ALG II Bezug - Erbe - auf 6 Monate verteilt - jetzt Darlehen und Fragen

  • Hallo Leute, ich komme mal wieder an meine Grenzen mt dem Jobcenter und hoffe, jemand kann mir helfen!

    In H4 Bezug 5000€ geerbt, sollte davon 6Monate leben- hat aber nur für 4 gereicht. nun soll mir H4 für 3Monate als Darlehen gewährt werden?

    Die Faktenlage:

    Am 23.03.2019 positiver Bescheid über meinen Weiterbewilligungs-Antrag ab 01.04.2019

    am 27.03.2019 eine Erbschaft über 5000€ erhalten und dem JC sofort mitgeteilt (besser wäre gewesen, die Überweisung einen Monat nach Abmeldung von h4 erhalten zu haben...)

    am 01.04.2019 wurde der Bescheid vom 23.03. aufgehoben und mir mitgeteilt, der Betrag wäre vom 01.04. bis zum 30.09.2019 in monatlicher Höhe von 833.33€ als Einkommen anzurechnen und dass ich mich selbst krankenversichern müsste. wow

    am 03.04.2019 habe ich meinen Weiterbewilligungsantrag zurückgezogen und wähnte mich damit frei. hat sich gut angefühlt...

    am 29.07.2019 erneut einen Weiterbewilligungsantrag eingereicht weil mein Konto leer war (keine nennenswerten Anschaffungen, nur Lebensunterhalt, versicherungen, nötige reparaturen am KFZ, lange überfällige Reparatur meines Mopeds (nur Ersatzteile), 200€ an meinen Sohn, eine Zahnkrone, eine Geburtstagsfeier (50igster)- Geld weg, Konto rot


    Das Jobcenter forderte mich auf Stellung zu nehmen und Nachweise vorzulegen über den Verbrauch der Erbschaft, was ich in Form von Kontoauszügen ab Zugang der Erbschaft und der Stellungsnahme über die Verwendung - (keine nennenswerten Anschaffungen, nur Lebensunterhalt, versicherungen, nötige reparaturen am KFZ, lange überfällige Reparatur meines Mopeds (nur Ersatzteile), 200€ an meinen Sohn, eine Zahnkrone, eine Geburtstagsfeier (50igster)) auch getan habe.


    nun ruft mich am 03.09. fürsorglich eine Sachbearbeiterin an um mir mitzuteilen, dass mir Hilfe zum Lebensunterhalt für den Zeitraum von 3Monaten nur als Darlehen gezahlt werden würde, was ich im Anschluss von meiner Regelleistung abzuzahlen hätte!? Das wären dann grob 2100€ die ich in Raten á 20€ (laufen noch andere Rückzahlungen) für die nächsten 8 3/4Jahre... super


    Hier kann etwas nicht stimmen, oder? kann mir jemand helfen?


    auch dass die 5000€ komplett ohne Freibetrag eingerechnet wurden kann nicht stimmen, oder? ich hatte dummerweise keinen Widerspruch eingereicht, weil ich mich durch die geplante Abmeldung aus meinem ´Vertrag´befreit wähnte...


    xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

    edit: typos


    Bitte sachlich bleiben! Titel optimiert

  • Hallo!


    Eine Erbschaft, die während dem ALG II Bezug nach dem SGB II zufließt, wird im Rahmen der

    Einkommensanrechnung als sogenannte einmalige Einnahme bedarfsmindernd angerechnet.

    Wenn die Erbmasse den monatlichen Bedarf des Erben übersteigt, ist das im Rahmen der Erbschaft

    zufließende Einkommen als sogenannte einmalige Einnahme (§ 11 Abs. 3 SGB II) anzurechnen.

    Entfiele der Leistungsanspruch durch die Berücksichtigung in einem Monat, ist die einmalige

    Einnahme auf einen Zeitraum von sechs Monaten gleichmäßig aufzuteilen und monatlich mit

    einem entsprechenden Teilbetrag zu berücksichtigen.


    Demnach hätte bei einer Anrechnung von 833,33 Euro pro Monat die zugeflossenen 5.000 Euro

    6 Monate ausreichen müssen. Die Vorgehensweise des JC ist völlig korrekt.


    am 29.07.2019 erneut einen Weiterbewilligungsantrag eingereicht weil mein Konto leer war (keine nennenswerten Anschaffungen, nur Lebensunterhalt, versicherungen, nötige reparaturen am KFZ, lange überfällige Reparatur meines Mopeds (nur Ersatzteile), 200€ an meinen Sohn, eine Zahnkrone, eine Geburtstagsfeier (50igster)- Geld weg, Konto rot


    Irrelevant für das Jobcenter, es gelten nur die gesetzlichen Regelungen diesbezüglich.

    Siehe oben!


    Das Jobcenter forderte mich auf Stellung zu nehmen und Nachweise vorzulegen über den Verbrauch der Erbschaft, was ich in Form von Kontoauszügen ab Zugang der Erbschaft und der Stellungsnahme über die Verwendung - (keine nennenswerten Anschaffungen, nur Lebensunterhalt, versicherungen, nötige reparaturen am KFZ, lange überfällige Reparatur meines Mopeds (nur Ersatzteile), 200€ an meinen Sohn, eine Zahnkrone, eine Geburtstagsfeier (50igster)) auch getan habe.


    Korrekte Vorgehensweise, da vorzeitiger Verbrauch!


    nun ruft mich am 03.09. fürsorglich eine Sachbearbeiterin an um mir mitzuteilen, dass mir Hilfe zum Lebensunterhalt für den Zeitraum von 3Monaten nur als Darlehen gezahlt werden würde, was ich im Anschluss von meiner Regelleistung abzuzahlen hätte!?


    Korrekte Entscheidung, da vorzeitiger Verbrauch.


    Gruß

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