Obdachlos und arbeitsunfähig durch das Jobcenter

  • Ich durchlebe zur Zeit einen Horror, der mich langsam völlig an meine Grenzen treibt und mich inzwischen schon über ein Jahr meines Lebens gekostet hat.


    Ich hatte vor rund 1.5 Jahren eine geförderte Stelle als Alltagsbegleiter und da ich die Arbeit mit den Senioren sehr gern mochte und auch Anspruch auf eine Berufsausbildung hatte, wandte ich mich an das Jobcenter zwecks einer Weiterentwicklung zum Gesundheitsassistenten. Man war auch mir gegenüber zunächst sehr aufgeschlossen, ich bekam einen Bildungsgutschein und ich konnte einen Monat früher aus meinem Arbeitsvertrag in die Ausbildung wechseln.


    In der Leistungsabteilung kam das jedoch gar nicht richtig an: Während ich tagsüber in der Schule sass, musste ich mich abends mit Dokumentenanfragen des Jobcenters befassen, die immer neue Dokumente angefragt haben und meinen Antrag auf Lebensunterhalt gar nicht weiter bearbeitet haben. So war ich am Ende dazu gezwungen meine Ausbildung abzubrechen, da ich völlig mittellos war, die Miete nicht mehr zahlen konnte und auch zeitlich gar nicht in der Lage dazu war mich mit dem JC auf diese Art noch auseinander zu setzen.


    Dort hat man jedenfalls weiter geknausert und gemausert, selbst als es bekannt war, dass ich schon die 2. Miete säumig bin und nur noch von der Substanz lebe. Dabei hat man (merkwürdigerweise) meinen Antrag verbummelt und selbst dann, als man es endlich geschafft hat meinen (an sich fürs JC längst bekannten) Bedarf auszurechnen, hat man mir einen fehlerhaften Bescheid ausgestellt, der dafür gesorgt hat, dass ich weiterhin Mietschulden hatte 9und der erst nach einem Widerspruch korrigiert wurde.


    Meinen Vermieter, einen privaten Verwalter, hat das jedoch wenig gekümmert. Man hat mich aus meiner Wohnung rüde raus geklagt und ich habe dabei auch noch Schulden ohne Ende aufgebrummt bekommen, weil ich eine schlechte Verteidigung hatte. Meine Wohnung wird jedenfalls entgültig geräumt und ich muss nun erstmal dafür sorgen, dass mein knapper Hausrat nicht auf dem Sperrmüll und meine Haustiere nicht im Tierheim landen.


    Das JC kümmert das alles jedoch wenig. Man hat vor wenigen Wochen sogar versucht mich unrechtmäßig zu sanktionieren, was ich über das Sozialgericht verhindern konnte. Man überflutet mich aber immer weiter mit Post, ich habe in den letzten ca. 4 Wochen rund ein halbes Kilo an Post bekommen fast nur vom JC und ich kann mich nicht mal mehr damit befassen.


    An manchen Tagen habe nämlich schon grosse Mühe überhaupt noch Kraft zu finden, um aus dem Bett heraus kommen. Meine ganze bisherige Lebensgrundlage ist völlig ruiniert und ich weiss nicht wie ich mich überhaupt noch wehren soll.


    Wie komme ich da also wieder raus?

    Wie kann ich dafür sorgen, dass ich eine Wohnung wieder anmieten kann? (Ich habe ja eigentlich keine Mietschulden...)

    Wie kann ich mit dem JC kommunizieren, ohne dass das mir das weitere Kräfte raubt?

    Wie kann ich dafür sorgen, dass das JC für den Schaden aufkommt, für den derzeit sehr teuer mit Geld und meiner Gesundheit bezahle?


    Diese Situation ist nämlich dermassen grotesk, dass ich sogar Schwierigkeiten habe einen kompetenten Ansprechpartner zu finden, der mich ernst nimmt. Es ist ja auch selbst für mich kaum zu verstehen wie es passieren kann, dass man vollkommen ruiniert darsteht, nur weil man von seiner Arbeit leben wollte...

    E.

  • Hallo!


    Willkommen im Forum! Da hier schon ein SG tätig war, hole dir doch bitte erneut

    einen Beratungsschein bei Gericht und lasse dich real beraten.


    Mein größtes Problem ist derzeit, dass ich inzwischen vor dieser ganzen behördlichen Papierflut vollkommen überfordert bin.


    Sollte das zutreffend sein, ein Grund mehr, sich real schnellsmöglich an eine Beratungsstelle

    zu wenden. Was hier erwartet wird, kann ein Forum nicht leisten. Wende dich bitte real

    an eine Beratungsstelle! Thema geschlossen!


    Gruß

    Ich beantworte keine Hilfe-Anfragen per Konversation