Probleme mit einer Maßnahme.

  • Hallo und liebe Grüße,



    Ich habe eine Frage zu meiner momentanen Situation und ob es eine Lösung gibt. Dazu muss ich aber erst meine Situation erklären.



    Nach 13 Jahren in meinem Beruf bin ich dann ende 2011 Arbeitslos geworden. Grund dafür war mehr oder weniger ein Unfall der es mir nicht mehr ermöglichte in meinem Beruf zu arbeiten. Das habe ich auch in mehreren Gutachten von Ärzten, Gutachtern und sogar von einem Amtsarzt bestätigt. Seit Anfang meiner Arbeitslosigkeit versuche ich eine Umschulung genehmigt zu bekommen. Das wurde längere Zeit von der Bundesagentur für Arbeit und später dem Jobcenter umgangen indem sie erst einmal das Ergebnis des Antrages Schwerbehindertenrecht abwarten wollten. Der Antrag mit allen drum und dran incl. Wiederspruchs hat knapp über 2 Jahre gedauert. Am Ende wurde mir allerdings gesagt das meine Einschränkungen (Adipositas, Arthrose, Bluthochdruck, Spiel in Hüft und Kniegelenken, Lymphödem beide Beine) nicht multipliziert werden und ich deswegen keine Schwerbehinderung habe.



    Nun bin ich soweit das die Bundesagentur für Arbeit eine Umschulung anbietet sobald ich meine Gesundheitliche Situation (Adipositas) zum positiven geändert habe denn vorher bekomme ich kein ok. So steht es in dem neuen Ärztlichen Gutachten.




    Erwähnen möchte ich auch noch das ich jeden Morgen zwischen 7:30 und 9 Uhr den Pflegedienst bei mir zuhause habe der mir meine Beine wickelt.



    Der Fallmanager vom Jobcenter hatte nun eine blendende Idee mich dabei zu unterstützen wie es mir Gesundheitlich schnell besser geht. Mit einer Maßnahme für 6 Monate.


    Diese wurde mir mit folgenden Worten schmackhaft gemacht.



    Ich soll es einfach mal ausprobieren ob ich das kann. Sie bekommen 1,70 pro Stunde 30 Stunden in der Woche. Das macht dann Monatlich ~ 208 Euro steuerfrei die sie komplett behalten dürfen. Dies hat er mir auch noch einmal mit dem Taschenrechner vor,- ausgerechnet. Mit weiteren Worten wie die Arbeit kann man sich selber einteilen und ist speziell für Menschen mit Körperlichen Einschränkungen. Die Rede ist von Elektro-Recycling.



    Nachdem man dann dort erst mal bei der Vorstellung alles unterschrieben hat, wird einem dann eine Woche Später erst einmal erklärt was man bekommt. Dort wurde dann schnell klar, dass es sich hier nicht um 208 Euro handelt und man einen Tag pro Woche nicht bezahlt bekommt. Man bekommt also nur 24 Stunden pro Woche bezahlt.



    Kommen wir zur Anreise. Auto besitze ich nicht. Bus und Bahn, von der Haltestelle bis zum Ort der Maßnahme sind es knapp 1 KM Fußweg, Berg hoch. Das alleine bereitet mir schon große Probleme mit Kreislauf, meiner Arthrose und meinem Lymphödem.



    Jetzt war ich die ersten 3 Tage bei der Maßnahme.


    • Tag Besprechung über Sicherheit, Pflichten und Rechte. Letzter Punkt wurde sehr schnell abgearbeitet und kurz gehalten.
    • Erste Hilfe
    • Arbeitsbeginn.



    Am 3. Tag durfte ich dann auch prompt 6 Stunden lang Elektrogeräte mit einem Hammer auseinander hauen. Am 4. Tag wurde wegen Impingement-Syndrom der Schulter, Sehnen und Nerven an der Wirbelsäule und im Handgelenk krankgeschrieben. Finger beider Hände taub, starke Schmerzen im Arm und Schulter. Dazu kommen geschwollene Beine trotz Kompressionswickel.


    Ich nehme dazu noch Medikamente zum entwässern. Das heißt ich muss nach Einnahme der Medikamente (Tablette 1 8:00, Tablette 2 13:00 Wirkzeit 8:00 - 18:00) alle 15 - 20 Minuten zur Toilette. Und hier kommen wir zum nächsten Punkt. Die Sanitäranlagen in der Maßnahme sind eine Frechheit. WC, WC-Räume und sogar der Umkleideraum sind vollgepinkelt und sogar mit Kot verschmiert. Ich sehe hier keine Möglichkeit alle 15 – 20 Minuten zur Toilette gehen zu können.




    Was kann ich dagegen tun? Jedes Mal wenn ich darüber nachdenke was ich machen muss, das ich schon bei der Anreise starke Schmerzen habe, dass ich für eine Umschulung zu krank bin, aber für 1,70 und Elektro-Recycling gesund genug, was dort für Zustände herrschen und das ich auf die Lügen des Fallmanagers reingefallen bin fange ich das weinen an. Wenn ich dann im Netz lese das man aus der Maßnahme nicht ohne Sanktionen raus kommt und ich das jetzt 6 Monate machen muss obwohl es mir Gesundheitlich nicht gut geht liegen meine Nerven blank.


    LG Pirat

  • Hallo,


    im Prinzip bleibt Dir erstmal nur, Deine Probleme gegenüber dem JC zu schildern und um Beendigung der Maßnahme zu bitten. Damit das nachweisbar ist, würde ich das schriftlich machen.


    Gruß!