Jobcenter zweigen Hartz IV Gelder für Mitarbeiter ab

Jobcenter zweigen Hartz IV Gelder für Mitarbeiter ab

Die Jobcenter kommen mit dem Budget, welches für die Verwaltung angedacht ist, nicht aus. Was nicht passt, wird passen gemacht und so bedienen sich die Behörden am Geld, welches eigentlich für Hartz IV Bezieher vorgesehen ist. Insgesamt rund 204 Millionen Euro bundesweit in den ersten zehn Monaten dieses Jahres.

Geld, das für Bedürftige gedacht ist, wird für die Bezahlung von Personal bei den Jobcentern eingesetzt, das berichtet die „Bild“ unter Berufung auf die Zahlen der Bundesagentur für Arbeit.

Allein die zwölf Jobcenter in Berlin kommen mit einem Budget von 365 Millionen Euro jährlich nicht aus, die für die 6780 Beschäftigten (zuständig für 157.000 Hartz IV Empfänger) vorgesehen sind. So zweigte nur das Jobcenter Mitte dieses Jahr bereits acht Millionen Euro ab, die für Arbeitslose vorgesehen waren. Hierbei handelt es sich um Mittel für Eingliederungs- und Fortbildungsmaßnahmen von Hartz IV Beziehern.

Bundesweit soll es sich um eine Summe von 204 Millionen Euro handeln, die von den Jobcentern in den Monaten Januar bis Oktober 2013 so „zweckentfremdet“ haben, so die „Bild“.

Bereits im vergangenen Jahr bediente man sich in Berlin aus dem Topf für die Arbeitslosen und schichtete 4,7 Millionen Euro um. 2,2 Millionen Euro brauchte schon das Jobcenter Mitte, Steglitz-Zehlenorf 658.531 Euro und Neukölln 585.484 Euro.

Als Grund für die Umschichtung nannte die Sprecherin der Bundesagentur für Arbeit, Anja Huth, Ebbe in den Kassen der Verwaltung. Trotz steigender Kosten Kosten für Personal, Miete und Strom bliebe das Budget seit Jahren relativ gleich, weshalb aus anderen Töpen umgeschichtet werden müsse. Huth verwies darauf, dass es sich um eine rechtlich zulässige Prozedur handle.

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2 Kommentare

  1. Chaosqueen 2 Jahren vor

    „Als Grund für die Umschichtung nannte die Sprecherin der Bundesagentur für Arbeit, Anja Huth, Ebbe in den Kassen der Verwaltung. Trotz steigender Kosten Kosten für Personal, Miete und Strom bliebe das Budget seit Jahren relativ gleich, weshalb aus anderen Töpen umgeschichtet werden müsse. Huth verwies darauf, dass es sich um eine rechtlich zulässige Prozedur handle.“

    Ach, echt? So geht es jedem Leistungsempfänger – die Sätze sind trotz Erhöhung den realen Preissteigerungen nicht angepasst und liegen deutlich niedriger. Aber als Empfänger muss man auch damit auskommen und hat nicht die Möglichkeiten, umzuschichten… geschweige denn zugeben, dass das zB Kindergeld für die Strompauschale verwendet wird o.ä.

  2. mali zana 1 Jahr vor

    da ich wg.pflege der eltern auch nach 37 jahren lebensleistung jetzt in eine unverschuldete lage gekommen bin den regelsatz alg II zu beantragen – ich auch nur den regelsatz erhalte – kommen wir selbstredent nicht aus mit diesem geld – da wir eine altersvorsorge in form eines hauses noch abbezahlen müssen, da ich als 60 jährige keine chance mehr auf dem arbeitsmarkt bekomme – und der o.g. artikel hier eine klare ansage ist – da dies wahrheitsgemäss so abläuft – habe selbst einige haarsträubende situationen erlebt und überlege noch – ob ich dies nicht an die öffentlichkeit gebe – es kann nicht sein – dass ich dadurch weniger regelsatz erhalten – nur weil jobcenter ihre eigenen verwaltungskosten umschichten – ich kann auch nicht umschichten wie ich will – weil es nichts umzuschichten gibt….- regelsatz bleibt regelsatz -ich suche zur zeit nur jemanden kompetenten – der mir hier weiterhilft – umberechnungen genau durchzuführen – es könnte ein fall fürs sozialgericht werden –
    mfg
    eine alg II empfängerin

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