ALG II - schulische Ausbildung Logopädin - eigenfinanzierung und Fragen

  • Hallo...


    Zu mir, ich bin 47 Jahre alt, weiblich, habe eine Tochter 13 Jahre die im Wechselmodell in meiner Bedarfsgemeinschaft wohnt. Ich wohne in Sachsen-Anhalt. Zu DDR Zeiten habe ich eine Facharbeiterausbildung abgeschlossen und zuvor auch den Abschluss 10 Klasse erreicht. Den Beruf den ich damals gelernt habe kann ich heute aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben daher wurde ich in Jobcenter über Jahre als Reha Fall geführt. 2011 begann ich eine Tätigkeit im Kundendienst und verlor somit auch den Reha Status im Jobcenter. 2013 hatte ich einen schweren Arbeitsunfall woraufhin ich bis 2015 arbeitsunfähig war. Meine dort ausgeübte Tätigkeit konnte ich dadurch nicht mehr ausüben daher verlor ich auch diesen Job. Über das Jobcenter wollte ich eine Ausbildung zur Logopädin machen. Für Bafög über welche diese Ausbildung sonst finanzierbar wäre bin ich , denke ich, zu alt. Anfänglich stand mir das Jobcenter beiseite und machte einen berufspsychologischen Eignungstest welcher mich auch für diese Tätigkeit qualifizierte . Leider stellte sich herraus heraus das nach den Vorgaben des Jobcenter eine 3 jährige schulische Ausbildung über das Jobcenter nicht förderbar ist.

    Aufgrund meines bereits schon mal erteilten Reha Status und dem Arbeitsunfall schlug mir das Jobcenter vor ein sozialmedizinisches Gutachten erstellen zu lassen um eine Förderung über "Teilhabe am Arbeitsleben" zu ermöglichen. Über diese sollte die Ausbildung zur Logopädin möglich sein . Das sozialmedizinische Gutachten bestätigte die Notwendigkeit für die Teilhabe am Arbeitsleben und befand ebenso dass Logopädin ein geeigneter Beruf für mich wäre. Bei der Auswertung dieses Gutachtens in der Reha Abteilung wurde jedoch festgestellt dass ich keinen Leistungsanspruch im Jobcenter habe, sondern dass Leistungen über die deutsche Rentenstelle genehmigt werden müssen . Damit habe ich keinen Anspruch auf Leistungen des Jobcenters. Bei dem daraufhin gestellten Antrag bei der deutschen Rentenstelle wurde jedoch befunden dass ich nach diesen Regeln keinen Anspruch auf "Teilhabe am Arbeitsleben" habe von daher bekomme ich von der Rentenstelle auch keinerlei Hilfe für eine Ausbildung.


    Da ich für meine Zukunft keine Chance sehe dass mir von irgendeiner Seite Unterstützung für eine Ausbildung, in welchem Beruf auch immer, gewährt wird habe ich mich entschlossen diesen Beruf der Logopädin auch auf eigene Kosten zu finanzieren. Für diese Ausbildung muss ich Schulgeld zahlen . Dieses Finanzierung wäre auch geklärt jedoch benötige ich ein Einkommen zum Leben was bisher durch ALG 2 gedeckt wurde. Nun habe ich Angst, dass wenn ich diese Ausbildung beginne irgendwann das Jobcenter kommt und sagt ich muss die Ausbildung abbrechen da sie mir sonst keine Leistungen zahlen würden.

    Wenn dieser Fall eintreten würde, wäre das mein wirtschaftlicher Ruin daher würde ich mich gerne über die rechtlichen Hintergründe im Vorfeld informieren. Kann mir das Jobcenter das ALG2 streichen wenn ich diese Ausbildung auf eigene Kosten übernehme Besonderes mit dem Hintergrund da wir Leistungen nach Teilhabe am Arbeitsleben zustehen würden und ich aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen nicht in einen normalen Beruf vermittelbar bin? Für den Fall dass ich die Ausbildung beende, habe ich auch bereits eine schriftliche Zusage eines Arbeitgebers welcher mich nach der Ausbildung einstellen möchte.


    Was kann ich, was muss ich machen damit ich diese Ausbildung beginnen und auch beenden kann.


    Mit freundlichen Grüßen


    JENNY