Umzug abgelehnt - Obdachlosigkeit droht

  • Hallo, ich suche einmal euren Rat.


    Bevor ich anfange möchte ich einmal sagen, dass ich weiß dass meine Situation selbst verschuldet ist, ich bin mir dessen bewusst. Ich hoffe dennoch dass mir geholfen werden kann ohne mich komplett zu verurteilen.


    Ich wohne momentan alleine auf 65qm in 3 Zimmer mit einer Miete von ca ~600€warm.

    Ursprünglich habe ich hier mit meiner Tochter gewohnt, da ich aber stark depressive Episoden habe, haben wir uns mit dem Jugendamt darauf geeinigt dass sie zu ihrem Vater zieht. Ich bin also alleine jetzt in einer Wohnung die schon für 2 Personen recht groß war.


    Zur kurzen Erklärung: Da auch nach 6 Monaten Jobcoaching und unzähligen Bewerbungen ich keine Arbeit gefunden habe, wurde mir von dem Coach ans Herz gelegt eine Umschulung zu beantragen, bestenfalls auch in einer anderen Stadt da es hier nur weiterhin zu einer Verstärkung meiner Depression kommt.


    Gesagt - getan, Platz für eine Umschulung bekommen, nach einer preislich in der Grenze liegenden Wohnung gesucht und beide Anträge eingereicht.


    An dieser Stelle muss ich einwerfen dass es mit meiner jetztigen Wohnung leider ein Problem gibt, und zwar ein selbst geschaffenes.

    Ich bin furchtbar in Verzug. Ich habe weil es über den Winter mir so furchtbar ging, keinen Antrag zur Übernahme der Nebenkostenabrechnung eingereicht und auch über die Mieterhöhung das Jobcenter nicht informiert. Ich bin mir erneut bewusst dass dieses Verhalten selbstverschuldet ist und nicht gut.

    Durch die dadurch angesammelten Rückstände wurde mir also zum 7.7.2021 jetzt die Wohnung fristlos gekündigt.


    Der Umzug in die andere Wohnung wurde abgelehnt. Zu weit weg, Empfehlungsschreiben vom Arzt ist nur eine Empfehlung und keine Notwendigkeit. Und die fristlose Kündigung kein Grund, da diese Selbstverschuldet ist.


    Jetzt sitze ich verzweifelt hier.
    Ich habe gelesen dass man mir den Umzug nicht verbieten darf aber welche Konsequenzen hätte es für mich, dort jetzt einzuziehen?

    Ich nehme an dass ich weil es das Nachbarbundesland ist, ich einen Neuantrag stellen muss.. kann der abgelehnt werden?

    Wird die Miete (die weniger als die jetztige ist und im Rahmen liegt) dann dort übernommen?

    Gibt es irgendeine Chance trotz Selbstverschulden daran noch irgendwas zu ändern oder es etwas gibt, dass ich tun kann?


    Ich bin unfassbar hilflos und kurz vorm Zusammenbruch, daher würde ich mich über hilfe sehr freuen, danke

  • Da ein neues Jobcenter zuständig ist, sollte es, wenn die neue Miete angemessen ist, keine Probleme geben. Für ALG 2 musst du einen neuen Antrag stellen. Einzig Umzugskosten und Kaution wird es wohl wegen der Ablehnung nicht geben.