JC schickt zur Schuldnerberatung und droht nun mit Sanktion

  • Hallo Zusammen,


    A wurde vom JC dazu aufgefordert die Schuldnerberatung der Diakonie zu besuchen. Dies wurde sogar (wie ich jetzt weiß unrechtmäßig) in der EV festgehalten.
    A ging also zur Diakonie und ließ sich den Termin auch schriftlich bestätigen.


    Nun fragt die SB aber nach dem Ergebnis und will explizit wissen, wie man dort besprochen hat weiter vorzugehen.
    Ggf. will sie da selbst mal anrufen. Hat die SB das recht dazu? Darf sie deshalb sanktionieren?
    Der Termin der vereinbart war wurde ja auch wahrgenommen.


    Ich hoffe ihr habt ein paar gute Tipps.
    Viele Grüße

  • Ich bin nicht selbst betroffen.
    Aber wofür ist das von Bedeutung? A ist schon ziemlich lange arbeitslos, hat zwar ein kleines Einkommen, das reicht der Behörde aber nicht - also wurde in einem Gespräch mal gefragt ob A Schulden hat. A bejahte dies ehrlich und wurde daraufhin zur Diakonie verwiesen.

  • Ohne zu wissen, was das für Schulden sind und wie hoch, kann keine Aussage zur Rechtmäßigkeit der Aufforderung der Schuldnerberatung getroffen werden. Damit kann auch nicht einfach so gesagt werden, ob Umfang und Inhalt der Beratung dem Jobcenter mitgeteilt werden müssen.

  • Hallo,


    handelt es sich z.B. um Miet- oder Stromschulden, ist die Frage nach der Rechtmäßigkeit der Aufforderung anders zu beurteilen als bei meinetwegen Privatschulden. Von daher ist die Rückfrage von @Casa durchaus sinnvoll (und ich würde es mir wünschen, wenn nicht solche Rückfragen einfach mal so in Frage gestellt werden, wenn man Hilfe sucht).


    Gruß!

    Zu Risiken und Nebenwirkungen meiner Beiträge fragen Sie bitte Ihren Rechtsanwalt oder Steuerberater. Rechtsanwälte und Steuerberater sind allerdings berechtigt, sich die Beantwortung Ihrer Fragen bezahlen zu lassen.

  • Zur Verwirklichung einer ganzheitlichen und umfassenden Betreuung und Unterstützung bei der Eingliederung in Arbeit können die folgenden Leistungen, die für die Eingliederung der oder des erwerbsfähigen Leistungsberechtigten in das Erwerbsleben erforderlich sind, erbracht werden:


    1. die Betreuung minderjähriger oder behinderter Kinder oder die häusliche Pflege von Angehörigen,
    2. die Schuldnerberatung,
    3. die psychosoziale Betreuung,
    4. die Suchtberatung.


    Hervorhebung durch mich! Ist die Rechtsgrundlage und wird immer dann praktiziert,
    wenn die Eingliederung in das Erwerbsleben bzw. der Erhalt des Arbeitsplatzes gefährdet ist.
    Da aufgrund von Vollstreckungstiteln Zwangsvollstreckungsmaßnahmen (z. B. Konto oder
    Lohnpfändungen) durchgeführt werden oder jederzeit eingeleitet werden können. So dass
    die Hilfsbedürftigkeit letztendlich nicht beendet werden kann und der Leistungsberechtigte
    im ALG II Bezug verbleibt.

    Ich beantworte keine Hilfe-Anfragen per Konversation




  • WIe sorgt denn eine Zwangsvollstreckungsmaßnahme dafür, dass jemand im Leistungsbezug bleibt?


    Ferner gibt es P-Konten. Auf diese Weise dürfte man in den meisten Teilen Deutschlands ausreichend Geld haben, um gerade so keine Leistungen gem. SGB II zu beziehen.

  • WIe sorgt denn eine Zwangsvollstreckungsmaßnahme dafür, dass jemand im Leistungsbezug bleibt?


    Ferner gibt es P-Konten. Auf diese Weise dürfte man in den meisten Teilen Deutschlands ausreichend Geld haben, um gerade so keine Leistungen gem. SGB II zu beziehen.


    AG haben die Angewohnheit Leute mit Pfändungen vor die Tür zu setzen. Weil das
    arbeitsintensiv für die Buchhaltung ist und Viele tun sich das nicht an.


    Sicher, gibt es P-Konten, wenn man es dann von sich aus auch regelt. Es kommt aber
    oft vor das Mensch das aussitzt, es zumindest versucht, bis nichts mehr geht. Folglich
    wirkt sich das ganz erheblich auf die Eingliederung in Arbeit aus und das JC greift
    dann zur Hilfe Schuldenberatung.

    Ich beantworte keine Hilfe-Anfragen per Konversation




  • Erstmal muss es zu einer Gehaltspfändung kommen. Dazu kommt es aber idR. nur, wenn der Arbeitgeber bekannt ist. Ferner sind bis dato sicher schon einige Vollstreckungsversuche mittels Gerichtsvollzieher fehlgeschlagen.


    Man kann nun den unwahrscheinlichen Teufel an die Wand malen, man kann aber auch mal realistisch bleiben.