Welche Umzugskosten werden vom Jobcenter übernommen?

  • Hallo zusammen,


    Muss/Möchte wegen meiner neuen Arbeit ca. 500 km weiter weg ziehen.
    Ich bekomme momentan Hartz4 und bin Schwerbehindert. Bin verheiratet und unser Kind ist 6 Monate jung. Das heißt alleine umziehen ist schwierig.


    Das Jobcenter zahlt mir eine Umzugsfirma bis 2000,- Euro. Komme damit aber leider nicht weit.
    Kennt Ihr euch da aus?


    Was soll ich nun machen?


    Vielen Dank im Voraus.


    LG

  • Hallo,


    wieso kommst Du mit 2000 € "nicht weit"


    Abgesehen davon, was Du davon hältst, sind die 2.000 € schon eigentlich jenseits von Gut und Böse, was das Jobcenter betrifft. Will damit sagen: schon mit diesen 2000 € hast Du ein ziemlich großzügiges Angebot vom Jobcenter erhalten.


    Gruß!


  • Hallo Hoppel,


    Danke für deine schnelle Antwort.


    Aber hast du schon mal nachgefragt, was ein kompletter Umzug kostet?!


    Da wirst du mit 2000 Euro nicht weit kommen!


    Du musst folgendes beachten, ich bin Schwerbehindert also kann ich keine 100% wie ein normaler gesunder Mensch bringen. Hinzu kommt, dass wir ein 6 Monate junges Baby haben. Also wird es mit 100% bei meiner Frau auch schwierig.


    Helfer hätte ich bei meinem aktuellen Wohort aber nicht in der neuen Stadt und ich kann niemanden zwingen über 500km zu fahren.


    D.h. Die Umzugsfirma muss den kompletten Umzug machen und dann kommst du mit 2000 Euro nicht weit oder denkst du die Speditionen Arbeiten für umsonst?!


    Ich habe desöfteren gelesen, dass das Jobcenter bis zu 4500 Euro übernimmt.


    Gruß!

  • Hallo,


    Zitat

    oder denkst du die Speditionen Arbeiten für umsonst?!


    Nein.


    Zitat

    Ich habe desöfteren gelesen, dass das Jobcenter bis zu 4500 Euro übernimmt.


    Was nutzt Dir das "lesen" von nicht nachvollziehbaren Angaben? Fakt ist, daß kein Rechtsanspruch auf die Übernahme der Kosten besteht und das ganze also im Einzelfall entschieden wird. Aus meiner praktischen Erfahrung heraus (die nichts mit dem Lesen von nicht zertifizierten Aussagen im Internet beruht) weiß ich, daß die Dir zugesagten 2000 € schon mächtig am oberen Limit für eine 3-Personen-Familie kratzt.


    Im Endeffekt wird Dir keiner im Internet sagen können, was für Möglichkeiten Du hast. Das ganze ist immer vom Einzelfall abhängig.


    Gruß!


  • Kannst mir erzählen was du willst. Heute kam das erste Angebot einer Umzugsfirma. Die wollen 2800 Euro haben. Und hier sind nur Abbau und Transport dabei. Alles andere müssen wir selber organisieren. Wie soll ich das mit meiner Krankheit machen?? Dazu noch das kleine Kind. Jetzt warte ich auf andere Abgebote. Das was du mir erzählst trifft definitiv nicht auf meinen Fall zu!

  • Hallo,


    Zitat

    Das was du mir erzählst trifft definitiv nicht auf meinen Fall zu!


    Äh - daß Du keinen Rechtsanspruch auf eine bestimmte Höhe für einen Umzug hast, trifft trotz all Deines Abstreitens durchaus auch auf Deinen Fall zu, ebenso wie der Umstand, daß das immer im Einzelfall entschieden wird. Du kannst natürlich vor diesen Aussagen die AUgen verschließen - nur nutzt Dir das nicht allzuviel.


    Gruß!

  • Was für eine Schwerbehinderung hast du denn? Ich frage nicht aus Neugier, sondern weil es durchaus sein kann, dass man selbst bei 100 % Schwerbehinderung auch selbst noch in der Lage ist, Umzugskartons ein- und auszupacken. Im Übrigen gibt es auch Umzugsfirmen, die von Arbeitslosenorganisationen getragen werden. Hast du es damit schon versucht. Die Frage, die gestellt wurde, wie du umziehen würdest, wenn du die Kosten vollständig selbst tragen müsstest, fand ich sehr interessant. Aber eine Antwort gab es darauf nicht. Jeder Otto-Normalverdienter oder Geringverdiener könnte sich auch keine Umzugsunternehmen für 4500 Euro leisten. Aber die bekämen nicht mal 2000 Euro. Also ich finde auch, dass hier nicht nur nach dem kleinen Finger vom JC, sondern gleich nach dem ganzen Arm gegriffen wird.