Umzug - Kosten der Unterkunft und Fragen

  • Hallo,

    Ihr seid das erste Forum wo ich meine Situation überhaupt beschreibe. Hoffentlich habt ihr ein paar Tipps.


    Ich bin Lucas, 28 Jahre alt und komme aus *****. Bis jetzt habe ich immer so im Leben rumgehangen und eigentlich war mir nur Zocken und faul sein wichtig. Ich habe eine abgeschlossene Lehre als Kaufmann im Groß- und Außenhandel, allerdings war der Abschluss nicht so gut und ich habe auch das Gefühl, dass ich während der Ausbildung nicht wirklich was gelernt habe. Das lag mit daran, dass ich 2 Betriebe während der Ausbildung besucht habe (der erste Betrieb war im 2ten Lehrjahr unseriös und ging pleite). Der zweite hat mich nicht übernommen und dann ging das ganze los. Arbeitslosigkeit, Auszug aus dem Elternhaus mit 25, mehrere Jobs über Zeitarbeit und nie ein fester Weg. Als ich damals in die jetzige Wohnung gezogen bin musste es schnell gehen, weil ich damals Stress mit meinen Eltern hatte. In dieser Wohnung bin ich jetzt seit über 3 Jahren. Diese Wohnung hat schimmel im Bad (schon von Anfang an und ist schlecht vom Vermieter renoviert.) Ich selber habe da auch nie etwas dran geändert.


    Das hat mich alles nur geringfügig gestört, da ich durch meinen letzten Job n 4000 Euro PC selber zusammen gebaut habe und eh nur Zocken wollte. Seit Februar bin ich nun arbeitslos und der erste Sinneswandel fing an im Mai. Mittlerweile wog ich schon 127 Kilo und ich fing an mit Sport und Ernährung. Jetzt wiege ich 100 Kilo auf 1,90 Meter Größe und am 24.11 dann von der einen auf die andere Sekunde erlebte ich einen völligen Zusammensturz.


    Mit völligem Zusammensturz meinte ich:

    - Telefonate mit meiner Mutter wobei ich in Tränen ausgebrochen bin

    - Schlaflose Nächte

    - Starke Selbstzweifel

    - Gedanken darüber, dass ich jetzt 28 bin und NICHTS hinbekommen habe

    - Andere arbeiten jetzt schon über 10 Jahre und ich hatte nie etwas festes

    - Ein Gefühl der völligen wertlosigkeit, weil ich beruflich so versagt habe


    Dabei ist mir eins klar geworden. Meine Familie ist mir enorm wichtig und ich möchte wieder in Richtung alte Heimat ziehen. Ich möchte auch nochmal eine 2te Ausbildung starten, allerdings ist es fraglich, ob mich mit 27 noch jemand nimmt und ob das alles nicht zu spät ist für 2021 (Bewerbungen für Ausbildungen bei großen Betrieben laufen ja eher im November). Ich bewerbe mich zur Zeit für noch offene Stellen im Umkreis meiner alten Heimat.


    Jetzt habe ich so viele Fragen. Die alte Heimat ist ländlich gelegen und dort sind Wohnungen nunmal teurer und vorallem viel größer. 40 QM Größe gibt es da kaum. Da sind eher 70-80 qm üblich.


    Sollte ich eine Ausbildung in meinem Wunschberuf finden was habe ich da für Möglichkeiten bei einer Wohnung? Gibt es da Unterstützung?


    Könnte ich auch so einen Umzug in die Gegend rechtfertigen wegen dem Schimmel? Wäre da eine größere Wohnung die auch teurer ist durchsetzbar?


    Nötigenfalls würde ich sogar in die Altenpflege gehen wollen. Ich habe einfach festgestellt, dass ich arbeiten will. Ich fühle mich einfach nutzlos und gefangen in meiner jetzigen Wohnung/Situation. In der Altenpflege habe ich schonmal gearbeitet und man bekommt da immer eine Ausbildung/Job.


    Ich habe das Gefühl ********


    Ich weiss, dass das hier alles etwas viel ist, aber vllt. habt ihr ja Tipps.


    Titel-Korrektur und bitte auf die Ausdrucksweise achten

    Es fehlt die Information, ob zur Zeit ALG II.

  • Dein Schimmel ist ein mietrechtliches Problem, das heißt, das musst du mit deinem Vermieter klären.


    Ob es für eine Zweitausbildung aufstockend ALG2 gibt, kann man derzeit nicht beantworten. Das hängt davon ab, ob die dem Grunde nach mit BAB oder BAföG förderfähig ist, ob du was verdienst und wenn, wieviel usw.


    70 bis 80qm sind im Übrigen jenseits von gut und böse. Auch im ländlichen Raum gibt es durchaus kleine Wohnungen. Wenn man wenig Geld hat, muss man sich nunmal danach orientieren, was man finanziell aufbringen kann.

  • Hallo,


    Ich möchte aus mehreren Gründen umziehen. Wegen Jobperspektiven und näherem Wohnort zu meinen Eltern. Zur Zeit bekomme ich noch ALG1 und aufgrund der unsicheren Zukunft in meinem Berufsleben möchte ich natürlich in eine Wohnung ziehen die auch als angemessen gillt. Jetzt habe ich den Wohnungsmarkt in der entsprechenden Stadt beobachtet und mich parallel darüber erkundigt was dort als angemessen gillt.


    Als angemessen gillt in dieser Stadt eine Brutto Kaltmiete (kalte Miete + kalte Nebenkosten) von 352 Euro. Suche ich jetzt in verschiedenen Mietportalen nach Mietwohnungen, dann liegt die günstigste Wohnung bei 379 Euro für 50 qm. Dazu kommen noch Nebenkosten in Höhe von 112 Euro. Das wäre also eine Brutto Kaltmiete von 491 Euro. Bedeutet also, dass die Wohnung 139 Euro über dem liegt was dort als angemessen für ALG2-Empfänger gillt.


    Was soll ich jetzt machen? Der Wohnungsmarkt gibt nichts her was beim Jobcenter als angemessen für 1 Person gillt.


    Ich finde diesen Wert völlig realitätsfremd.


    Hat jemand eine Idee?


    Thema kann weitergeführt werden. Beitrag in dieses Thema

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  • In den Mietportalen findet man nur einen Bruchteil der Angebote. Daraus kann man keineswegs auf den Wohnungsmarkt schließen. Du musst schon vor Ort suchen.


    Über 2 Euro/qm Nebenkosten bei deinem Angebot klingt auch eher danach, dass es überteuert ist.