Keine Hartz IV Kritik gewünscht – Inge Hannemann von Jobcenter freigestellt

Keine Hartz IV Kritik gewünscht – Inge Hannemann von Jobcenter freigestellt

Inge HannemannInge Hannemann, die in den letzten Wochen auch als „Jobcenter-Mitarbeiterin mit Herz“ besonders in den Social Medien sehr bekannt wurde, ist heute Morgen von ihrem Arbeitgeber, dem Jobcenter Hamburg, von der Arbeit freigestellt worden. Damit reagiert die Behörde wie erwartet, auf die Kritiken die ihre  Mitarbeiterin regelmäßig in ihrem Blog altonabloggt gegen Jobcenter Praktiken veröffentlicht. Hannemann hinterfragt die Praxis der Behörde und setzt sich für Rechte von Hartz IV Betroffenen ein und kritisiert u. A. die Sanktionspraktiken.

Bereits Ende Februar teilte ihr der Arbeitgeber mit, dass er Kenntnis vom Blog genommen hat und wollte sich in einem Personalgespräch mit ihr darüber unterhalten. Zu diesem Gespräch kam es dann kurzfristig doch nicht, doch welche Absichten das Jobcenter bei dieser Anhörung hatte, wird klar, wenn man den Wortlaut der Einladung betrachtet:

„Über die Inhalte des Blogs und darüber, ob und wieweit Sie an diesen Inhalten in Zukunft festhalten oder davon abrücken möchten würden wir gern ein persönliches Gespräch mit Ihnen führen.“

Zwischen den Zeilen wird die Absicht des Jobcenters recht deutlich. Entweder Frau Hannemann hört auf, sich kritisch über die BA, Vorgesetze und Mitarbeiter zu äußern oder sie setzt ihre berufliche Zukunft bei der Leistungsbehörde aufs Spiel.

Als Inge Hannemann heute Morgen nach ihrem Urlaub wieder ihre Arbeit aufnehmen wollte, wurde sie von Ihrem Arbeitgeber „teamarbeit Hamburg“ bis auf Widerruf kalt gestellt. Bereits um kurz nach 9 Uhr postete sie auf ihrer Facebook-Seite:

***Liveticker*** 9:19 Uhr

Inge Hannemann, die für Menschenrechte und die Einhaltung des Grundgesetzes eintritt, wurde mit sofortiger Wirkung von der Geschäftsführung der teamarbeit hamburg freigestellt. Ihren Schlüssel musste sie sofort abgeben, ein Jobcenter darf sie nicht mehr betreten.

Die Hansestadt Hamburg hat damit gezeigt, dass sie kurzen Prozess mit unliebsamen und kritischen Mitarbeitern macht.

Bitte unterschreiben Inge Hannemann unterstützen: Petiotion für die sofortige Rücknahme aller Sanktionen gegen Arbeitsvermittlerin Inge Hannemann

6 Kommentare

  1. Susanne Mühlhaus 4 Jahren vor

    Geht gar nicht!!!

  2. Brigitte 4 Jahren vor

    einfach nur zum Kopf schütteln, aber das machen wir ja schon ewig, bei den vielen Negativschlagzeilen, aus den das Jobcenter nie lernen will 😉 Ein Armutszeugnis jagt das nächste..mehr ist das doch nicht

  3. Markus 4 Jahren vor

    Meinungsfreiheit in Deutschland… Solange man dem Regierenden Organ nach dem Mund redet ist alles gut. Wird man unbequem wird man Mundtot gemacht! Bravo Deutschland!

  4. Horst Huber 4 Jahren vor

    wow…es ist nicht zu glauben…! Haben, diese Behörde-und deren Verantwortliche, etwa Angst vor der Wahrheit!? ´Ich weiß wovon ich rede….kenne den Wandel innerhalb diese Betriebes.

    • sugar base 4 Jahren vor

      Da bleibt ja nur eines, kräftig unterstützen!

Pingbacks

Eine Antwort hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*