Hartz IV: Die 10 schlimmsten Jobcenter Skandale (Teil1)

Hartz IV: Die 10 schlimmsten Jobcenter Skandale (Teil1)

In Deutschlands Jobcentern läuft nicht immer alles rund und das ist mittlerweile auch kein Geheimnis mehr. Ein Skandal nach dem anderen wurde in den letzten Jahren öffentlich und nur selten mussten die Verantwortlichen ernsthafte Konsequenzen für ihre Taten befürchten. Die Leidtragenden sind meist Hartz IV Empfänger, welche beim Jobcenter fälschlicherweise als Kunden betitelt werden. Denn, dass der allgemeine Leitsatz „Kunde ist König“ auch beim Jobcenter gilt, ist in Anbetracht der vielen negativen Vorkommnisse kaum vorstellbar.

Wir haben für Sie die schlimmsten Jobcenter Skandale recherchiert und daraus den folgenden ersten Teil unserer traurigen Top 10 erstellt:

Platz 10: Sinnlose Maßnahmen

Als Weiterbildungsmaßnahmen werden die Kurse betitelt, welche Hartz IV Empfängern immer und immer wieder aufgebrummt werden. Bei Verweigerung der Maßnahme drohen Sanktionen. Ob Grundschulaufgaben, Bastelstunden, Fitnesskurse und Co. tatsächlich der beruflichen Weiterbildung dienen, ist jedoch sehr fraglich.

Platz 9: Verschwendung von Geldern

Platz 10 spielt in diesem Punkt mit rein, denn für die sinnlosen Maßnahmen werden jährlich horrende Summen an Steuergeldern ausgegeben. Noch schlimmer ist es jedoch, wenn die für die mehr oder minder sinnvollen Maßnahmen vorgesehenen Gelder, in den Taschen der Jobcenter Verwaltung landen.

Platz 8: Datenschutzverstöße ohne Konsequenz

Die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) gilt seit Mai 2018 und auch schon vor dieser Zeit, mussten persönliche Daten besonders sensibel behandelt werden. Das scheint dem Jobcenter jedoch gänzlich fremd, da es Dokumente mit persönlichen Daten von Hartz IV Empfängern frei zugänglich in offenen Mülltonnen entsorgt hat. Als sei das nicht schon schlimm genug, ist das Verfahren in diesem Fall gegen das Jobcenter ohne Konsequenz eingestellt wurden.

Platz 7: Kritik aus den eigenen Reihen

Wenn sogar der Jobcenter Chef Hartz IV einer „konstruktiv-kritischen Bilanz unterziehen“ will, dann brennt es wirklich. Kritik aus den eigenen Reihen wird aber auch zunehmend von Ex-Mitarbeiter der Jobcenter laut. Eine ehemalige Arbeitsvermittlerin kritisiert insbesondere den verschwenderischen Umgang mit Geldern (siehe Platz 9) und die gängige Sanktionspraxis. „Weniger Statistik, mehr Menschlichkeit“ ist ihre Forderung an die Politik.

Platz 6: Arbeitsverweigerung

Auf Platz 6 hat es das Jobcenter Ostprignitz-Ruppin mit dem Thema Arbeitsverweigerung geschafft, da es auf Widersprüche von Hartz IV Empfängern bis zu sechs Jahre nicht reagiert hat. Die Betroffenen nahmen zwischenzeitlich verständlicherweise an, dass ihre Widersprüche akzeptiert wurden. Jedoch erhielten Sie nach sechs Jahren aus heiterem Himmel die Ablehnung des vor Jahren eingereichten Widerspruchs – inklusive Rückzahlungsforderung.

Plätze 5 bis 1? Die finden Sie unter folgendem Link: Hartz IV: Die 10 schlimmsten Jobcenter Skandale (Teil2)

Titelbild: Collis / pexel.com

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