kontoauszüge einreichen von Kontoeröffnung an

  • Hallo,


    habe beim Erstantrag ALG2 jetzt eine Aufforderung erhalten, dass ich die Kontoauszüge meines Sohnes (3 Jahre) alle Kontoauszüge von Kontoeröffnung an einreichen soll. Ist das rechtens?
    Ich habe den Antrag zum 01.07.2011 gestellt, und war seit dem mein Sohn geboren ist Wohngeldempfäner. Nun wurde beim Wohngeld der Heizkostenzuschuss usw. gestrichen, und ich würde mit ALG2 zum Lohn besser bei weg kommen. So um die 120Euro mehr monatlich, als beim Wohngeld.
    Die Sachbearbeiterin will die Kontoauszüge, weil ich meinem Bruder Geld von meinem Sohn geliehen habe und er es monatlich zurück gezahlt hat. Die letzte Rate war im April und nun geht auch kein Geld mehr auf sein Konto, dass konnte Sie auch auf den Kontoauszügen ab Mai sehen. Muss ich ihr dazu wirklich Auskunft geben, obwohl das vor der Antragstellung alles schon erledigt war?

  • Will die SB die Kontoauszüge der letzten drei Jahre sehen oder ist dein Sohn drei Jahre alt? Das geht aus deiner Fragestellung irgendwie nicht hervor.

  • Hallo Stefanie,


    ich denke, dass ist hier verständlich, dass das Amt hier die Kontoauszüge sehen will, wenn ein Dreijähriger so viel Geld zur Verfügung hat, dass er es verleihen kann aber die Mutter auf Sozialleistungen angewiesen ist.


    LG


    Tinchen

  • Hallo,


    ich könnte es verstehen, wenn es sich um jetziges handeln würde, aber es ist alles vor 4 Monaten abbezahlt worden. Außerdem handelt es sich nicht um hohe Beträge. Mein Bruder macht gerade seine Ausbildung in einer Behinderten Werkstatt und bekommt nicht viel Geld, er ist auf Sozialhilfe zusätzlich angewiesen, weil er auf den ersten Arbeitsmarkt nicht vermittelbar ist. Da er ein neues Handy wollte, haben wir ihm 100 Euro geliehen und er zahlte im Monat 20 zurück. aber wie gesagt, dass war alles bevor ich ALG2 beantragt habe. Ich könnte verstehen wenn Sie Kontoauszüge zu diesem Thema sehen wollte, sprich die letzten 9 Monate... Aber warum noch von davor??? Und ans Telefon bekommt man die SB auch nicht, man wird in der Vermittlung abgewiesen, mit dem Satz: "Schicken sie das was ihre SB haben will".
    Freundlichkeit in Person!

  • Hallo Stefanie,


    eine gesetzliche Regelung zum Zeitraum über die Vorlage der Kontoauszüge gibt es nicht. Üblich sind jedoch 3 Monate. Sofern die 3 Monate dem Sachbearbeiter nicht ausreichen, um die Hilfebedürftigkeit zu überprüfen, kann er durchaus die kontoauszüge über einen längeren Zeitraum verlangen.


    Ich denke, hier liegt der Knackpunkt darin, dass vom Konto deines dreijährigen Sohnes Darlehen vergeben werden konnten. Grundsätzlich sind dem Amt aber die Ausgaben egal, hier geht es vielmehr um die Einnahmen, die auf dem Konto zu verzeichnen sind.


    Je nachdem, was auf den Kontoauszügen alles zu sehen ist, kannst du bestimmte Teile auch schwärzen, siehe auch Urteil des BSG B 14 AS 45/07 R.


    LG


    Tinchen

  • Hallo,


    Zitat

    Und ans Telefon bekommt man die SB auch nicht,


    Ein SB hat im durchschnitt knapp 100 Fälle, die er betreuen muß. Hinzu kommen Vertretungsfälle, Schriftverkehr, An- und Nachfragen und und und. Nun stell Dir mal vor, jeder könnte diesen SB anrufen - ich glaube nicht, daß Du glücklich wärst, wenn Du bei ihm sitzt, Dich beraten lassen willst und alle 30 Sekunden das Telefon klingelt.


    Einfach mal nachdenken... ;-)


    Gruß!

  • Nabend,


    meines Wissens kann man aber durchaus einen Rückruf verlangen (wozu laut Arge der SB 2 Tage Zeit hat). Erfolgt dies nicht, kann man Beschwerde einreichen.


    Mfg
    WhiteShark