Wohnungssuche - Kosten der Unterkunft und ALG II

  • Hallo!


    Ich habe da ein verzwicktes Problem...


    Es hat eine längere Vorgeschichte:


    Seit 2016 bis Ende letzten Jahres war ich Umschülerin. (Mit Alg2-Bezug all die Zeit.)

    Dann erwischte mich ein Burn Out.

    Im Frühjahr wäre die Abschlußprüfung gewesen.

    Es war überall abgemacht, dass ich ab Herbst dort in die Umschulung einsteige, wo ich weggebrochen war. (Ein Lehrjahr tiefer als beim Start.)


    Eigentlich wollte ich in der Zwischenzeit für mich sorgen: Tagesklinik, Gesprächstherapie, etc.


    Leider fing dann eine Nachbarin an, mich zu mobben und im Zuge dessen merkte ich auch, dass sie mich schon jahrelang stalkt.

    Ich tat ihr nichts, außer ihr nicht mehr zu helfen, was ich vorher dann und wann machte.

    Aber sie wurde mir zu schräg.

    Ich zog mich zurück und dann ging's los...


    Polizei macht kaum was.


    Vermieter macht gar nichts. Die freuen sich, wenn ich hier ausziehe, weil aktuell gleiche Wohnungen für 50 - 60 €/Monat mehr Kaltmiete vermietet werden. (Hatte 2 x Mieterhöhung abgelehnt, weil ich schon etwas über ortsüblicher Miete zahle.)


    Weißer Ring war kurz davor sich einzuschalten und mich als Opfer aufzunehmen.

    Sollte erst noch Reaktionen von Polizei und Vermieter abwarten.

    Gleichzeitig bat mich meine Fallmanagerin zum Gespräch.

    Wir stehen seit meinem Wegbruch regelmäßig in Kontakt.

    Sie genehmigte mir einen Umzug.


    Der Weiße Ring und auch andere Leute mit Ahnung sehen keine andere Chance, dass ich wieder zur Ruhe komme, weil ständig Attacken kommen. Unter diesen Lebensbedingungen kann ich mich nicht ruhig zur Prüfungsvorbereitung in die Schule setzen, zumal ich eh noch nichts gegen das Burn Out unternehmen konnte.


    Ich suche nun seit 5 Wochen. Drehe jeden Stein um: Liste abtelefoniert, die ich von der Stelle der Stadt hatte, die für geförderten Wohnraum zuständig ist, persönliches Vorsprechen bei Gesellschaften/Genossenschaften und auf Wartelisten setzen lassen, täglich mehrmals das Internet durchforsten nach neuen Angeboten, Aushänge am schwarzen Brett in diversen Supermärkten angebracht.


    Ich habe mit Alg2-Bezug + Hund kaum eine Chance eine Wohnung zu finden mit "angemessener" Miete.

    (Hund hergeben ist keine Option. Er ist mittlerweile sehr alt, wurde als Welpen angeschafft.)


    So langsam bekomme ich

    a) Panik, weil ich inklusive Kündigungsfrist aktuell gerade so rechtzeitig den Einstieg in die Schule schaffen würde, wenn ich denn bald eine Wohnung mit angemessenen Kosten finden würde.

    Und b) macht mir die Situation hier allgemein zu schaffen. Telefonate werden belauscht, mein Müll durchsucht, meine Post geklaut von der Mieterin, sie tritt in meiner Abwesenheit gegen meine Wohnungstür, versucht mit Draht sie aufzubekommen, wenn ich außer Haus bin, bis hin zu, dass ich sehr sehr ungern in den Keller gehe, wo meine Waschmaschine steht, weil sie jemanden engagiert hatte, der in ihrem Keller saß und allerhöchsteswahrscheinlich auf mich gewartet hat.

    Alles zuviel hier zu erklären - nur ein kleiner Auszug zum besseren Verständnis.


    Kann ich sonst noch was tun um irgendwie eine Wohnung schnellstmöglich zu bekommen, damit ich wieder ein normales Leben führen kann?

  • Hallo und Herzlich Willkommen im Forum :-willkommen


    Positiv ist, dass deine Sachbearbeiterin den Umzug bewilligt hat. Gerade bei Mobbing/Stalking, welches recht schwer nachzuweisen ist, stellen sich die Jobcenter oftmals quer.


    Den ersten Schritt hast du bereits unternommen, in dem du dich auf eine Warteliste hast setzen lassen.


    Weitere Schritte könnten sein:

    - Frauenhaus, wenn auch nur Übergangsweise

    - Umzug in das Gebiet eines anderen Jobcenters, evtl. bekommst du dort einfach eine Wohnung und kannst trotzdem deine Umschulung fortführen

    - örtliche Beratungsstelle einschalten (wir können dir hierfür gern Kontaktdaten geben)

    - weiter suchen ... klingt zwar blöd, aber es gab hier schon Fälle, wo ALG II Empfänger ein Jahr oder länger gesucht haben


    Für welchen Schritt du dich entscheidest, musst du entscheiden. Allerdings kannst du auch mehrere Schritte gleichzeitig machen, z.B. ins Frauenhaus gehen, die von einer Beratungsstelle beraten lassen und weiterhin nach einer neuen Wohnung suchen. Damit dürfte das größte Problem, die Nachbarin, erstmal gelöst sein.