U25 - Grund für Umzugsgenehmigung - ALG II Antrag und Dokumente

  • Hey ihr Lieben!


    Ich bin derzeit "ein wenig" aufgeschmissen und finde im Netz auch nicht wirklich alle Antworten auf meine Fragen. Ich wüsste nämlich gerne, was denn, bei der U25 Regelung, als schwerwiegender Grund gilt, wenn die Eltern im Grunde genug "verdienen" (dazu bekäme ich im Leben keine Unterlagen), ich mich aber gezwungen sehe, auszuziehen.


    Zu mir, ich bin 22, war bis vor kurzem noch Studentin und in den letzten zwei Jahren bereits zwei mal im Jobcenter, um mich etwas schlau zu machen, da die Zustände zuhause nicht mehr tragbar waren und bis heute nicht sind.

    Damals habe ich der Sachbearbeiterin einige Dinge geschildert, sie gab mir viel Papierkram mit und sagte, ich könne Wohnungsangebote einholen. (Ich habe bis heute keine Ahnung, wie man das genau macht.) Allerdings hat sie damals nicht erwähnt, dass mein Auszug nun "genehmigt" worden wäre, hätte ich das damals denn durchgezogen. Sprich, ich habe Anträge etc bekommen, mir wurde gesagt, ich könne Wohnungsangebote einholen und das wars.

    Jetzt frage ich mich natürlich, ob die geschilderten Zustände einfach so hingenommen wurden, ob es da nicht Beweise vorzulegen gibt und was es da eigentlich noch zu beachten gäbe. So ganz blauäugig möchte ich nämlich nicht ins kalte Wasser springen.


    Nun kam es damals, wie es kommen musste. Ich habe gekniffen, weil ich Angst vor den Konsequenzen hatte, wenn ich "einfach" ausziehen würde und habe eigentlich gehofft, dass sich doch noch alles irgendwie zum guten wendet.

    Heute sehe ich allerdings keine Möglichkeiten mehr und weiß ehrlich nicht weiter. Bin nun mal unter 25, habe kein Einkommen, Bafög wurde nie beantragt, weil ich ohnehin nie all den nötigen Papierkram meiner Eltern zusammen bekommen hätte und wenn, wäre der Antrag vermutlich abgelehnt worden. Keine Studentin mehr und damit im Grunde Arbeitslos.


    Um die Zustände vielleicht ein wenig zu erläutern:

    Es fängt damit an, dass meine Eltern ziemlich religiös sind und ich es eben gar nicht bin. Als "Mädchen" hieß das für mich auch nach dem 18. Lebensjahr ganz klar, dass man eben nicht leben kann, wie man es für Richtig hält. Das reicht von Kleidung, zu dem was man isst (nicht halal zB) bis hin zum Abends raus gehen. Das sind für mich allerdings auch noch lange keine Gründe, für einen Auszug. Es sind eher die Konsequenzen, die mit den "Regelbrüchen" einhergingen/gehen.

    ( - Mir ist wichtig klar zu stellen, dass es mir auf gar keinen Fall um Dinge geht wie "Tag und Nacht Party machen, ständig betrunken nach Hause kommen, oder mich anziehen wie auf dem Strich etc- War schon immer eher der "Zuhause-Chill-Mensch"-)

    Letztes Jahr bin ich zum Jobcenter, weil ich wenige Tage vorher wegen "Fleisch vom Discounter" (das nunmal nicht "halal" ist), ein Küchenmesser unterm Kinn hatte. Allerdings verbringen meine Eltern auch viel Zeit im Ausland, weswegen ich auch häufig ruhige Phasen hinter mir hatte.

    Vor 3 Jahren habe ich mir den Traum von einem Hund erfüllt, den die Familie eigentlich ganz gern hat, doch das Tier wird, jedes Mal wenn ihnen etwas nicht passt (roter Lippenstift, etwas Ausschnitt, Wein oder andere völlig banale Dinge), damit gedroht, das Tier weg zu geben.


    Zu körperlicher Gewalt kam es "bloß" einige, wenige Male und das auch eher in den vorherigen Jahren. Inzwischen ist es eher Psychoterror. Einerseits heißt es nämlich "geh und schau mal, wie du klar kommst" und andererseits weiß ich genau, dass man mir das Leben zur Hölle machen würde, käme man dahinter, was ich gerade vorhabe. Bezahlen werden sie gewiss keinen Unterhalt für mich und rechtliche Schritte möchte ich auf gar keinen Fall einleiten. Ich hatte eher gehofft, dass ganze so "leise" wie möglich hinter mich bringen zu können.


    Dieses Jahr (bzw erst vor eins/zwei Wochen) ging es so weit, dass ich mein Zimmer abschließen musste, wenn ich raus gegangen bin, um zu vermeiden, dass irgendwelche Dinge weggeworfen werden oder man gar meinen Hund mitnimmt und irgendwo abgibt. Denn auch in diesem Fall, würde ich mich kaum trauen, Rechtlich dagegen vorzugehen. Da kann ich nur verlieren.

    Nun sind meine Eltern wieder zwei Wochen im Ausland und ich habe etwas Zeit, um die Dinge ins Rollen zu bringen. Von meinen Geschwistern weiß nur eine von dem Plan und mischt sich da auch nicht ein.


    Wie soll ich denn nun anfangen? Direkt mit Ausgefüllten Anträgen zum Sachbearbeiter und alles noch einmal schildern? Und selbst wenn all dem stattgegeben wird, wie geht es dann weiter? An den Mietvertrag hier, komme ich nicht, doch der ist ja vermutlich auch nicht nötig, da ich hier ja nicht wohnen bleiben will/kann. Muss ich also direkt Angebote einholen und damit zum Jobcenter gehen? Sprich, anstelle eines bereits vorhandenen Mietvertrags?


    Das war nun ein ewig langer Text, danke für's lesen. Bin offen für Fragen, Anregungen und auch Kritik.


    LG

  • Hallo,


    gehe nochmal ins Jobcenter und hole dir einen Antrag heraus. Eine Umzugsgenehmigung muss aufgrund der vorliegenden Probleme, teils auch Straftaten, erteilt werden. Hierzu sind allerdings oftmals Nachweise oder "Zeugenaussagen" erforderlich.


    An deiner Stelle würde ich eine Beratungsstelle einschalten, die dir bei allen Problemen helfen und notfalls in ein Frauenhaus bringen kann. Grace wird dir eine Konversation bzgl. des Wohnortes etc. schreiben und dir dann eine Beratungsstelle empfehlen.

  • Hey ihr Lieben,


    ich musste im Juli 2021 den Antrag stellen, da ich meinen Job verloren habe (inzwischen habe ich wieder einen Minijob). Ich wohne mit Eltern und meiner Schwester und wird wurden zuvor zusätzlich von meinem Bruder unterstützt, zu dem wir allerdings alle den Kontakt abgebrochen haben. Das Jobcenter möchte das nun aber schriftlich von ihm, dabei besteht wie gesagt kein Kontakt und er wird auch keinen Finger krumm machen, um uns damit zu helfen.
    Darüber hinaus fragt das Jobcenter (inzwischen zum vierten Mal) nach schriftlichen Erklärungen zu Bareinzahlungen, die zum größten Teil VOR dem Antrag auf meinem Konto eingegangen sind. Ich habe es dem Jobcenter nun mehrfach erklärt, aber es wird immer wieder nach den selben Einzahlungen gefragt. Nun heißt es, man möchte eine ausführliche schriftliche Erklärung mit Nachweisen. Ich bin gerade echt überfordert und weiß nicht, was für Nachweise das sein sollen? Ich habe bei meiner letzten Erklärung bereits um ein persönliches Gespräch gebeten, allerdings möchte man einfach nur wieder eine weitere Erklärung. Ich finde das langsam sehr unfair und weiß nicht, wie ausführlich ich noch werden soll, wenn alles gesagt ist? Und wie ich diese Einzahlungen nachweisen soll?

    Ich bin euch für euren Rat echt dankbar und hoffe, dass ich damit irgendwie ein Stück weiterkomme. Vielleicht sollte ich mit meinen Unterlangen zu einer Beratungsstelle oder einem Anwalt? Allein scheine ich damit nicht zurechtzukommen.


    LG! :)


    Titel-Korrektur, Beitrag in dieses Thema verschoben, alle Informationen

    werden für Hilfestellung benötigt. Thema bitte weiterführen!

  • Dazu kann man aus der Ferne nichts sagen. Niemand weiß, was für Einzahlungen das sind, welche Dimensionen das hat und was das Jobcenter akzeptiert. Am besten wäre es, du suchst eine Beratungsstelle vor Ort auf.


    Dass deine Eltern im Falle der Bewilligung nicht mehr "viel ins Ausland" können, ist euch aber klar, oder?