Antragsbegründung Zusatzblatt - Ausfüllen oder nicht

  • Wie bewirbt man sich bzw. kontaktiert man Vermieter, wenn man selbsttändig ist und monatlich ca. 500-600€ verdient? Ist der erste Kontakt
    mit den Vermieter auf Onlineportalen überhaupt schon die Bewerbung oder geht es hier um die Besichtigung und klärt dort alles? Soll ich dann
    sagen, dass ich ALGII bekomme, wenn ich die Wohnung bekommen sollte?


    Das frage ich deshalb, weil ich als Freiberufler anscheinend zu viel verdiene und aus meinen Elternhaus ausziehen muss, damit ich Anspruch auf ALGII habe.

  • Wie alt bist du denn, zahlst du Miete, sind 500-600 nach Abzug aller Betriebsausgaben und KV jeden Monat?

    Ich bin 27.


    Miete bei meinen Eltern? Nicht direkt. Bin jedenfalls nicht in deren Mietvertrag eingebunden.


    Ich habe keine direkten Betriebsausgaben. Bin als Lehrer in einem Institut angestellt und dort wird in der Regel Material zur Verfügung gestellt. Dort bin ich freiberuflich tätig. Ich drucke jedoch für die Arbeit zu Hause sehr viel aus, wenn es nicht anders geht. Ab und zu enstehen auch Kosten für Büromaterial und so. Das ganze lässt sich aber bei mir schwer nachweisen. Meine Arbeit war eigentlich gar nicht als selbstständige Arbeit geplant und habe deswegen kein Buch geführt.


    Krankenversicherung sind noch nicht berücksichtigt. Das hat man mich auch gar nicht gefragt.


    Zählt das Bruttoeinkommen bei der Anspruchsüberprüfung?


    Kurze Frage: Werden für Einzelpersonen nur die Mietkosten einer 1-Zimmer-Wohnung übernommen oder wäre theoretisch jede Wohnung möglich, solange sich diese im Rahmen für eine Person befindet?

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  • Zum Thema: habe nicht Buch geführt.
    Als Selbsständige/r bist Du verpflichtet eine Art Kassenbuch zu führen, also alle Einnahmen und Ausgaben (mit Beleg) aufzuführen.
    Das hängt auch mit der Steuer zusammen, denn auch das Finanzamt möchte wissen, wie hoch Deine Einnahmen und Ausgaben sind, es kann Dir nämlich auch passieren, dass Dir eine Steuerschätzung ins Haus flattert. Dies nur ganz nebenbei

  • Zum Thema: habe nicht Buch geführt.
    Als Selbsständige/r bist Du verpflichtet eine Art Kassenbuch zu führen, also alle Einnahmen und Ausgaben (mit Beleg) aufzuführen.
    Das hängt auch mit der Steuer zusammen, denn auch das Finanzamt möchte wissen, wie hoch Deine Einnahmen und Ausgaben sind, es kann Dir nämlich auch passieren, dass Dir eine Steuerschätzung ins Haus flattert. Dies nur ganz nebenbei

    Bei mir ist es so. Ich habe mit der Arbeit als Student angefangen und dabei gar nicht an Selbstständigkeit gedacht. Meine Einnahmen sind auch relativ gering (ca. 7.200€ Brutto/Jahr) und sehe das ganze eher als ein Nebenverdienst an. Seit April bin ich kein Student mehr und zähle nun als Selbstständiger. Mein Einkommen ist auch von verschiedenen Faktoren abhängig (z.B. Ferien = Keine/Weniger Arbeit = Kein/Weniger Einkommen). Ich selbst stelle auch keine Rechnungen. Bin kein klassischer Selbstständiger, wie man es beim EKS Formular erwartet.

    Einmal editiert, zuletzt von farafu ()

  • Hallo,

    Bin kein klassischer Selbstständiger, wie man es beim EKS Formular erwartet.

    wenn Du Einkommen aus selbstständiger Tätigkeit hast, hast Du diese Einnahmen auch nachzuweisen. Nicht nur gegenüber dem Jobcenter, sondern auch gegenüber dem Finanzamt. Das ein Gewinn bei Selbstständigkeit saisonal schwankt, ist dabei vollkommen normal.


    Gruß!

    Zu Risiken und Nebenwirkungen meiner Beiträge fragen Sie bitte Ihren Rechtsanwalt oder Steuerberater. Rechtsanwälte und Steuerberater sind allerdings berechtigt, sich die Beantwortung Ihrer Fragen bezahlen zu lassen.

  • Naja, zahlst du deine Krankenversicherung selbst? Oder zahlt das Institut die Krankenversicherung?


    Was sagt deine Krankenversicherung zu der Tatsache, dass du Geld verdienst?


    Gibts Gehaltsabrechnungen o.Ä.?

  • Naja, zahlst du deine Krankenversicherung selbst? Oder zahlt das Institut die Krankenversicherung?


    Was sagt deine Krankenversicherung zu der Tatsache, dass du Geld verdienst?


    Gibts Gehaltsabrechnungen o.Ä.?

    Ich zahle meine Krankenversicherung selbst. Das Institut zahlt nichts. Bekomme als "Gutschrift" auch nur den reinen Stundenlohn ohne irgendwelche Abzüge. Dafür bin ich selbst verantwortlich. Ist denke ich mal eine rechtliche Grauzone, was man sich im Bildungsbereich erlauben kann. So weit ich verstanden habe bin ich von der Umsatzsteuer befreit und muss kein Gewerbe anmelden, da ich rein bildungsmäßig beschäftigt bin.


    Ich war vor kurzem bei der Versicherung und habe dort alles erklärt. Die hatten Verständnis für meine Situation. Was ich am Ende zahlen muss weiß ich noch nicht. Ich bin ja nicht hauptberuflich selbstständig tätig, da ich nicht mehr als 20 Stunden wöchentlich arbeite.


    Als Gehaltabrechnung bekomme ich wie gesagt monatlich eine Gutschrift, wo meine Arbeitsdauer und das Einkommen steht. Ansonsten bekomme ich gar nichts von denen.

  • Ich schätze das möglicherweise als Scheinselbstständigkeit ein, aber ok.


    Erster Ansatzpunkt wäre die gesetzliche KV. Hier musst du unbedingt klären, was zu zahlen ist. Das musst du dann auch jeden Monat zahlen.


    Hinsichtlich ALG2.


    Momentan müsste man prüfen, ob du Anspruch hast. Dafür musst du eine Einnahme-Überschuss-Rechnung führen. Ferner musst du eine Prognose zu Einnahmen und Ausgaben abgeben, damit das Jobcenter deinen Bedarf abschätzen kann.


    Dann müsstest du eine eigene Wohnung finden die angemessene ist. Das ist von Stadt zu Stadt unterschiedlich. Mit dem Wohnungsangebot gehst du dann zum Jobcenter und lässt es dir bestätigen und beantragst auch Umzugskosten, Erstausstattung usw.


    Besser ist es, wenn du erstmal im System drin bist, also jetzt schon Leistungen beziehst, da ein Neuantrag verbunden mit Umzug immer länger dauert. Nur Vermieter warten ungern länger, um eine Wohnung zu vermieten.

  • Ob es als Scheinselbstständigkeit zählt habe ich mich auch gefragt. Institute nutzen dafür eine rechtiliche Grauzone aus.


    Ich war schon beim Jobcenter zur Anspruchsüberprüfung und die haben mich sofort abgewimmelt, da ich zu viel verdienen soll. Eine richtige Prüfung gab es gar nicht. Ich musste auch erst einmal abklären, als was ich überhaupt zähle. Ich soll zu denen erst wieder hingehen, wenn ich eine Wohnung habe.


    Was zählt denn am Ende bei der Anspruchsüberprüfung? Welche Ausgaben sind denn relevant? Alles was im direkten Zusammenhang mit der Arbeit steht? Ich brauch z.B. für die Arbeit kein Verkehrsmittel. Könnte ich somit eine ein Monatsticket nicht anrechnen lassen?


    Ich habe hier eine ganz grobe Beispielrechnung, wenn es so stimmt. Was ich meinen Eltern koste ist gar nicht berücksichtigt.


    Einnahmen:
    Gutschrift: 600 € (Brutto)


    Ausgaben:
    Abzüge: 100 €
    GKV: 100 €
    Büromaterial: 20 €


    Netto:
    380 €


    Ist die Zimmeranzahl egal, solange sich die Gesamtmiete im Rahmen befindet?

  • Hallo,


    was für Abzüge sollten das sein?#


    Gruß!

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  • Hallo,


    aja. Seit wann sind denn Sozialabgaben an das Finanzamt zu zahlen? An das Finanzamt sind Steuern zu zahlen, von denen Du aber schreibst

    So weit ich verstanden habe bin ich von der Umsatzsteuer befreit

    Von daher scheint mir Deine Rechnung nicht zu stimmen..


    Gruß!

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  • Hallo,


    aja. Seit wann sind denn Sozialabgaben an das Finanzamt zu zahlen? An das Finanzamt sind Steuern zu zahlen, von denen Du aber schreibst

    Von daher scheint mir Deine Rechnung nicht zu stimmen..
    Gruß!

    Irgendetwas muss ja dem Finanzamt zahlen oder nicht? Ich muss ja denen zeigen was ich verdient habe. Oder muss ich gar nichts vom Einkommen abgeben? Das würde mich sehr stark überraschen.

  • Hallo,


    solange Du tatsächlich selbstständig bist (woran auch ich so meine Zweifel habe) und eine gewisse Gewinnspanne nicht überschreitest (Kleinstunternehmen), hast Du keine Steuern auf deine Einnahmen zu zahlen. Was Dich aber dennoch nicht davon befreit, jährlich eine Steuererklärung abzugeben. Eben um festzustellen, ob Du die Freigrenze überschritten hast.


    Du scheinst hier mit Variablen zu spielen, ohne diese jemals gecheckt zu haben. Angefangen von den Abgaben an das Finanzamt hin zu einer von Dir nur vermuteten Höhe des KK-Beitrages. Selbst die Kosten für Büromaterial dürften eine reine Vermutung von Dir zu sein, zumal Du ja selbst schreibst, daß sich die Arbeit saisonal stark ändert. Also können auch nicht feste 20 € Bürokosten je Monat gerechnet werden.


    Das alles sind keine belastbaren Zahlen, die Du kaum erfolgreich in der EKS angeben kannst - zumal Du nicht nur für alle Einnahmen, sondern auch für alle Ausgaben Nachweise führen mußt.


    Gruß!

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  • Ohne konkrete Ausgaben können wir den Anspruch nicht berechnen.


    Darüber hinaus beantrage ALG2 und verlange einen schriftlichen Bescheid.



    Die Wohnungsgröße ist egal, solang der Preis stimmt und auch die Heizkosten nicht zu hoch ausfallen.



    Was du deine Eltern kostest ist hier unerheblich, wenn sie es nicht im Rahmen von Miete o.Ä. eine Beteiligung von dir verlangen.

  • Ich war beim Jobcenter und dort hat man meinen Antragsversuch direkt abgelehnt, als ich denen gesagt habe wie viel ich monatlich ungefähr verdiene. Ich bin nur in deren Computer und hab eine Nummer bekommen. Versuchen soll ich es dort erst wieder, wenn ich eine Wohnung gefunden habe.


    Richtige Ausgaben habe ich ja eigentlich. Was zählt denn alles für als Ausgabe? B und C vom EKS Formular? Wie viel darf denn am Ende von meinen Einkommenübrig bleiben, damit ich Anspruch habe?


    Kann ein Monatsticket als Ausgabe angeben, auch wenn ich es nicht für die Arbeit benötige? Irgendwie muss ich ja mobil sein. Das wäre dann ca. 100 €.


    Was wird denn als Investition definiert? Mein Plan ist es mich "richtig" selbstständig zu machen. Könnte ich alles was diesem Zweck dient als Investition angeben? Müssen es Sachgegenstände sein oder würden auch Weiterbildungen bzw. Zertifikate dazu zählen?

  • Hallo,

    Kann ein Monatsticket als Ausgabe angeben, auch wenn ich es nicht für die Arbeit benötige? I

    und was sollte das dann mit Deinen Betriebsausgaben zu tun haben?


    Richtige Ausgaben habe ich ja eigentlich. Was zählt denn alles für als Ausgabe?

    Woher sollen wir denn nun wissen, welche Betriebsausgaben Du hast?

    Was wird denn als Investition definiert?

    Investitionen sind in keinem Fall Weiterbildungen.


    Du scheinst mir sehr blauäugig an die ganze Sache heran zu gehen, wenn Du nicht einmal den Unterschied und Zweck von Betriebsausgaben und Investitionen kennst.


    Ich war beim Jobcenter und dort hat man meinen Antragsversuch direkt abgelehnt, als ich denen gesagt habe wie viel ich monatlich ungefähr verdiene.

    Naja - bei 800 € Gewinn ohne Miete und offensichtlich ohne echte Betriebsausgaben ist das durchaus nachvollziehbar.


    Anstatt hier nun tagelang zu posten, setze Dich hin und mache einen Plan mit allen direkt mit der Selbstständigkeit zusammenhängenden Betriebskosten. Dann frage bei der KK nach der Höhe des Tarifes nach und schaue Dich meinetwegen nach einer angemessenen Wohnung um. Wenn Du das alles hat, kannst Du den Antrag beim Jobcenter erneut abgeben und solltest zugleich ein Coaching für angehende Selbstständige beantragen. Mir scheint das bei Dir notwendig zu sein.


    Gruß!

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  • Wir sind hier ein Forum, das Hilfe im Bereich ALG2 gibt. Wir sind kein Forum für Selbstständige und Unternehmer, denen man erklärt, wie sie ihr Unternehmung am besten führen. Ich kann hinsichtlich der selbstständigen Tätigkeit nur dringend anraten sich damit auseinanderzusetzen was es heißt selbstständig tätig zu sein. Sind gewisse Mindestanforderungen nicht gegeben, ist jede Unternehmung zum scheitern verurteilt.



    Bezüglich ALG2 hast du einen Anspruch auf einen schriftlichen Bescheid. Dass man dich weggeschickt hat ist nicht in Ordnung und das wissen die Menschen dort auch.

  • Habe letztens Post von der Krankenkasse bekommen und muss monatlich ca. 220€ zahlen. Das wäre dann der Mindetbeitrag der Beitragsentlastung, da ich die Vorraussetzungen dafür erfüllen sollte.


    Wenn ich diesen Beitrag meinem durchschnittlichen Einkommen abziehe, dann hätte ich monatlich knapp unter 400€ Netto.


    Hätte ich damit schon jetzt rechnerisch Anspruch, auch wenn ich noch bei meinen Eltern lebe oder werden die GKV Kosten nicht berücksichtigt?