2018: Hartz IV Empfänger dürfen teurer und größer wohnen!

2018: Hartz IV Empfänger dürfen teurer und größer wohnen!

Über die neuen Richtwerte aus Berlin für die Unterkunft und Heizung dürften sich viele Bezieher von Hartz IV Leistungen freuen. Am gestrigen Dienstag wurden im Roten Rathaus die neuen Richtwerte beschlossen, womit die angemessen Kosten für Wohnung um sieben bis 17 Prozent steigen.

Ab 01. Januar 2018 steigt der Zuschuss

Ab dem kommenden Jahr erhalten Hartz IV Bedürftige höhere Unterkunftskosten zugesprochen – insgesamt sind über 270.000 Berliner Haushalte betroffen. Beispielsweise steigt die Grenze der Angemessenheit für einen Ein-Personen-Haushalt in Berlin von derzeit 364,50 Euro um 39,50 Euro auf insgesamt 404 Euro Bruttokaltmiete. Entscheidend für die Berechnung ist nach Angaben der AV Wohnen der Mietspiegel, wobei nicht nur die einfacher Wohnraum, sondern auch erstmals mittlerer Wohnraum, der zwar klein aber teuer ist, mit bei der Berechnung berücksichtigt wird.

Wohnfläche/ Richtwerte Miete in der Übersicht

Bedarfsgemeinschaft (BG) Personenangemessene Wohnfläche (ALT)angemessene Wohnfläche (NEU)angemessene Miete, bruttokalt (ALT)angemessene Miete, bruttokalt (NEU)
1 Person50 m²50 m²364,50 €404,00 €
2 Personen60 m²60 m²437,40 €472,20 €
1 Person mit Kind60 m²65 m²491,40 €
3 Personen80 m²85 m²518,25 €604,80 €
4 Personen85 m²90 m²587,35 €680,40 €
5 Personen97 m²102 m²679,97 €795,60 €
jede weitere Personen12 m²12 m²84,12 €93,60 €

Weitere Zuschläge

Darüber hinaus zahlt das Jobcenter auch Zuschläge, die den Richtwert überschreiten. So können langjährige Mieter, die bereits länger als zehn Jahre in ihrer Wohnung leben, weitere zehn Prozent Zuschlag erhalten, womit die Grenze der Angemessenheit von 404 Euro um 40,40 Euro auf 444,40 angehoben. Bisher gibt es diesen Zuschlag erst nach 15 Jahren.

Auch nach einer teuren Modernisierung der Mietwohnung können betroffene Hartz IV Empfänger einen zehnprozentigen Zuschlag beim Jobcenter Berlin beantragen. Gleiches gilt für pflegebedürftige Personen sowie Eltern, deren Kind eine spezielle Schule besucht und ein Umzug nicht vorteilhaft wäre.

Hartz IV Umzüge vermeiden

Häufig ist ein Hartz IV Umzug, weil die Wohnung zu teuer ist, nicht unbedingt wirtschaftlich, da eben auch Umzüge viel Geld kosten. In solchen Fällen können Die Jobcenter einen Umzugs-Vermeidungs-Zuschlag auf die angemessene Miete zahlen, was viele Haushalte davor bewahren könnte, die Wohnung wechseln zu müssen. Zusätzlich sollen die Pauschalen, die für Umzugshelfer vom Jobcenter gezahlt werden, von 20 auf 30 Euro angehoben werden.

5 m² mehr Wohnfläche

Ebenfalls werden die angemessene Wohnflächen angehoben, jedoch erst bei Haushalten mit mindestens drei Personen oder Alleinerziehende mit Kind. So können diese statt bisher 60 m² ab 2018 65 m² bewohnen. Bei einem Dreipersonen-Haushalt erhöht sich die angemessene Wohnfläche von bisher 75 m² auf 80 m².

Heizkosten

Die aktuellen Zuschläge für die Heizkosten richten sich nach den bundesweiten Höchstwerten. Allerdings stehen diese noch nicht fest und werden voraussichlich bis Ende dieses Monats verkündet.

Miete vom Munde absparen

„Viele Menschen müssen sich ihre Miete buchstäblich vom Munde absparen. Ich bin froh, dass mit der Neuberechnung die Mieten von 86.000 Bedarfsgemeinschaften wieder vollständig übernommen werden können“,

so Sozialsenatorin Elke Breitenbach (Linke).

35 Kommentare

  1. annekatze 2 Monaten vor

    Guten Tag, sehr geehrte Damen und Herren,
    Durch Zufall bin ich auf diese Mitteilung über 2018: Hartz IV Empfänger dürfen teurer und größer wohnen!
    gestoßen. Da es mich persönlich betrifft, denn das Jobcenter hat uns in der BG mitgeteilt, das man die Leistung für Unterkunft und Heizung zum Mai 2018 um ca. 80,00 Euro verringert, weil wir bis dahin weder ausziehen, noch untervermieten können.
    Nun meine Frage gilt dies nur für Berlin oder im gesamten Bundesgebiet? Zur Altersvorsorge bewohnen wir ein EFH und mein Ehepartner ist gesundheitlich mit künstlicher Herzklappe angeschlagen, so das ein Umzug für uns nicht in Frage kommt. Anzumerken ist, das man die letzten 3 Jahre den erhöhten Bedarf für Unterkunft ohne Beanstandung geleistet hat, wäre dann nicht das Gewohnheitsrecht anzuwenden? Mit der Kürzung der Leistung für Unterkunft und Heizung ist dies nicht eine einseitge Sanktion? Über Ratschläge und Unterstützung wäre ich sehr dankbar. LG aus Thüringen

    • Roland 2 Monaten vor

      Die Richtwerte für die Größe einer Wohnung dürfte Bundeseinheitlich ab 2018 sein, nur die Höhe der Miete hängt vom jeweiligem Mietspiegel der Stadt ab.

    • Marc 2 Monaten vor

      @annekatze Ein Tipp: wenn du dem Jobcenter deine Bemühungen eine angemessene Wohnung zu finden dokumentierst, also wirklich suchst, dann muss das JC die Kosten weiter tragen. Finden musst du einen angemessenen Wohnraum nicht, da du keine Einkünfte nachweisen kannst wirst du wahrscheinlich auch keinen bekommen …

  2. Miehe 2 Monaten vor

    Ich habe eine Frage wie ist das bei einer Mutter mit 5 Kindern was würde mir zu stehen weil ich unbedingt eine größere Wohnung brauche sonnst niehmt mir das Jugendamt die Kinder weg bitte Antwort

    • Roland 2 Monaten vor

      Nach den hier veröffentlichten Werten, dürfte die Größe ab 2018 bei 114 m² (6 Personen) liegen. wie hoch die Miete in Ihrer Stadt sein darf, hängt vom Mietspiegel in Ihrer Stadt ab.

    • Amuli 1 Monat vor

      Dann soll das jugendamt ein grössere wohnung finden wenn den das so an der intresse der kinder besteht die dürfen nicht aus diesen grund die kinder nehmen nur wemn es andere probleme gibt ???

  3. Dirk Becker 2 Monaten vor

    Sehr geehrtes Team,

    ich habe eine Frage, sie schreiben in Ihrem Artikel, dass Hartz IV Empfänger ab 2018 eine höhere Miete gewährt wird!
    Meine Frage ist, gilt diese Erhöhung nur für Berlin oder giltet dies bundesweit?

    Mit freundlichen Grüßen

    Dirk Becker

  4. Ramona Schönherr 2 Monaten vor

    Frage ist das nur für Berlin oder gilt das Bundesweit !

  5. Martina Gollin 2 Monaten vor

    Gilt die neue Regelung nur für Berlin oder auch für das Land Brandenburg ?

  6. Papke Angelika 2 Monaten vor

    Nur Berlin sollte überall so sein und die Mitarbeiter der ARBEITSÄMTER SOLLTEN DARÜBER GESCHULT WERDEN .Meine Wohnung ist nicht mal 50 m2 und ist erst 14.00 Euro zuteuer gewesen jetzt 16 und ich habe ein Schreiben vom Amt erhalten das Sie zuteuer ist und ich überlegen sollte umziehen. ICH wohne im Plattenbau und auch bei uns gibt es nichts billigeres .Es ist nur eine Zweiraumwohnung .

  7. Alexander schreiner 2 Monaten vor

    Wenn das für sozialehilfe Empfänger auch zählt finde ich das gut u dann wäre es auch gerecht allerdings wohne ich nicht in Berlin sondern in Bad füssing u hier so teuer das ich nur 20 qm zu Verfügung habe

  8. Ina Telzer 2 Monaten vor

    Hallo,
    ich bin immer wieder schockiert, ich bewohne eine 51Quadratmeter 2 Zimmerwohnung,
    1Personenhaushalt.
    Meine Kaltmiete beträgt 285,- Euro von dem Amt bekomme ich
    225,-Euro Zuschuss.
    Betriebskosten ohne
    Strom betragen 109,- Euro.
    Von dem Amt
    bekomme ich 97,- Euro.
    Mir fehlen jeden Monat 72,- EURO+ 35,- Euro
    Strom + 16,73,- Euro Kabelanschluss (der vom Vermieter festgelegt wurde)+ 29,95 Telefon +Internet(das für ein notwendig ist um erreichbar zu sein bzw.sich zu informieren und bewerben zukoennen) + 13,75 Hausratversicherung mit Haftpflichtversicherung(dies ist eine Notwendigkeit was zu jedem Hausrat gehört) +48,- Versicherung altes Auto + Steuern und…………
    Von dem Jobcener
    bekomme ich 728,-
    Euro, davon muss ich
    für die Wohnung.
    60,-+12,-+35,-+16,73,-+29,95,-+13,75,-+48,-
    =====215,43 Euro===
    was ich insgesamt zusätzlich selber tragen muss.
    718,-Euro Jobcenter – 320,-Euro vom Jobcenter getragene
    Mietkosten warm.
    (tatsächliche Mietkosten warm 394,-Euro).
    Fazit 74,- Euro muss ich zusätzlich meiner Miete selber tragen.
    Das soll einer verstehen.
    Aber in Sachsen Anhalt malen die Mühlen in einer anderen Liga, speziell in Schönebeck Elbe.
    Ich gehe immet zusätzlich arbeiten auch als 1,- Eurojobber, alsi uch gehöre nicht zu drn jenigen die nicht arbeiten wollen.
    Ich habe 25 Jahre gearbeitet und wurde durch ein Schicksalsschlag aus dem Beruf gerissen.
    Null verschulden.
    So das wars, der Staat sollte schnell realistische Berechnungen zu Grunde legen.
    Allein die Diaetenerhoehungen sind Gelder, mit dem ein 1 Personenhaushalt all seine Kosten tragen muss ( nichts zum Leben).
    In diesem Sinne
    I.T.

  9. Iris hoyer 2 Monaten vor

    Gilt das im allgemeinen, das sich das mit der Miete was ändert, oder ist es nur Berlin, komme aus bottrop

  10. roland meier 2 Monaten vor

    was ist mit harz lV empfängern die nicht in berlin wohnen?

  11. Nike 2 Monaten vor

    Man sollte es überall so machen, nicht nur in Berlin..

  12. Öztürk 2 Monaten vor

    Guten tag ich wollte nur wissen ist nur Berlin oder bundesweit

  13. Maureen 2 Monaten vor

    Die neuen Sätze gelten nur für Berlin. Annekatze, ich vermute, dass die Wohnkosten nicht angemessen sind, sonst würde das Amt wohl nicht von Untervermietung sprechen. Das Amt gewährt dann normalerweise den Mietern eine Frist, in der sie umziehen oder nach einem Untermieter suchen können. Eine längere Frist begründet meines Wissens kein Gewohnheitsrecht. Inwieweit Ihr Mann „verlegungsfähig“ ist, kann ich nicht beurteilen. Eventuell hilft ein Attest oder notfalls die Rechtsschutzversicherung oder Rechtsschutzstelle der Gewerkschaft.

  14. Koch Kerstin 2 Monaten vor

    bitte um Antwort . für welche Bundesländer trifft dies zu nur für Berlin oder?

  15. Thomas B 2 Monaten vor

    Das sollte für alle Bundesländer gelten und nicht nur für Berlin das würde ich sagen denn es gibt ja nicht nur in Berlin Hartz V empfänger da sollten die politiker mal drüber nach denken wenn dann sollte es für alle Hartz V empfänger gelten

  16. Anita 2 Monaten vor

    Hallo
    Ist das richtig, das das nur für Berlin gilt?

  17. Manuela 2 Monaten vor

    Gilt das nur für Berlin oder auch für alle anderen Städte mit der Miete

  18. I.v.Szalghary 2 Monaten vor

    Das ist mal wieder typisch,nur Berlin!! Dies sollte bundesweit geschehen! Ich wohne in einem Einzugsgebiet,wo viele US-Soldaten mit ihren Familien wohnen und diese treiben seit Jahrzehnten die Mieten in die Höhe,was aber im Jobcenter keinen intressiert,da heißt es immer,wie richten uns nach dem bundesweiten Durchschnitt! Sind wir nun ein Land oder geht es hier mal wieder nur um die Berliner?! Ines aus Bayern

  19. Margit Beengaard 2 Monaten vor

    Gilt diese Regelung nur für Hartz 4 Empfänger in Berlin oder generell für alle Hartz4 Empfänger in Deutschland ?

  20. Ralf 2 Monaten vor

    Mal ein THEMA für arme Menschen.. (was auch mich betrifft)
    MEINE FRAGE:
    „Wozu gibt es einen Mietspiegel, wenn alleinerziehende Väter/Mütter, aufgrund des Kindeseinkommen (KG+UHV) doch ein Viertel der Miete von den Leistungen selbst zahlen müssen??“
    Die Gesellschaft, wo Armut in Armut gehalten wird gleichzeitig kranke Menschen NIE gesund werden können..
    Ein „Spirale der Moral“ !! 😉

  21. Mario Beyer 2 Monaten vor

    Das sollte nochmal überprüft werden, ob dies nur in Berlin gilt oder auch in Bayern bzw. Bundesweit!

  22. Sylke Blum 2 Monaten vor

    Schön wäre es wenn diese Neuerung für alle Hartz-lV-Empfänger in allen 16 Bundesländern gilt und nicht nur für Berlin.
    Wird diese Neuerung nur für Berlin eingeführt, wird Deutschland immer mehr gespalten.

  23. Maureen 2 Monaten vor

    Nochmals: Es gilt nur für Berlin. Die Bundesregierung hat vor vielen Jahren geregelt, wie viele Quadratmeter die Sozialleistungsträger bezahlen müssen. Nun sind aber die Mieten von Kommune zu Kommune unterschiedlich, und deshalb ist es Sache der Kommunen, zu ermitteln, welcher Quadratmeterpreis realistisch ist und wie viel dann eine Wohnung kosten darf. Eine bundesweit gültige Regelung der Kaltmiete ist also gar nicht möglich. Außerdem sind manche Kommungen etwas großzügiger, was die Quadratmeterzahl angeht.

    Rückfragen zu redaktionellen Beiträgen würde ich ich (mit der Bitte um deren präzisierende Überarbeitung) direkt an die Redaktion richten und nicht im Forum stellen.

  24. Alexander 2 Monaten vor

    Welche Quelle haben sie diesbezüglich. Beim Jobcenter ist man unwissend (oder stellt sich unwissend) und auch sonst finde ich nix dazu im Internet. Nur die 7€ für den Allgemeinbedarf.

  25. Dieter aus Köln 2 Monaten vor

    Also meines Erachtens können die qm-Angaben so nicht ganz stimmen. Nach der geltenden Rechtsprechung gilt nach meiner Kenntnis folgendes: Für die erste Person sind 50qm als Wohnraum zu bewilligen und für JEDE weitere Person kommen 15qm dazu. So wird es beim Jobcenter Köln auch umgesetzt. Siehe hierzu: http://jobcenterkoeln.de/common/library/dbt/sections/_uploaded/Merkblatt%20zum%20Wohnungswechsel_50-01-127_ab%2003.11.16.pdf

  26. Dieter aus Köln 2 Monaten vor

    Und die zustehenden qm Wohnfläche gelten nach meiner Ansicht auch bundesweit. Die wurden gerichtlich so festgelegt vor einiger Zeit. Nur die Höhe der Kaltmiete und Heizkosten je qm ist von Stadt zu Stadt verschieden.

  27. Maureen 2 Monaten vor

    Ich habe noch eine Frage zum Artikel über die Warmwasseraufbereitung. Dort kann ich keine Kommentare einstellen. Der Link dazu: http://www.hartziv.org/mehrbedarf/warmwasser.html

    Bis 2011 habe ich in einem anderen Bundesland gewohnt. Alle drei Warmwasseranschlüsse wurden von der Zentralheizung gespeist; die Kosten dafür waren also in den Heizkosten enthalten. Das Jobcenter wollte diese jedoch nicht übernehmen und kürzte die Heizkosten um eine Pauschale.

    In meiner neuen Wohnung funktionierte die Warmwasseraufbereitung genauso, mit dem Unterschied, dass der von nun an zuständige Sozialleistungsträger die kompletten Heizkosten bezahlte.

    Inzwischen musste ich noch einmal umziehen, und nun werden zwei der drei Anschlüsse (Badezimmer) sowie die Heizung von einer Gastherme gespeist und der dritte (Spüle) von einem Durchlauferhitzer. Der Sozialleistungsträger zahlt wie bei der vorherigen Wohnung die Heizkosten komplett und den Strom gar nicht. Ich bezahle also für einen der drei Warmwasseranschlüsse die Warmwasseraufbereitung selbst. Kann ich den Sozialleistungsträger irgendwie an den Kosten beteiligen? Und war der Abzug der Warmwasseraufbereitungskosten bis zum Jahr 2011 rechtens?

  28. Ami 1 Monat vor

    Hallo! Wir die Erhöhung des Mietzuschusses für Berliner Wohnungen ab Januar 2018 automatisch gezahlt vom Jobcenter, oder muss ein Antrag gestellt werden beim zuständigen JC.Leider weiss weder das JC in Berlin noch die Hotline irgend etwas von dieser Neuerung.
    wer kann rechtskräftige Auskunft geben. Danke

  29. Orazio Quarrella 2 Wochen vor

    Ja das gesetz ist blöd normalerweise es reicht 416 euro zum leben nicht weil von diese geld mann muss ström so wie ich 66 euro 25 wasser 14 hausratversicherung 98 euro farkarte für mich und mein kleine weil sie muss zu schule was bleibt mir zum leben das Geld zu sterben ja ich finde das 416 auf mindestens 600 euro sein mussen oder politici er haben keine Probleme 3 monate solte die politica mit 416 leben dann muss mir sagen wie schön das ist

  30. Gabriele Scheeler 1 Woche vor

    Ich gehe arbeiten und nekomme Aufstockung Hartz 4 für Unterkunft und Heizung und wohne in Leipzig und muss für eine 47 qm Wohnung 375.-€ Warmmiete ab 1.2. zahlen . Das sind 15.-€ mehr im Monat als zuvor. Wann tritt die Regelung der höheren MIETZUSCHÜSSE in Kraft. Bisher habe ich noch keinen neuen Bewilligungsbescheid erhalten. Ich hofffe nicht das es nur für Berlin gilt. Das wäre ja dann nicht rechtens.
    GABRIELE SCHEELER

  31. Anne Jeziorski 6 Tagen vor

    Wenn ich die Artikel verfolge, so ist Aufklärungsarbeit dringend gefordert. Es gibt bereits viele Optionskommunen, die eigene Mietobergrenzen erstellten. Es gibt hierzu unterschiedliche Studien und Anbieter, die nach dem schlüssigem Konzept (lt. BSG Urteile) vorgehen müssen. Die optierten Landkreise erstellen eigene Mietspiegel und diese sind nicht auf andere Landkreise übertragbar. Dort wo es keine Optionskommune gibt, werden Mietspiegel vor Ort herausgegeben.
    Das Wohnraumförderungsgesetz wurde 2016 durch die Bundesregierung neu herausgegegeben. Hier sind die Mietstufen und Mietpreise festgelegt, für alle Gemeinden.

    Die Bescheide sollten dringend geprüft werden und rückwirkend Überprüfungsanträge (gilt nur noch für 1 Jahr) gestellt werden. Allerdings müssen alle zu bemängelnden Bescheide aufgelistet und begründet werden.
    Hier stellt sich nunmehr die Frage, ob die KdU nach § 22 SGB II tatsächlich übernommen werden oder nicht. Die JC sind zur Auskunft verpflichtet.

    Das Bundessozialgericht geht von einer Bruttokaltmiete aus. Darin sind die kalten Betriebskosten (oder auch warme BKO) enthalten, je nachdem wie die Landkreise politisch entschieden haben, oder nicht.
    Der Betriebskostenspiegel und der Heizkostenspiegel ist beim Deutschen Mieterbund kostenlos erhältlich.
    Diese werden jährlich neu erstellt.

    Des Weiteren ist ein Mischverhältnis von Regelbedarfsleistung und Kosten der Unterkunft unzulässig.
    Innerhalb eines Monats nach Zugang des Bescheides ist Widerspruch zulässig. Vielleicht gibt es vor Ort unabhängige Beratungsstellungen, wie z.B. das Berliner Arbeitslosenzentrum (BALZ) oder in anderen Bundesländer. Macht euch kundig und lasst euch beraten.
    Diese Plattform kann keine gezielten Antworten liefern.
    Wer Unterstützung benötigt, sollte sich evtl. auch an die Diakonie oder Caritas wenden, falls es keine unabhängige Beratungsstelle vor Ort gibt.

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