Arbeit gefunden - Anspruch auf ALG II

  • Hallo ich habe am 08.03.17 ein Arbeitsvertrag unterschrieben allerdings erhalte ich meinen ersten lohn am 15.04.17 muss aber meine Rechnungen und die miete wie üblich am 01.04.17 Bezahlen habe ich im April weiterhin Anspruch auf mein Arbeitslosengeld 2 oder lassen die mich da einfach im regen stehen mit meine Rechnungen danke schon mal für die Hilfe

  • Du bist so lange bedürftig bis der Zufluss erfolgt. Bis dahin gilt der Bewilligungsbescheid, der wird dann aufgehoben. Wegen des Zuflusses wirst du, je nach Lohnhöhe, bis zu 100% zurück zahlen müssen. Nach dem Zuflussprinzip wird Einkommen auf den Monat angerechnet, in dem der Zuflus erfolgt. Das geht dann aber auch in Raten und müsste zu stemmen sein.


    Glückwunsch zum Job.

  • Hallo crist,


    wie bereits geschrieben wurde, bekommst Du Dein AlgII für April. Da Du aber Deinen Lohn am 15.4. erhälst, wirst Du das Alg II zurückzahlen müssen.


    Eine "vorauseilende" Leistungseinstellung ist rechtswidrig, denn hier greift das so genannte Zuflussprinzip, also wenn Lohn/Gehalt und ALG II aufeinandertreffen.


    Übersteigt Dein Lohn Deinen jetzigen Bedarf, dann musst Du das gesamte Alg II für April zurückzahlen.


    Möglich wäre, den Arbeitgeber zu bitten, Dir Deinen ersten Lohn erst zum 2.5. zu überweisen.


    Dann wäre der Zufluss erst im Mai und Du müsstest das Alg II für April nicht zurück zahlen.

  • Hallo!

    Möglich wäre, den Arbeitgeber zu bitten, Dir Deinen ersten Lohn erst zum 2.5. zu überweisen.

    Ein gern erteilter Ratschlag, aber leider etwas lebensfremd.


    Mal abgesehen, dass das gar nicht so ohne weiteres praktikabel ist, in der Regel kommt es nicht sehr gut, wenn die erste Amtshandlung des Neuen darin besteht, seinen Arbeitgeber zu bitten, ihm dabei zu helfen, das Jobcenter zu bescheißen.


    Aber: Versuch macht klug. Aber es gibt Lebenserfahrungen, da sollte man lieber drauf verzichten.


    Gruß
    P.

  • Danke euch für die Vorschläge und euer wissen wenn ich ehrlich sein muss dachte ich anfangs da ich eigentlich im April meine letzte Leistung erhalte weil ich eine wiederbewilligung beantragen müsste um im Mai nochmal Geld zu erhalten aber wie gesagt ich ab Mai wider auf eigene beine stehen kann wollte ich eigentlich dem Arbeitsamt gar nicht mitteilen das ich Arbeit habe weil sowie ich gehört habe wollen die dann Lohnabrechnung und wer weis was noch wollte ich mir den stress sparen aber da ich ja wie immer glück habe hatte ich am 09.03 einen Termin nach §61 das Heist man muss erscheinen oder Geld wird gestrichen muss ich jetzt entscheiden ob ich denen sage ich hab Arbeit gefunden und hier ist die Bescheinigung das ich nicht am 9.3 da war oder ich nur die Bescheinigung abgebe und nicht sage das die mich Eingestellt haben weil wie gesagt ich ja keine wiederbewilligung brauch bin ich ja ab Mai nicht mehr an die gebunden so denke ich das zumindest im Notfall dachte ich muss ich halt die Leistungen von April in Raten zurück bezahlen was sagt ihr dazu was solti ch eurer Meinung nach machen Danke an alle

  • Hallo crist,


    meine Meinung: Du solletest schon angeben, dass Du einen Arbeitsplatz gefunden hat und wann Du die Arbeit aufnimmst. Denn noch beziehst Du ja Leistungen nach dem SGB II.


    Und nach den Mitwirkungspflichten gemäß § 60 SGB I bist Du nun mal verpflichtet, alle Veränderungen, die für die Leistung erheblich sind, dem JC mitzuteilen.
    https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_1/__60.html



    Warum warst Du am 9.3. denn nicht beim Meldetermin ? Den Arbeitsvertrag hattest Du ja am 8.3. unterschrieben. Den Termin hättest Du eigentlich schon wahrnehmen müssen, da Du ja noch Leistungen beziehst.


    Wann ist denn Dein 1. Arbeitstag ?

    Einmal editiert, zuletzt von Ghansafan ()

  • ich habe arbeit in einem call center gefunden und musste bis am 10.03 zwecks Schulung anwesend sein deshalb habe ich den Termin leider nicht wahrnehmen können und ab Montag muss ich von 10.30 Uhr bis 19 Uhr Arbeiten denke auch das ist die beste Lösung

  • Hallo crist,


    alles klar.


    Aber wie geschrieben, würde ich dem JC mitteilen, dass Du eine Arbeitsstelle hast und den Zeitpunkt der Arbeitsaufnahme.


    Ebenso den Grund, warum Du den Meldetermin nicht wahrnehmen konntest, am besten mit einer entsprechenden Bescheinigung vom Arbeitgeber.


    Verdienst Du denn beim Call Center so viel, dass Du ganz aus dem Leistungsbezug raus kommst ?

  • Den Fall kann man in mehrfacher Hinsicht bearbeiten.


    1. Möglichkeit: vorläufige Zahlungseinstellung aufgrund von Arbeitsaufnahme (passiert in der Praxis recht häufig und man sollte sich drauf einstellen).


    2. Möglichkeit:
    Arbeitsvertrag dem Sachbearbeiter vorlegen, Aufhebungsbescheid aufgrund von Arbeitsaufnahme, neuer vorläufiger Bewilligungsbescheid aufgrund eines geschätzten Gehalts. Zusätzlich Überbrückungsdarlehen beantragen.


    3. Möglichkeit:
    Wie schon gesagt wurde, Geld im Mai auszahlen lassen und somit im April ALG II kassieren.



    Für den verpassten und nicht abgesagten Meldetermin kann es natürlich noch eine Sanktion geben. Wer nicht mitwirkt bzw. Meldetermine ohne wichtigen Grund absagt, wird sanktioniert. Da du die Möglichkeit hattest, diesen rechtzeitig abzusagen, könnte ich mir eine Sanktion sogar sehr gut vorstellen. Im Nachhinein dann zu betteln und zu jammern hilft meist nicht viel, denn auch ein ALG II Bezieher hat gewisse Pflichten zu erfüllen. Dürften in dem Fall 10 % des Regelsatzes sein. Dies mal als kleine Belehrung :P

  • Hallo Bass,


    von rechts wegen muss ihm das AlgII für April ausgezahlt werden, eine ,vorauseilende, Leistungseinstellung wäre nicht zulässig. (s.Post3).


    Klar, ausschließen kann man sowas nicht.



    Ist richtig, er hätte schon vor dem Termin am 9.3. das JC über sein Nichterscheinen informieren müssen.


    Wird man nun sehen, ob er ein Anhörungsschreiben bekommt. Allerdings kann das JC eine Sanktion aufgrund Arbeitsaufnahme nicht mehr durchziehen, so dass eine Sanktion dann erst bei erneuten Leistungsbezug von AlgII, was hoffentlich nicht passieren wird, zum Tragen kommen würde.

    Einmal editiert, zuletzt von Ghansafan ()

  • ich bekomme von der leihfirma 9.23 € ich bin bereit 40 stunden auch mehr zu arbeiten wen ich das richtig gerechnet habe bekomme ich ca 1,500 € raus ab Montag arbeite ich von 10.30- 19 uhr zwei mal im Monat auch Samstag also wie gesagt die 1500€ hoffe ich sind schon drin wäre ja das mindeste im Moment erhalte ich 325€ miete und 408€ Lebensunterhalt , wegen dem Termin ich war am 09.3 im Arbeitsamt und hab denen gesagt das ich am 08.03 bei der lei firma wahr und heute also am 09.3 in die firma muss mit weitere 7 Personen für ein Vorstellungsgespräch mit der firma deshalb muss ich halt jetzt entscheiden sage ich das ich arbeit habe muss ich halt sagen das die firma aus dem Vorstellung geschpräch gleich ne Schulung gemacht hat oder stelle ich mich dumm und sag ich hab da was falsch verstanden aber da mach ich mir keine sorgen wo ich mir eher sorgen mache ist das die mich ohne Geld da stehen lassen und natürlich würde ich ungern auch schulden mit dem Arbeitsamt haben das mit dem geld am mai bekommen kommt mir ehrlich gesagt kosmisch rüber so würde ich praktisch am 8.3 anfangen und fast 2 Monate später geld bekommen das denke ich kaufen die mir nicht ab da habe ich mehr Chancen wen ich nicht sage das ich ne arbeit habe aber wie gesagt hab damit keine Erfahrung bin fast 33 und hab Gott sei dank bis jetzt von denn keine Hilfe gebraucht mit 33 wollen die mich in so Schulungen stecken die zu Garnichts helfen spreche perfekt deutsch ok schreiben ist nicht mein ding aber das bringen die mir ja dort so oder so nicht bei

  • Hallo crist,


    wie geschrieben, von rechts wegen müssen sie Dir das Alg II für April zahlen. Und können dann, nachdem Du den 1.Lohn am 15.4.bekommen hast, eine entsprechende Rückforderung stellen.

  • Hallo!


    Das JC hat aber auch die Möglichkeit, Dir in Erwartung des Arbeitseinkommens für April lediglich ein Darlehen zu bewilligen, dass Du dann bei Ausscheiden aus dem Leistungsbezug in einer Summe zurück bezahlen müsstest.


    Gruß
    P.



    P.S.: Ab und zu mal ein Punkt oder ein Komma wäre nicht schlecht!

  • sage denn morgen bescheid das ich arbeit hab und bring die Bescheinigung oder schick sie hin sag euch dann bescheid wie sich das ganze entwickelt

  • Das stimmt nicht. Es existiert ein Bewilligungsbescheid, der ist so lange gültig bis er aufgehoben wird. Eine vorauseilende Leistungseinstellung ist nicht rechtens, wie Ghansafan schon schrieb. Dafür gibt es ja die Möglichkeit nach Eingang des Zuflusses die Leistung zurück zu fordern. Aufgehoben kann er erst werden, wenn die Bedürftigkeit nicht mehr besteht, also wenn der Zufluss erfolgt ist. Danach muss die Rückzahlung auch nicht auf einen Satz erfolgen, das kann man in Raten machen.


    PS: besser zu wenig Satzzeichen als falsche Informationen.

  • sage denn morgen bescheid das ich arbeit hab und bring die Bescheinigung oder schick sie hin sag euch dann bescheid wie sich das ganze entwickelt

    Du brauchst keine Bescheinigung. Wer soll die denn ausstellen, der Arbeitgeber? Für was? Du musst denen auch keinen Arbeitsvertrag zeigen, auch nicht wenn das verlangt wird. Das Gesetz sieht eine Veränderungsmitteilung vor, du unterrichtest den SB darüber, dass du vom x.x.xx an sozialversicherungspflichtig beschäftigt bist. Das kannst du auch schriftlich machen, per Mail oder Fax oder Post. In dem Fall dürfte auch Telefon reichen, das macht jeder SB sofort aktenkundig, da kann eigentlich nix schiefgehen.

  • Das stimmt nicht. Es existiert ein Bewilligungsbescheid, der ist so lange gültig bis er aufgehoben wird. Eine vorauseilende Leistungseinstellung ist nicht rechtens, wie Ghansafan schon schrieb. Dafür gibt es ja die Möglichkeit nach Eingang des Zuflusses die Leistung zurück zu fordern. Aufgehoben kann er erst werden, wenn die Bedürftigkeit nicht mehr besteht, also wenn der Zufluss erfolgt ist. Danach muss die Rückzahlung auch nicht auf einen Satz erfolgen, das kann man in Raten machen.



    PS: besser zu wenig Satzzeichen als falsche Informationen.



    § 24 SGB II Abweichende Erbringung von Leistungen


    (4) Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts können als Darlehen erbracht werden, soweit in dem Monat, für den die Leistungen erbracht werden, voraussichtlich Einnahmen anfallen. (...)



    § 42a SGB II Darlehen


    (4) Nach Beendigung des Leistungsbezuges ist der noch nicht getilgte Darlehensbetrag sofort fällig. Über die Rückzahlung des ausstehenden Betrags soll eine Vereinbarung unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Verhältnisse der Darlehensnehmer getroffen werden.


  • Ich habe auch oftmals vorläufige Zahlungseinstellungen bei Arbeitsaufnahme gemacht, allerdings immer in Rücksprache mit dem Kunden. Gab so gut wie nie Probleme.


    Ob nun zulässig oder nicht hilft in diesem Fall nicht weiter. Ich würde es wie oben in Fall 2 schon beschrieben bearbeiten (Aufhebung, vorläufiger Bewilligungsbescheid + Überbrückungsdarlehen). Problem könnte sein, dass er seine Gehaltsabrechnung zu spät bekommt und einreicht und dann auch für den Mai noch nachzahlen muss.

  • Und? Was hat das mit dem zu tun was ich schrieb? Der Bewilligungsbescheid ist gültig und muss eingehalten werden, bis er aufgehoben wird. Die Aufhebung ist erst statthaft wenn der Zufluss erfolgt ist. Dann braucht es auch kein Darlehen, da gibt es kein Ermessen.

  • Ich habe auch oftmals vorläufige Zahlungseinstellungen bei Arbeitsaufnahme gemacht, allerdings immer in Rücksprache mit dem Kunden. Gab so gut wie nie Probleme.


    Ob nun zulässig oder nicht hilft in diesem Fall nicht weiter. Ich würde es wie oben in Fall 2 schon beschrieben bearbeiten (Aufhebung, vorläufiger Bewilligungsbescheid + Überbrückungsdarlehen). Problem könnte sein, dass er seine Gehaltsabrechnung zu spät bekommt und einreicht und dann auch für den Mai noch nachzahlen muss.

    So ist das ja auch in Ordnung. Rückzahlen kann man, wenn die Kohle am Start ist. Einvernehmlich geht alles, aber nicht so, wie der 77er Phillip das darstellt.