Anspruch Wohngeld

  • Hallo, ich kenne eine von Altersarmut betroffene Rentnerin, die zur MIete wohnt und nur 650 Euro Rente bezieht. Sie besitzt kein Barvermögen, wohnt zur Miete und hat von ihrer Mutter landwirtschaftliche Flächen (Wert und Bezeichnung notariell beurkundet) im Wert von knapp 20.000 Euro geerbt. Ich hatte ihr geraten, Wohngeld zu beantragen, sie hatte das Land sowie einen Minijob angegeben und 100 Euro Wohngeld bewilligt bekommen. Jetzt wurde eines der Länderein zu Bauland im Wert von 100.000 Euro. Kann es irgendwie ermöglicht werden, dass sie das WOhngeld weiter bekommt wenn sie das Geld zB an ihre Kinder verschenkt? Der Antrag läuft 3 Monate und der Verkauf könnte bald abgewickelt werden Was könnte sie tun? Oder würde ihr Anspruch dann nach 3 Monaten unwiderruflich enden? Danke für Hilfe!

  • Ich wage zu bezweifeln, dass die Wohngeldstelle einfach so weiter Wohngeld zahlt, wenn sie sich mutwillig bedürftig macht.


    Was spricht dagegen, daß Land zu veräußern und den Erlös für die Miete einzusetzen? Warum soll die Allgemeinheit weiter zahlen, obwohl sie es nicht nötig hat?

  • Sie hatte die Idee, eine Eigentumswohnung zu suchen, aber da findet sie ja so schnell nichts- bzw weiss man es nicht- und wenn sie davon noch lange MIete zahlt wird es dafür wiederum nicht reichen. Naja, ich glaube da gibt es andere "Schmarotzer" als eine knapp 70-jährige Retnerin, die noch arbeiten muss um überhaupt überleben zu können...und als einzige "Stütze" zu ihren 650 Rente seit 3 Monaten 100 Euro Wohngeld bezieht....sonst noch nie Unterstützung vom Staat hatte...und ihr Leben lang hart gearbeitet hat, aber in der 30-jährigen Selbstständigkeit nicht genug Rente ansammeln konnte...mir tut sie leid.


    Deshalb dachte ich, man könnte es vielleicht so machen, dass sie es den KIndern schenkt und die, wenn es dann eine geeignete Wohnung zum Kauf gibt, diese für sie kaufen. Und sie so lange eben weiter in der Mietswohnung mit UNterstützung wohnen bleiben könnte...

  • Es sind 60.000 Euro geschützt beim Wohngeld. Davon kann sie sich dann gern eine Eigentumswohnung kaufen und von ihrer Rente + 40.000 Euro gut leben. Bei allem Verständnis, aber der Steuerzahler ist nicht die Melkkuh für alles und jedes. Mit so einem Vermögen kann sie gut leben. Es geht auch nicht um Mitleid. Es geht darum, dass Sozialleistungen für Bedürftige sind und nicht für Menschen mit hohem Vermögen.

  • Überleg evtl. einmal, das 100 Euro Wohngeld nur 1200 Euro im Jahr sind.


    Die Rentnerin in Deinem Beispiel wird gemessen an den 100.000 Euro den Verlust des Wohngeldes finanziell also praktisch nicht spüren.


    Wenn sie z.B. ein halbes Jahr für den Kauf einer Eigentumswohnung bräuchte, wäre der finanzielle Unterschied von 600 Euro gemessen am finanziellen Gesamtvolumen der Aktion nicht Wesentlich.