kind ortsabwesenheit

  • Hallo alle miteinander!
    Ich bin 19 Jahre alt, habe letzten sommer mein abitur gemacht und danach 4 monate praktikum. Meine Mutter muss jetzt Hartz4 beantragen, deshalb war ich heute mit ihr im Jobcenter.
    Irgendwie werde ich da jetzt voll mit reingezogen weil ich gerade auch arbeitslos bin weil ich eben erst ab Juni oder Oktober studieren werde und muss auch so bewerbertraining mitmachen.. das stört mich noch nicht mal so sehr aber was mich stört ist, dass ich laut denen meinen Wohnort während der Woche gar nicht verlassen darf (außer für Vorstellungsgespräche) weil ich immer verfügbar sein muss, falls sich irgendwelche Termine ergeben. Was sollen das für Termine sein?
    Das ist für mich einfach unverständlich, da ich ja nicht arbeitssuchend bin sondern einen Studienplatz suche! Außerdem habe ich ja einen Nebenjob als Promoterin, aber ich darf laut denen ja meinen Wohnort nicht verlassen und das muss ich dazu eben!!!!!! Wie wiedersprüchlich ist das denn für ein Jobcenter? Ich habe einen Job aber darf ihm nicht nachgehen???? Oder was wäre wenn ich jetzt doch einen Job in meinem Wohnort finden würde? Wäre ich dann "aus dem Schneider"? Dann wäre aber wahrscheinlich meiner Mutter ihr Geld gekürzt und ich müsste ihr Miete zahlen sozusagen oder versteh ich das richtig??
    Ich hoffe sehr, dass mir jemand weiterhelfen kann, und belegen dass das mit dem Wohnort verlassen nur Schwachsinn ist!
    Vielen Dank schonmal!

  • Hallo,


    Zitat

    Wie wiedersprüchlich ist das denn für ein Jobcenter?


    Eigentlich ist das gar nicht widersprüchlich. Du bzw. Deine Mutter beziehen Leistungen und dafür kann (durchaus zu Recht) die ständige Verfügbarkeit vor Ort von Euch erwartet werden. Das Argument mit Deinem "Nebenjob" (ein Nebenjob kann man nur bei einem Hauptjob haben...) zieht dabei nicht, denn scheinbar reicht dieser Job nicht aus, den Lebensunterhalt für Euch zu sichern - sonst hättet Ihr ja keinen Antrag auf ALG II gestellt. Die Verfügbarkeit vor Ort ist also durchaus berechtigt, denn nur dadurch kann die ARGE Dich an einen Vollzeitjob vermitteln.


    Zitat

    wäre aber wahrscheinlich meiner Mutter ihr Geld gekürzt und ich müsste ihr Miete zahlen sozusagen oder versteh ich das richtig??


    Du verstehst das richtig.


    Zitat

    belegen dass das mit dem Wohnort verlassen nur Schwachsinn ist!


    Naja, Schwachsinn ist das nun nicht gerade. Du beziehst (und forderst mit dem Antrag) Leistungen für Deinen Lebensunterhalt, bist aber gleichzeitig offensichtlich nicht bereit, auch eine Gegenleistung für die vom Steuerzahler finanzierten Leistungen zu erbringen. Da drängst sich mir das Wort "Anspruchsdenken" auf...


    Gruß!