachbarten Zähne verwendet werden soll.


    3. mir wurde ein Härtefall bescheinigt und deswegen ein doppelter Festzuschuß für die Regelleistung zugesagt. Das bedeutet, dass die Krankenkasse knapp die Hälfte der Gesamtkosten übernimmt.


    4. neben der Verwendung von Silber gibt es noch andere Materialien, die eine Regelleistung gewährleistet. Darüber müsse mich der Zahnarzt aufklären. Zirkonoxid gehört aber nicht dazu.


    5. ich bin berechtigt, eine Zweitmeinung einzuholen. Dazu gab sie mir eine Adresse, die Ärzte vermittelt, die als Gutachter mit meiner Krankenkasse zusammenarbeiten.


    mein Fazit:


    Ich wurde von der Sachbearbeiterin der Krankenkasse sehr gut beraten. Und ich bin erleichtert über den Betrag, der mir seitens der Kasse zugesprochen wird. Das habe ich auch schriftlich.


    Ich denke aber, dass ich keine Zweitmeinung einholen werde, denn mir ist es wichtig, dass ich das Material vertrage, und Metall kommt nicht infrage. Der zweite Grund ist, dass ich seit über 25 Jahren Patientin bei diesem Zahnarzt bin und alles, was er mir bislang eingesetzt hat, bis heute noch vollkommen in Ordnung ist. Ich denke daher nicht, dass er mich übers Ohr hauen will. Und ich will auch weiterhin Patientin bei ihm bleiben.


    Danke noch mal an alle, die mir mit ihrem Rat zur Seite standen. ich hoffe, ich verärgere euch nicht, wenn ich zu einer anderen Lösung gekommen bin.


    Gruß,
    Sommersprossen