ALG II und selbstständig - Einkommen für Investition behalten

  • Hallo,


    ein fiktiver Fall:


    Die Partnerin bekommt Hartz IV.
    Nicht verheiratet.
    Aber Bedarfsgemeinschaft.


    Ich bin Student und teilweise Selbstständig als Musiker.
    Ich bekomme BaföG.


    Ich werde in den Semesterferien einen Job auf Zeit annehmen.
    Diese Einnahmen möchte ich gern in die Selbstständigkeit investieren.


    Frage:
    Ist das möglich?
    Oder wird mein Einkommen auf jeden Fall auf die Bedarfsgemeinschaft angerechnet?
    Wie verhält es sich mit Bedarfsgemeinschaften und Investionen des selbstständigen Partners?



    Lieben Dank für alle Infos.
    Grüße.
    Tommy.

  • Hallo,


    Einnahmen sind vorrangig für den Lebensunterhalt zu verwenden. Dementsprechend dürfte die Investition nicht unbedingt akzeptiert werden.


    Gruß!

    Zu Risiken und Nebenwirkungen meiner Beiträge fragen Sie bitte Ihren Rechtsanwalt oder Steuerberater. Rechtsanwälte und Steuerberater sind allerdings berechtigt, sich die Beantwortung Ihrer Fragen bezahlen zu lassen.

  • Ich weis, dass, wenn man als Selbstständiger Hartz IV bekommt, selbst nur 150Euro ohne Nachzufragen investieren kann.
    Und alles was darüber hinaus geht besprochen werden muss.


    Aber wenn ich selbst nicht Hartz IV bekomme und sozusagen als Partner "nur" zur Bedarfsgemeinschaft dazugehöre.
    Bin ich dann tatsächlich auch genau so mit möglichen Investitionen an die Vorgaben des Jobcenter gebunden?

  • Wie Corinna das schon andeutete, muss es nicht unbedingt sein, dass du Rücklagen bilden darfst. Insgesamt wird das eine schwierige Abwägung sein und niemand hier wird dir mit Sicherheit sagen können, dass du Rücklagen bilden darfst.




    Einerseits bist du von Leistungen gem. SGB II ausgeschlossen, § 7 V SGB II. Andererseits musst du mit deinem Einkommen für deine Partnerin / deinen Partner in der Bedarfsgemeinschaft einstehen, § 9 II SGB II.


    Im Ergebnis wird ein Gericht entscheiden müssen.

  • Vielen Dank für die Antworten,


    ich dachte, dass es ähnliche Fälle vielleicht schon gab,
    weil solche Konstellationen ja heutzutage nicht untypisch sind.


    Aber scheinbar ist dem nicht so.
    ^^


    Aber es ist wohl so,
    dass, rein rechtlich, das gegenwärtige Wohl der Bedarfsgemeinschaft vor Zukunftsinvestionen geht.