Aktueller Mindestlohn ist kein Weg aus Hartz IV

Aktueller Mindestlohn ist kein Weg aus Hartz IV

Der so hoch angepriesene und 2015 eingeführte Mindestlohn ist kein Ausweg aus der Hartz IV Falle. Besonders Alleinerziehende sind weiterhin auf staatliche Hilfe wie Hartz IV angewiesen, da es bei fast 90 Prozent der Betroffenen finanziell nicht ausreicht.

Ein Großteil der Alleinerziehenden mit einem Kind kommen mit dem Mindestlohn bei einem Vollzeitjob kommen finanziell nicht über die Runden. Dies geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion hervor.  Demnach reicht das monatliche Einkommen nicht aus, um die monatlichen Lebenshaltungs- und Wohnkosten für sich und sein Kind zu decken.

Angemessene Hartz IV Wohnkosten höher

Bei der Berechnung der Bundesregierung werden Steuern, Sozialabgaben, Freibeträge und die Lebenshaltungskosten berücksichtigt. Rechnerisch kommt man laut der Berechnung der Regierung auf einen Gesamtlohn von 1.444 Euro monatlich, wobei nach allen Abzügen und Kosten gerade einmal 339 Euro monatlich für die Wohnung übrig bleiben.  Dagegen werden in 87 Prozent der Hartz IV Bedarfsgemeinschaften bestehend aus einem Alleinerziehenden mit einem Kind höhere Wohnkosten als angemessen angesehen und anerkannt.

Linke fordern 12 Euro Mindestlohn

Seit dem 01. Januar 2017 beläuft sich der flächendeckende Mindestlohn in der Bundesrepublik Deutschland auf 8,84 Euro je Arbeitsstunde, nachdem er seit der Einführung in 2015 mit 8,50 Euro um gerade einmal 0,34 Euro angehoben wurde. Das reicht zum Leben nicht aus, so die Kritik der Linksfraktion.

„Wer für Mindestlohn Vollzeit arbeitet, kann aus eigener Arbeit die grundlegendsten Bedürfnisse wie ein Dach über dem Kopf nicht bezahlen“,

so der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Linkspartei, Klaus Ernst, der einen Mindestlohn von 12 Euro fordert, um

den Niedriglohnsektor in Deutschland einzudämmen, um arbeitende Menschen aus Transferleistungen herauszuholen und ihnen eine Rente oberhalb der Grundsicherung zu ermöglichen“.

Singles brauchen trotz Mindestlohn staatliche Hilfe

Nicht nur bei Alleinerziehenden reicht der Mindestlohn nicht aus. Auch viele Singles können mit dem Mindestlohn ihre Lebenshaltungs- und Wohnkosten nicht decken, trotz Vollzeitstelle. Bei den Berechnungen der Bundesregierung blieben einem Single mit einem monatlichen Bruttoeinkommen von 1.444 Euro nach Abzug der monatlichen Lebenshaltungskosten 368 Euro für die Wohnkosten übrig. In 39 Prozent der Bedarfsfälle von alleinstehenden Hartz IV Bedürftigen erkennen die Jobcenter höhere Wohnkosten als angemessen an.

2 Kommentare

  1. erich 1 Monat vor

    ich kann zwar nur für mich sprechen, aber ich möchte mit meiner Meinung nicht hinterm Berg bleiben!
    Waffen verleihen Macht, eine Politik wie die Agenda 2010 bzw. Hartz4-Reformen, die dazu führt das ganze Landstriche und Bevölkerungsgruppen von Altags- und Altersarmut konfrontiert und auch tatsächlich betroffen sind und sein werden, ist nur dort in Ländern möglich wo die Politik kein Widerstand von den Betroffenen zu fürchten braucht! Das ist der hauptsächliche Grund wieso in Deutschland mit allen Mitteln versucht wird, Bürger von Waffen fernzuhalten.
    Den im Grunde könnte jeder seine Gesetze erlassen und anderen aufzwingen. Aber nur wer seine Gesetze mit potentieller Waffengewalt und Blei füllen kann, nur wer die Waffen hat und im ultimativen Fall diejenigen umlegt, die seine Gesetze nicht befolgen, kann andere zwingen seinen Gesetze zu befolgen und wird sich durchsetzen.
    Und der Unterschied zwischen z.B. Wulff der nach ein Paar Monaten ein 6stelliges Ruhegeld bezieht und z.B. einem Hartz4 Bezieher der zum Leben zu wenig und um sterben zu viel hat und selbst das wird noch versucht im streitig zu machen, ist die Tatsache das Wulff zu dem Teil der gehört die ihren Machtanspruch mit Waffen untermauern können. Das ist auch der Grund wieso die Politik in diesem Land so sehr darauf bedacht ist, Bürger von Waffen fernzuhalten. Denn sie fürchtet das von ihnen geschaffene Prekariat, die Verarmten und Verelendeten die sich zu einer kritischen bewaffneten Massen, nach dem Vorbild der Proteste auf dem Maidan in der Ukraine zusammenschließen und Teilhabe einfordern könnten.

  2. Aufgewachter 5 Tagen vor

    Für wen gehen wir arbeiten? Brutto Mindestlohn müßte inflationsbereinigt bei 37,28 Euro statt 8,50 Euro je Stunde liegen

    Schon aufgefallen, daß in den Preisen bis zu 50% Zinsen stecken?
    Schon mal drüber nachgedacht, wer davon profitiert?
    Schon mal den Unterschied zwischen Brutto und Netto gesehen?
    Schon mal drüber nachgedacht, wer davon profitiert?
    Schon aufgefallen, daß die Rente nicht mehr sicher ist?
    Schon mal drüber nachgedacht, wer davon profitiert?
    Schon mal aufgefallen, daß Du Steuern zahlst, andere Menschen keine?
    Schon mal drüber nachgedacht, wer davon profitiert?
    Schon mal den Kaufkraftschwund von DM zu EURO gesehen?
    Schon mal drüber nachgedacht, wer davon profitiert?
    Schon aufgefallen, daß der EURO an Kaufkraft verliert?
    Schon mal drüber nachgedacht, wer davon profitiert?
    Schon aufgefallen, daß ein Bargeldverbot diskutiert wird?
    Schon mal drüber nachgedacht, wer davon profitiert?
    Schon aufgefallen, daß ein Goldhandelsverbot diskutiert wird?
    Schon mal drüber nachgedacht, wer davon profitiert?
    Schon aufgefallen, daß ein Generalstreik verboten ist?
    Schon mal drüber nachgedacht, wer davon profitiert?
    Schon mal aufgefallen, daß die Gebrauchsgegenstände immer kürzer halten?
    Schon mal drüber nachgedacht, wer davon profitiert?
    Schon mal drüber nachgedacht, für wen Du eigentlich arbeiten gehst?
    Schon mal drüber nachgedacht, wer davon profitiert?
    Schon mal drüber nachgedacht, Sozialhilfe zu beziehen?
    Schon aufgefallen, wer davon profitiert?

    Berechnung der jährlichen durchschnittlichen Inflationsrate am Goldpreis

    15.08.1971 : 35,00 US Dollar je Feinunze Gold
    23.08.2011 : 1.914,50 US Dollar je Feinunze Gold

    Zeit in Jahren = 23.08.2011-15.08.1971 = 40,6055556 Jahre
    1.914,50 US-Dollar = 35,00 US-Dollar x 1,1035747/Jahr ^ 40,6055556 Jahre
    (1,00 – 0,8964253) * 100 = 10,35747 Prozent pro Jahr

    Berechnung des inflationsbereinigten Brutto-Mindestlohnes für 2015

    Brutto-Mindestlohn im Jahr 2000 : 8,50 Euro/Stunde
    Brutto-Mindestlohn im Jahr 2015 : 37,28 Euro/Stunde

    37,28 Euro/Stunde = 8,50 Euro/Stunde * 1,1035747/Jahr ^ 15 Jahre

    ^ steht für potenzieren

    Betriebsstunde eines PKW (Honda Civic) liegt bei 23,52 Euro hier

    Und ich sehe draußen Menschen, die fahren mit ihrem PKW jeden Tag für eine Personaldienstleistung zur Arbeit wo sie lumpige 7,86 Euro brutto je Stunde verdienen. Andere wiederum fahren mit ihrem PKW über 30 Kilometer um an einer Tankstelle für 8 Euro je Stunde zu arbeiten (450 Euro). Und der gesetzliche Mindestlohn soll bei 8,50 Euro brutto je Stunde liegen. Na klasse!

    Für wen gehen wir arbeiten?
    https://aufgewachter.wordpress.com/2015/04/15/fur-wen-gehen-wir-arbeiten/

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