Antragsbegründung Zusatzblatt - Ausfüllen oder nicht

  • Die Eltern werden doch bei Ü25 Fällen bei der Überprüfung auf Leistungen nicht berücksichtigt, auch wenn man bei diesen noch wohnt oder?


    Habe letztens mit meinem Sachbearbeiter diskutiert und der hat die ganze Zeit versucht die "Elternkarte" gegen mich zu spielen. Hat der jetzt doch recht oder versucht man einfach mich zu verunsichern und loszuwerden, auch wenn ich Anspruch hätte? Was will man da wegen meinen Eltern überprüfen und wie soll ich das belegen bzw. widerlegen? Im Antrag habe ich ja schon geschrieben, dass ich in einer Hausgemeinschaft mit meinen Eltern lebe. In der HG Anlage wollen die dafür auch keine Belege.


    Stand jetzt ist: Ich lande mit der selbstständigen Arbeit im Durchschnitt monatlich abzüglich aller Kosten + GKV bei knapp unter 400€. Die Grenze liegt für mich aber bei 416€. Rein rechnerisch müsste ich ja wie gesagt Anspruch haben, wenn die Eltern nicht berücksichtigt werden.


    Mir ist noch eine interessante Frage eingefallen:


    Wenn mein Antrag durchgeht, dann muss ich doch der GKV weniger zahlen, wodurch ich wieder über den Regelsatz kommen würde. Wird dieser Fall mitberücksichtigt oder wie wird es gelöst?

  • Hallo,


    wenn ein Anspruch auf ALG II besteht, zahlst Du nicht die KV, sondern das Jobcenter direkt an die KV.


    Gruß!

    Zu Risiken und Nebenwirkungen meiner Beiträge fragen Sie bitte Ihren Rechtsanwalt oder Steuerberater. Rechtsanwälte und Steuerberater sind allerdings berechtigt, sich die Beantwortung Ihrer Fragen bezahlen zu lassen.

  • Hallo,


    wenn ein Anspruch auf ALG II besteht, zahlst Du nicht die KV, sondern das Jobcenter direkt an die KV.


    Gruß!

    Zahlt das Jobcenter also den Betrag den ich ohne Anspruch zahlen müsste und nicht einen begünstigten Betrag wie z.B. Studenten? Zahlt das Jobcenter also bis man monatlich auf 416€ kommt + GKV + Miete?


    Was ist, wenn ma dadurch monatlich mehr übrig hat als es der Regelsatz zulässt? Die GKV Kosten sind der Grund, warum ich unter der Grenze lande.

  • Zahlt das Jobcenter also den Betrag den ich ohne Anspruch zahlen müsste und nicht einen begünstigten Betrag wie z.B. Studenten? Zahlt das Jobcenter also bis man monatlich auf 416€ kommt + GKV + Miete?
    Was ist, wenn ma dadurch monatlich mehr übrig hat als es der Regelsatz zulässt? Die GKV Kosten sind der Grund, warum ich unter der Grenze lande.

    Sorry dass ich wieder euch nerven muss, aber hätte ich in diesem Fall noch Anspruch? Mein Jobcenter versucht mich abzuwimmeln und möchte vorher wissen, was rechtlich in meinem Fall möglich ist bevor ich mich erneut auf eine sinnlose Diskussion einlasse.

  • Die Kosten der KV sind von deinem Einkommen abzuziehen, sofern dies ausreicht.


    Mit dem Jobcenter wird nicht diskutiert. Stelle den Antrag nachweisbar, warte auf einen Bescheid und dann kann man sehen, ob der korrekt ist oder nicht.


    Die Antragstellung darf dir nicht verwehrt werden.

  • Die Kosten der KV sind von deinem Einkommen abzuziehen, sofern dies ausreicht.


    Mit dem Jobcenter wird nicht diskutiert. Stelle den Antrag nachweisbar, warte auf einen Bescheid und dann kann man sehen, ob der korrekt ist oder nicht.


    Die Antragstellung darf dir nicht verwehrt werden.

    Ich habe "leider" schon angefangen mit dem Jobcenter zu diskutieren, weil die meinen ersten Antragsversuch pauschal abgelehnt haben und nicht einmal nach meinen KV Kosten gefragt haben. Dass ich ca. 600€ verdiene war Grund genug mich abzulehnen, da es über den Regelsatz liegt. Erst wenn ich ausgezogen hätte ich Anspruch auf ein paar Euros. Die meinen auch, dass die entscheiden, ob die Eltern relevant für meinen Antrag sind, was doch nicht stimmen kann oder?


    Was soll ich tun, wenn man meinen Antrag wieder ablehnt?


    Darf man denn monatlich über den Regelsatz Netto verdienen, wenn man ALG2 bezieht? Das wäre bei mir der Fall, da mich nur die KV Kosten bedürftig machen.

  • Etwas Grundlegendes.


    Es gibt einen Bedarf und es gibt Einkommen. Von dem Einkommen sind Kosten abzusetzen. In deinem Falle sind es die Kosten der Krankenversicherung. Dann ist ein Freibetrag abzusetzen. Nach den Absetzungen vergleicht man Bedarf und das jetzt bereinigte Einkommen. Erst wenn das Einkommen nach dieser Bereinigung höher ist als der Bedarf, besteht kein Anspruch auf ALG2.




    Weiter im Thema. Mündliche Ablehnungen zählen nicht. Wenn deine Leistung mündlich abgelehnt wurde, beanspruche also einen schriftlichen rechtsmittelfähigen Bescheid. Gleichzeitig sagst du, dass du gegen die Ablehnung sofort Widerspruch einlegen möchtest.


    Am besten nimmst du jemandem zum Jobcenter mit. Vielleicht erkundigst du dich auch, ob es eine Sozialberatung in deiner Umgebung gibt.


    Außerdem möchte ich, dass du auch selbst versuchst etwas zu dem Thema zu finden bzw. zu deinen Fragen. Es scheint, als würdest du die Sache eher hinnehmen, als zu versuchen deine Rechte durchzusetzen.