Bafög-Rückzahlung, um für ALG II-Antrag Vermögen zu reduzieren

  • Hallo liebe Forenmitglider,


    ich bin neu hier und habe eine Frage, die mich gerade beschäftigt. Über Antworten würde ich mich sehr freuen.


    Momentan beziehe ich ALG I. Meine Freundin und Bald-Frau ist noch Studentin und wird im Februar ihr Referendariat beginnen, das sehr gering bezahlt wird. Da ich trotz weit über 100 Bewerbungen und 11 Gesprächen bisher keinen neuen Job gefunden habe, droht mir ab Mitte Februar Hartz IV. Während mein Vermögen unterhalb der Höchstgrenze ist, besitzt meine Freundin und Bald-Frau zu viel Geld. Nun haben wir die Idee, dass sie einen Teil meiner Bafög-Schulden zahlt, um ebenfalls unter die Vermögenshöchstrenze zu gelangen. Mein Studium habe ich 2013 beendet. Bafög erhielt ich bis 2011. Ist diese Vorgehensweise legitim? Beim ALG II-Antrag würde diese hohe Überweisung natürlich sichtbar werden. Kann das Jobcenter das Geld von der Bundeskasse xxxxxx zurückfordern, da wir als Bedarfsgemeinschaft damit unseren Lebensunterhalt bestreiten sollen?


    Ich bedanke mich für das Lesen meiner Zeilen und noch mehr für Hinweise zu dieser Thematik.


    Mit besten Grüßen


    Nicht relevant für Hilfestellung

    Grace

  • Hallo,


    vorhandenes Geld und Vermögen ist vorrangig für den eigenen Lebensunterhalt zu verwenden. Abgesehen davon würde durch Eure Idee erst die Hilfsbedüftigkeit entstehen. Also schon 2 Gründe, warum das eine sehr schlechte Idee ist.


    Gruß!

    Zu Risiken und Nebenwirkungen meiner Beiträge fragen Sie bitte Ihren Rechtsanwalt oder Steuerberater. Rechtsanwälte und Steuerberater sind allerdings berechtigt, sich die Beantwortung Ihrer Fragen bezahlen zu lassen.

  • Hallo,


    meiner Meinung nach ist dies nicht in Ordnung und könnte euch auf die Füße fallen. Zum einen wisst ihr, dass ihr vermutlich hilfebedürftig werdet, zum anderen ist genügend Vermögen vorhanden um ein paar Monate zu überbrücken. Im SGB II steht eindeutig, dass man sich nicht selber in die Hilfebedürftigkeit bringen bzw. diese vergrößern darf.


    Die Überweisung an die Bundeskasse würde weitere Fragen aufwerfen und evtl. werden weitere Kontoauszüge angefordert. Wenn daraus hervorgeht, dass man mtl. z.B. 50,00 € zurückgezahlt hat, wird der Sachbearbeiter mit Sicherheit Kostenersatz prüfen. Kostenersatz bedeutet, dass ihr vielleicht Leistungen erhalten werdet, aber diese zurückzahlen müsst.