Wird unechtes Einkommen wegen Kontoführungsgebühr auch angerechnet

  • Hallo zusammen,


    wird auch "unechtes" Einkommen auf die Einkommensgrenze angerechnet?


    Ich habe ein Girokonto, dass nur kostenlos ist, wenn man 1000€ Gehaltseingang monatlich vorweisen kann. Da das bei mir weniger ist, hole ich mir Geld ab und zahle es wieder bei der Bank ein, damit ich auf 1000€ komme. Zählt das dann als Gehaltseingang zur Hartz4-Berechnung mit dazu?


    Liebe Grüße!

  • Hallo,


    da der Sachverhalt für mich nicht ganz klar ist: Du holst vom besagten Konto Geld ab, dass du auf besagtes Konto mit Zeitverzögerung wieder einzahlst, um einen fiktiven Geldeingang während des Monats von 1000 € zu erzeugen, damit das Konto kostenlos bleibt?

  • So lange es transparent ist, dass du wirklich Gelder die du abholst eins zu eins wieder einzahlst, sollte das nicht zu Problemen führen. Als Einkommen würde es nicht zählen, da es sich nicht um eine Einnahme im Sinne des § 11 Abs. 1 SGB II handelt. Problematisch wird es natürlich wenn der Zeitabstand groß ist. Sagen wir du hebst Anfang des Monats 500 €ab und zahlst Ende des Monats 500 € wieder ein.
    Da man davon ausgeht, dass du diese Gelder abhebst, um davon zu leben, würde dann die Frage im Raum stehen, wovon du denn gelebt hast, wenn du die Gelder wieder komplett einzahlst. Bzw. wo die Differenz her kommt von den Geldern, die man dir unterstellt zum Leben zu nutzen und dem voll eingezahlten Betrag.

    Aber ansonsten gilt erstmal: Kein Einkommen, da keine Einnahme.

    Als Randnotiz: Banken werten nach meinem Wissen, um den "Gehaltseingang" zu kontrollieren, nur Gelder aus, die mit dem Buchungsschlüssel "Gehalt" eintreffen. Ich bin mir also nicht sicher, ob dieser Trick nachhaltig funktioniert.

  • Ich zahle das Geld innerhalb weniger Minuten wieder ein. Früher war jede Einzahlung wegen der Kontoführungsgebühr maßgeblich. In den letzten Jahren muss ich es als "Gehalt" verbuchen lassen. Wird das nun mitzählen, wenn das Geld als Gehalt gebucht wurde?