Ist für die Kaution ein extra Mietkautionskonto nötig ALG II und Fragen

  • Hallo zusammen,


    zum 01.04.19 miete ich eine Wohnung an. Die Umzugskosten und Miete wurden vom Jobcenter schriftlich bewilligt.

    Der Mietvertrag ist unterschrieben. Es fehlt noch für die Schlüsselübergabe und die Meldebestätigung die Kaution,

    sowie noch 120,-€ "Vertragsgebühr". Wird diese auch auf Antrag übernommen?


    Ich hatte beim Jobcenter einen Antrag auf ein Darlehen für die Mietkaution gestellt.

    Mir sagte man dort, dass die Kaution auf ein sog. Mietkautionskonto gehen muss,

    sowie dies auch so im Mietvertrag angegeben sein muss, damit eine bewilligung erfolgt.


    Die Vermietung sagte mir allerdings, dass sie die Mieten sowie die Kaution an die Eigentümer auszahlt.
    Diese nutzen ein Sparbuch wo die Mietkaution draufgeht, ein extra Mietkautionskonto gibt es nicht.


    Ich finde das etwas ungewöhnlich - warum sollte der Mieter, speziell der Vermieter nun dann extra ein solchen Konto einrichten müssen?

    Wenn ein solches Konto nicht vorhanden ist und somit keine Kaution bewilligt werden kann / wird, droht ja ansonsten Wohnungslosigkeit!


    Wie sieht denn da die Rechtslage aus?

    Genügt denn ersatzweise ein Sparbuch?


    Danke

  • Hallo!


    Mir sagte man dort, dass die Kaution auf ein sog. Mietkautionskonto gehen muss,

    sowie dies auch so im Mietvertrag angegeben sein muss, damit eine bewilligung erfolgt.


    Gerne erneut, die Mietkaution muss Mietvertragsbestandteil sein, damit die Kaution

    vom JC übernommen wird. Ist sie Vertragsbestandteil deines Mietvertrags?

    Das liest sich hier nicht so und bedarf einer näheren Erläuterung von dir.

    Ich würde dich auch bitten den Link von mir zu lesen: Vertragsbestandteil des Mietvertrags


    Gruß

    Ich beantworte keine Hilfe-Anfragen per Konversation




  • Nein, ist kein Vertragsbestandteil, da nicht im Vertrag mit aufgeführt.
    Die Dame von Jobcenter sagte mir aber, dass eine schriftliche Bestätigung über ein Mietkautionskonto genügen würde.
    Diese hat die Hausverwaltung auch per Fax abgesendet, jedoch aber, dass es sich um ein Sparbuch handelt, dass ja sowas wie ein Mietkautionskonto ist.
    Da es ja auf Sparbücher ebenfalls Zinsen gibt, müsste dies ja klappen, sodass es vielleicht schon nächste Woche eine Zusage für die Kaution geben kann.


  • Grundsätzlich verlangen die Jobcenter ein Konto des Vermieters, wohin die Mietkaution überwiesen wird. Ob es nun ein Mietkautionskonto, Verrechnungskonto oder was auch immer ist, ist für das Jobcenter doch nicht nachvollziehbar.


    Die Mietkaution sollte üblicherweise aus dem Mietvertrag hervorgehen. Ist dies nicht der Fall, benötigst du auch zu deiner Absicherung ein Schreiben, welches die Höhe der Mietkaution festlegt.

  • Hallo,

    Diese nutzen ein Sparbuch wo die Mietkaution draufgeht, ein extra Mietkautionskonto gibt es nicht.

    Genau das ist nicht legal. Der Vermieter hat die Kaution getrennt von seinem Vermögen anzulegen. Nur wenn das Sparbuch vom Vermieter ausschließlich für Deine Kaution genutzt wird und keine anderen Einzahlungen oder Abhebungen stattfinden, wäre das zu akzeptieren.


    sowie noch 120,-€ "Vertragsgebühr"

    Kaum, weil eine solche Gebühr unüblich ist und eher als illegal gesehen werden wird.


    Gruß!

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  • Es kann sein, dass hier einfach nur ein Missverständnis vorliegt.


    Ich tippe darauf, dass die Vermietung durch einen Makler oder eine Hausverwaltung für die Wohnungseigentümer gemacht wird.


    Die Vermieter im rechtlichen Sinn sind dann diese Eigentümer.


    Diese müssen ein Mietkautionskonto eröffnen. Das *ist* aber das Sparbuch. Denn ein "Sparbuch" besteht immer auch aus einem Sparkonto.

    Genauer gesagt ist es sogar so, dass es heute immer weniger Sparbücher gibt. Meistens ist mit dem Wort "Sparbuch" nur noch das "Sparkonto" gemeint.


    Möglicherweise braucht das Jobcenter aber ein Konto des Vermieters, aus das die Kaution überwiesen werden kann oder eine entsprechende Bestätigung der Hausverwaltung/des Maklers. Da müsste man dann drüber reden - oder sich einen Vorschlag vom Jobcenter holen - wie man das im intelligentesten umsetzen will.