Mehrbedarf anspruch bei Maßnahme vom Arbeitsamt?

  • Hallo,


    ich bin vom Arbeitsamt in eine 3 Monatige Maßnahme gesteckt worden.

    Da ich 90% Schwerbehindert bin wollte ich fragen ob mir der Mehrbedarf nicht zusteht, die 35%?

    Ich beziehe zu meinem ALG I noch ergänzend Hartz4.


    Bei wem beantrage ich den Mehrbedarf?


    Vielen Dank für die Hilfe.


    Bilder wegen unzureichende Anonymisierung gelöscht

    Dokumente bitte als PDF über Dateianhänge des

    Forum ausreichend anonymisiert hochladen. Datenschutz

    Grace

  • Vielen Dank für die Antwort und das Willkommen.

    Was war den unzureichend Anonymisiert? Ich habe doch alles geschwärzt?

    Jetzt sollte alles in Ordnung sein


    PDF in Ordnung, Beiträge zusammengefasst

    und Rest gelöscht

    Grace

  • Hallo,

    wollte ich fragen ob mir der Mehrbedarf nicht zusteht, die 35%?

    nein. Es handelt sich nicht um eine Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben oder eine Reha-Maßnahme.


    Gruß!

    Zu Risiken und Nebenwirkungen meiner Beiträge fragen Sie bitte Ihren Rechtsanwalt oder Steuerberater. Rechtsanwälte und Steuerberater sind allerdings berechtigt, sich die Beantwortung Ihrer Fragen bezahlen zu lassen.

  • Hallo,


    Trifft Punkt 3.1 hier nicht auf die Maßnahme zu?

    Nein, denn die Maßnahme erfolgt bei Dir nicht nach dem SGB IX, sondern SGB III. In Deiner Zuweisung ist auch nicht die Rede davon, daß die Maßnahme wegen Deiner Behinderung erfolgt und/oder eine Reha-Maßnahme darstellt.


    Die im SGB IX genannte Teilhabe umfaßt z.B. die wegen einer Behinderung erforderliche Ausbildung oder die Arbeit in einer Behindertenwerkstatt. Von all dem ist in Deiner Zuweisung nichts zu lesen: es handelt sich hierbei um eine Maßnahme, die auch ein Nichtbehinderter absolvieren kann.


    Gruß!

    Zu Risiken und Nebenwirkungen meiner Beiträge fragen Sie bitte Ihren Rechtsanwalt oder Steuerberater. Rechtsanwälte und Steuerberater sind allerdings berechtigt, sich die Beantwortung Ihrer Fragen bezahlen zu lassen.

  • OK ich verstehe, also die gleiche Maßnahme nur für Behinderte wäre Mehrbedarfspflichtig und so hat mir die Sachbearbeiterin einfach eins reingedrückt.

    Ich bin tatsächlich der einzige Schwerbehinderte dort.

    Danke für deine Antwort.

    xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx


    Bitte sachlich bleiben, danke!

    Grace

  • Hallo,

    so hat mir die Sachbearbeiterin einfach eins reingedrückt.

    Warum sollte Dir etwas "reingedrückt" worden sein? Die Maßnahme an sich ist ja nun nicht das Elend dieser Welt, sondern dient ja offensichtlich Deiner beruflichen Eingliederung. Das ist doch eigentlich als positiv zu sehen. Abgesehen davon: eigentlich müßtest Du doch heilfroh sei, nicht so schwer behindert zu sein, daß Du nur noch spezielle Ausbildungsarten und Arbeiten ausführen kannst...


    Gruß!

    Zu Risiken und Nebenwirkungen meiner Beiträge fragen Sie bitte Ihren Rechtsanwalt oder Steuerberater. Rechtsanwälte und Steuerberater sind allerdings berechtigt, sich die Beantwortung Ihrer Fragen bezahlen zu lassen.

  • Die Maßnahme ist Bewerbungstraining. Das hatte ich schon vorher aber auf die Schwerbehinderung gemünzt.

    Die aktuelle Maßnahme ist nicht individuell auf meine Bedürfnisse angepasst sondern dient dem Zweck mich aus der Statistik zu nehmen.

    Nachdem meine Sachbearbeiterin mir Stellen zum Bewerben gab welche u.A. einen Führerschein benötigen (Ich bin Sehbehindert 90%) oder mehrere 100km weg wären oder wo der Weg zum Arbeitsplatz um die 3 Std dauern würde (Für eine Teilzeitstelle) gehe ich nicht von ihrem Wohlwollen aus.

    Auch hätte sie mit mir besprechen können was man anbieten kann und mir nicht einfach eine Zuweisung geben müssen mit den Worten "Wenn sie nicht hingehen werden sie Sanktioniert".

    Ich bin was meine Schwerbehinderung angeht nicht der Sensibelste aber ein wenig Rücksicht und Unterstützung kann man ja erwarten.

    Und es stört mich unter 55 Teilnehmern der einzige zu sein der so gut wie nichts sieht.

  • Hallo,


    bisher hattest Du nichts über die Art Deiner Behinderung geschrieben. Hättest Du das vorher gemacht, wären meine Antworten auch etwas anders ausgefallen.

    Die Maßnahme ist Bewerbungstraining. Das hatte ich schon vorher aber auf die Schwerbehinderung gemünzt.

    Der Zusammenhang zwischen "Bewerbungstraining" und "Schwerbehinderung" erschließt sich mir nun nicht gerade.


    Ansonsten versuche nochmal, mit dem SB zu reden bzw. ein Termin mit dem Teamleiter zu bekommen. Dort kannst Du das Problem schildern und ggf. auf einen anderen Umgang bestehen. Wenn das Beispiel mit dem Führerschein und der Art Deiner Behinderung zutrifft, scheint hier tatsächlich ein Defizit seitens des SB vorzuliegen.


    Gruß!

    Zu Risiken und Nebenwirkungen meiner Beiträge fragen Sie bitte Ihren Rechtsanwalt oder Steuerberater. Rechtsanwälte und Steuerberater sind allerdings berechtigt, sich die Beantwortung Ihrer Fragen bezahlen zu lassen.

  • PS.: Du solltest in jedem Fall eine Reha-Eingliederung nach SGB IX beantragen bzw. die Umwandlung der jetzigen Maßnahme in einer Maßnahme nach SGB IX anregen - ggf. mit einem Widerspruch.


    Wenn Du nicht weißt, wie das geht, wende Dich mal an die Leute von der sozial-hotline.de - die helfen Dir sicher gerne beim Verfassen des Schreibens.


    Gruß!

    Zu Risiken und Nebenwirkungen meiner Beiträge fragen Sie bitte Ihren Rechtsanwalt oder Steuerberater. Rechtsanwälte und Steuerberater sind allerdings berechtigt, sich die Beantwortung Ihrer Fragen bezahlen zu lassen.

  • Es war eine freiwillige Maßnahme wo es nur Einzelcoutching gab und es wurde bei der Suche nach Arbeitsplätzen offen und gezielt mit der Behinderung umgegangen.

    Was dann auch zum Erfolg führte.


    Ja, die Jobvorschläge z.B. mit dem Führerschein und weitere habe ich aufgehoben. Anfangs habe ich einige weggeschmissen da ich es als Hohn empfand aber dann dachte ich lieber alles aufheben da mir die SB schon komisch vorkam.


    Deinen Tipp werde ich umsetzen und mir einen Rat holen, vielen Dank dafür :)

    Alles gute euch!