Ehefrau möchte aus Bedarfsgemeinschaft raus

  • Hallo


    Es geht um folgendes


    Meine Frau ist Seelisch absolut am Ende wegen der ständigen gangeleien vom Job enter, und wir möchten nun das sie aus unser Bedarfsgemeinschaft heraus kommt.


    Wir wissen das dieses wenn es den geht bedeutet das wir weniger Geld haben, aber das nehmen wir alles im Kauf.


    Kurz zur Situation

    Ehefrau Teilzeit Job ca 850 netto

    Ehemann leider keine Einkünfte

    Kind 9 Jahre


    Natürlich ist uns bewusst das wir dann auf vieles verzichten müssen, aber meine Frau ist Seelisch wirklich am Ende.

    Wir haben schon gegen vieles was das Amt mit uns macht geklagt, aber nun sind ihre Nerven so angeschlagen das wir das Stoppen müssen.


    Wir hoffen auf Tips von euch

  • Warum ist sie das angesichts dessen, dass es derzeit keine Sanktionen gibt?


    Ein Verzicht führt dazu, dass wahrscheinlich ihr gesamtes Einkommen nur bei dir und dem Kind angerechnet wird, das ALG2 wird extrem wenig, das werdet ihr wahrscheinlich nicht stemmen können.


    Was für Gängeleien gibt es denn konkret? Vielleicht muss sie einfach nur mit einer anderen Einstellung ran. Quasi "mitspielen". Dass z. B. Bewerbungen gefordert werden, ist doch erstmal nicht schlimm. Sich zu bewerben heißt doch noch lange nicht, dass man auch genommen wird. Außerdem: wenn sie mehr verdienen könnte, wäre es doch tatsächlich besser für euch?

  • Wenn es nur das wäre mit den Bewerbungen.


    Sie wird ständig eingeladen, und der Mitarbeiter vom Amt übt massiv Druck auf sie aus.

    Schon alles probiert den Sachbearbeiter zu wechseln.... keine Chance.


    Meine Frau Leidet, und das ist nicht schön. Das macht sie Seelisch kaputt.


    Sie will nicht mehr.


    Mit wieviel weniger müssten wir den rechnen, ihr verdienst sind 850 Euro Brutto.


    Ihr ganzes Einkommen können Sie ja nicht uns anrechnen, Ihr muss ja was bleiben


    Und es ist ja nun wirklich nicht so, daß ich mich nicht bemühe wieder in Arbeit zu kommen, aber es ist gerade echt schwer.

  • Was ist "ständig"? Welcher Art ist der Druck? Vielleicht setzt sie sich selbst unter Druck? Nochmal: derzeit gibt es weder Sanktionen (außer für Meldeversäumnisse) noch sonst irgendwas. Das Amt hat überhaupt keine Handhabe, Druck auszuüben!


    Ihr ganzes Einkommen können Sie ja nicht uns anrechnen, Ihr muss ja was bleiben


    Ich fürchte nein. § 9 Absatz 2 Satz 1 SGB II - Hilfsbedürftigkeit bestimmt, dass das Einkommen von Partnern anzurechnen ist. Satz 3 SGB II bestimmt, dass in einer BG jeder im Verhältnis seines Individualbedarfs zum Gesamtbedarf hilfebedürftig ist. Durch einen Verzicht erklärt sie aber, gar nicht bedürftig zu sein, so dass, das Einkommen nur auf die anzurechnen ist, die tatsächlich einen Bedarf haben.


    Und es ist ja nun wirklich nicht so, daß ich mich nicht bemühe wieder in Arbeit zu kommen, aber es ist gerade echt schwer.


    Also hier wird händeringend überall gesucht. Insbesondere auch in Anlernberufen wie Verkauf oder Gastronomie. Überall hängen Zettel an den Türen oder Fenstern.

  • Ja wenn ich wie du und viele andere wäre, ist das Arbeit finden kein PROBLEM.


    Aber ich habe Gesundheitliche Probleme die es nicht möglich machen das ich so schnell etwas finde wie Gesunde Menschen, sei dir aber sicher das ich mich bemühe, jeden Tag aufs Neue.


    Das würde heißen das ihre 850 Euro netto uns dazu gerechnet werden?


    Ganz sicher, es ist ja Ihr verdienst, sie verzichtet ja nur auf Leistungen vom Amt.


    Durch den Verzicht heißt das ja nicht das das Amt ihren völligen Lohn streichen kann, sondern das das Amt einen Teil anrechnen bei uns und ihre Leistungen vom Amt streicht.