Vollzeitarbeit - ALG II Abmeldung und Aufforderung zur Mitwirkung

  • Hallo Zusammen :)


    Ich bin hier, weil ich eure Meinung brauche. Es geht um folgendes:


    Ich habe mich Anfang der Woche beim Jobcenter abgemeldet, da ich für meinen Lebensunterhalt selbst sorgen kann.

    Heute bekam ich zwei Briefe vom Jobcenter. Der eine Brief bestätigt die Abmeldung zum 01.07.19. hin und in dem anderen Brief handelt es sich um eine Aufforderung zur Mitwirkung. Ich solle Kopien der Einkommensnachweise von April bis Juni schicken. Ich rief direkt bei der Servicehotline an und fragte, wie sowas sein kann und verwies auf den letzten Änderungsbescheid (der mit der Abmeldung aufgehoben wurde), in dem geschrieben steht, dass ich von Mai bis Juni KEINE Zahlungen vom Jobcenter bekommen würde, sondern erst wieder ab dem Juli bis August (diese Entscheidung wurde getroffen, da ich eine dreimonatige Probezeit bei meinem Arbeitgeber als Vollzeitkraft bekam - nun bleibe ich auf Vollzeit :thumbup:und auch der Vertrag wurde zusätzlich verlängert, so dass ich nicht mehr in die Teilzeit bzw. weitere Abhängigkeit vom Jobcenter rutsche). Ich sagte also der unfreundlichen Dame am Telefon, dass ich im März die letzten Leistungen vom Jobcenter bekommen habe und im Mai bis Juni sowieso keine Leistungen bekommen würde und mich daher doch sehr wundere, warum die Nachweise erbracht werden müssen, da es NICHTS zu verrechnen gäbe (es kam einmal zu einer Überzahlung [Zuflussprinzip], die ist allerdings beglichen). Sie argumentierte damit, dass das Jobcenter nochmal eine abschließende Verrechnung und einen sauberen Schnitt machen möchte. Darauf wiederholte ich, dass es nichts zu verrechnen gäbe. Dann meinte Sie, dass wenn ich in einem halben Jahr wieder arbeitslos werden würde, das Jobcenter die Einkommensnachweise bräuchte, da die Infos in meinen Lebenslauf gehen, und mir dementsprechend Jobverschläge gemacht werden können.

    Bitte?! Was hat mein Gehalt mit eventuell zukünftigen Jobangeboten zu tun?


    Ich war nicht begeistert und sie sagte irgendwann, dass ich es ja nicht machen bräuchte, da ich ja sowieso abgemeldet bin. Sie werde eine Notiz schreiben, dass ich die Nachweise nicht zuschicke, dann legte sie auf ohne Tschüss zu sagen.


    Was soll ich davon halten? Bekomme ich vielleicht doch Konsequenzen, wenn ich mich quer stelle?

    Ich habe immer alles getan was das Jobcenter verlangte, aber ich sehe es nicht mehr ein dieser Aufforderung zu folgen, da ich den Sinn dahinter nicht verstehe.

    Was meint ihr, soll ich die Nachweise schicken, oder nicht?

    Danke für eure Meinungen :)

  • Hallo,

    Ich weiß, der Text ist lange, aber ich bräuchte eure Meinung

    schon mal die Wörter "Pfingsten", "Feiertage" und "schönes Wetter" gehört? ;-)


    Ich solle Kopien der Einkommensnachweise von April bis Juni schicken.

    Die Forderung hinsichtlich April könnte berechtigt sein, wenn Du Ende März noch Leistungen erhalten hast. Wobei Du dann so oder so eine Rückzahlung machen müßtest. Was die restlichen Monate betrifft, sind sie ohne Interesse. Ausnahme: Du warst selbstständig tätig während des Bezuges von ALG II. Dann wäre auch hier die Forderung berechtigt.


    Gruß!

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