Kosten der Unterkunft bei Bedarfsgemeinschaft - ALG II und Sozialhilfe

  • Hallo an alle zusammen,


    Es geht um folgende Sache:

    Ich war gezwungen, aufgrund der Corona-Pandemie im April 20, Grundsicherung für meine Partnerin und mich zu beantragen. Beide sind wir selbstständig.

    5 Monate haben wir die volle Miete und jeweils unsere EUR 389 Regelsatz bekommen. Ab dem 6. und damit letzten Monat des Bewilligungszeitraums hatte nur noch ich selbst den Regelsatz bekommen, aber noch die Zahlung für die ganze Miete!

    Meine Partnerin hatte für den letzten Monat deshalb kein Regelsatz mehr erhalten, weil sie ab da ins Rentenalter gefallen ist (über 65).


    Nun mußte ich Corona-bedingt letzten Monat (März 21) erneut Hartz beantragen und habe da erwartungsgemäß nur meinen Regelsatz von inzw. EUR 401 bewilligt bekommen, jedoch diesmal nur die Zahlung für die halbe Miete!

    Dazu sei gesagt, dass meine Partnerin zwar wieder etwas an Aufträgen zu bearbeiten hat, jedoch diese gerade zur Betriebskostendeckung langen. Dies wurde im Übrigen auch so bei der Antragsstellung (Formular KAS) angegeben.


    Jetzt stellt sich natürlich die Frage, ob das so richtig ist mit dieser jetzt nur halben Mietezahlung?


    Vielen Dank für Eure Mühe im Vorraus,


    Andre11


    Titel Korrektur

  • Das ist vollkommen korrekt. Wenn deine Partnerin nicht genug Renteneinkommen/Erwerbseinkommen hat, muss sie Sozialhilfe/Grundsicherung nach dem SGB XII beantragen.

  • ...das heißt also im Umkehrschluss:

    Wir haben bei unserem Grundsicherungszeitraum in 2020 Glück gehabt, dass wir für den 6. Monat die volle Miete gezahlt bekommen haben!?

  • Wahrscheinlich. Hat sie denn die reguläre Altersgrenze von 65 + x Monaten in dem Monat erreicht und hat sie einen Rentenanspruch?


    Aber egal wie: mit Erreichen der Altersgrenze ist erstmal das SGB XII zuständig, was natürlich Regelsatz und Mietanteil betrifft. Sie wohnt ja nicht plötzlich kostenlos.

  • Zu Deinen Zwischenfragen: Sie hat bereits im Leistungsbezug 2020, ab dem besagten letzten (6.) Monat die Altersgrenze von 65 + X erreicht und einen Rentenanspruch hat sie nicht - sie war immer selbstständig!


    Den SGB XII zu beantragen ist trotz Corona-Pandemie defacto nicht erleichtert worden.

    Er wurde zwar von meiner Partnerin gestellt, aber wieder zurückgezogen, da die Sache uns als uneindeutig und letztlich "zu gefährlich" erschien, denn wir haben ein kleines renovierungsbedürftiges Häuschen auf dem Lande, welches gleichsam unsere Alterssicherung darstellt und wo wir auch hinziehen müssen, wenn wir nicht mehr arbeiten können...