Vermögen contra Rücklagen

  • Hallo,


    ich bin seit 12 Jahren selbstständig und habe jetzt erstmalig eine Aufstockung beantragt.
    Eigentlich stehen mir mit 47 Jahren ja über 7000€ unantastbares Vermögen zu. Das Arbeitsamt meint aber, dieses Geld (3000€ in meinem Fall) sei als eine Rücklage zu betrachten, welche ich als Selbstständiger ja auch verpflichtet bin zu bilden für schlechte Zeiten. Ich müsste dieses also erst aufbrauchen.
    Bin ich jetzt schlecht informiert, oder ist das eine Unrechtmäßigkeit vom Amt?


    Ganz tolles Forum übrigens!
    Danke für die Hilfe.
    M.

  • Hallo,


    Zitat

    weiß niemand etwas genaueres?


    Doch natürlich. Aber Du erwartest hoffentlich nicht, daß ich oder andere sofort an einem Wochenende in einem ehrenamtlich betriebenen Forum reagieren, oder?


    Zitat

    Eigentlich stehen mir mit 47 Jahren ja über 7000€ unantastbares Vermögen zu.


    Oh Himmel. Was sind das denn für Begriffe - "unantastbar" und "stehen mir ... zu". :-o


    Es gibt eine Vermögensfreigrenze. die mit 47 Jahren bei 7.200 € liegt. Diese Freigrenze ist nicht automatisch gegeben, sondern hängt u.a. vom Zeitpunkt der Vermögensbildung und der Antragstellung auf ALG II ab - aber das scheint hier nicht das Problem zu sein.


    Zitat

    Das Arbeitsamt meint aber, dieses Geld (3000€ in meinem Fall) sei als eine Rücklage zu betrachten


    Äh - das Arbeitsamt? Redest Du von ALG I oder II? Das Arbeitsamt hat im Normalfall nichts mit ALG II zu tun.


    Zitat

    Das Arbeitsamt meint aber, dieses Geld (3000€ in meinem Fall) sei als eine Rücklage zu betrachten


    Nun ja. Die spannende Frage in diesem Zusammenhang wäre die, ob Du als Selbstständiger ein privates und ein gewerbliches Konto hattest oder ein gemischtes Konto für privat und gewerblich. In deinem Fall scheint das Amt davon auszugehe, daß es entweder tatsächlich Rücklagen (auf einem gewerbsmäßig genutzten Konto) gibt oder die angebliche oder tatsächliche Vermögensbildung ausschließlich durch Betriebseinnahmen entstanden sind, die dann auch wieder für den Lebensunterhalt verwendet werden können.


    Wie auch immer - letztendlich kann man Deine Frage nur nach Einsicht der konkreten Unterlagen beantworten. Insofern rate ich ggf. zu einem Beratungsschein.


    Gruß!